Jacht-Klau mittels GPS-Spoofing

Jacht, via der Standard

Wie einfach und unbemerkt sich die Route eines semi-autonomen Systems ändern lässt, haben StudentInnen der University of Texas in einem Experiment gezeigt. Mittels GPS-Spoofing haben sie eine 65 Meter lange Superjacht vom rechten Weg abgebracht. 

Die Seefahrt ist immer mehr vom globalen Positionierungssystem GPS abhängig. Die meisten Schiffe werden weitgehend automatisch gesteuert und durch Menschen nur überwacht. Die Tücken dieses Vertrauens in die Technik haben Studenten und Studentinnen der University of Texas aufgezeigt. Im Juni experimentierten sie damit, wie leicht sich die Route eines Schiffes mithilfe von GPS-Spoofing abändern lässt. Dafür “borgten” sie sich eine 65 Meter lange Luxusjacht aus. Über einen GPS-Sender wurden Signale ausgeschickt, die allmählich die eigentlichen GPS-Signale für das Schiff überlagerten, bis das Schiff damit begann, sich am Testsender zu orientieren.

Die Folge: Die Route der Jacht wurde tatsächlich verändert. Und auf der Brücke nahm niemand Notiz davon. Alle Geräte zeigten an, dass sich das Schiff weiter auf dem korrekten, geraden Kurs befand, obwohl es längst eine Kurve entlang fuhr. Folglich löste niemand den Alarm aus.

Leiter des Experiments, Todd Humphreys, sieht die weitreichenden Möglichkeiten des GPS-Spoofing als problematisch, weil 90 Prozent der Frachttransporte per Schiffsverkehr abgewickelt werden und sich der Hack auch mit vielen weiteren semi-autonomen Systemen wie Flugzeugen durchführen lässt. StudentInnen, die die Kontrolle über eine Jacht übernehmen. Ein Schelm, wer da Böses denkt.

Tags :
    1. Wie kleingeistig muss man eigentlich sein, um bei einer IT News-Website so auf einem Typo rumzureiten? Schreibst du auch nen Leserbrief an die FAZ wenn du einen entdeckst?

  1. Nach eienr Stidue der Cmabridge Uinverstiaet, ist es eagl in wiehcer Reiehnfogle die Bchustebaen in Woeretrn vokrmomen. Zur Rechtsschreibung: Das ist, wiel das mneschilche Geihrn nciht jeden B.chustbaen liset sodnern das Wrod als gaznes. Es ist nur’withcig,dsa.s der ertse und lettze Bchusatbe an der ricthgien Stiele snid, Der Rset knan total falcsh sein und man knan es onhe Porbelme leesn

    1. Schön, dass du auch die Dinge weitergibst, die erst tausend mal durch Facebook und Co gelaufen sind, das Thema hast du aber dennoch verfehlt. Hier gehts es um einen fehlenden und nicht um einen verdrehten Buchstaben (und ich find den Fehler mal fast passend lustig).

  2. Problem- Lösungsansatz:
    Man könnte die GPS Signale asymmetrisch codieren, und und mit eine Art codierten Quersumme ergänzen.
    Die GPS Empfänger könnten dann mit zweiten asymmetrischen Key die GPS- Signale entschlüsseln,
    die codierte Quersumme überprüfen,
    und ggf. gefälschte GPS- Signale erkennen, und Alarm geben…

  3. @Sell nicht schlecht. Aber ich glaub das “Problem” wird noch nicht so akkut gesehen das man dort gegensteuern müsste.
    Das ist das Prinzip : Das Kind muss erst in den Brunnen fallen bevor was passiert.
    Sprich die Somalis müssen die Technik für sich entdecken und es beginnt die Erä der Piraterie 2.0 ^^.

    Bzw. spätestens bei autonom fahrenden Autos wird ja zwangsläufig wahrscheinlich auf die GPS Technik ebenfalls zurückgegriffen.

  4. Spätestens wenn (bald) GPS bzw. Präzisions- Differenzial- GPS, für Navigation in Flugzeugen, selbstfahrenden Autos, bzw. zu positionsabhängigen automatischen Geschwindigkeitsbegrenzung in Zügen eingesetzt wird, muss GPS / Glonas / Galileo manipulationsicher sein.
    Denn wenn dann, z.B. unlautere Wettbewerber, oder Hitec- Terroristen, solche Fahrzeuge mittels GPS-Spoofing umlenken können, dann war die Opferzahl bei 9/11 nur ein Spiel…
    >
    Die für GPS-Spoofing erforderliche Sendeleistung ist minimal, weil die nur die extrem schwach ankommende GPS- Satelliten Signale nur etwas übersteigen muss…
    Und die Ortung wer und von wo mit manipulierten Funksignalen GPS manipuliert, und Katastrophen verursacht, ist kaum zu bewerkstelligen.
    Gute Lösung für so etwas wäre ein Funk- Repeater am Zielfahrzeug, der mit GPS-Spoofing sendet, und z.B. über anderen Funksignal / z.B. GSM gesteuert wird.
    Bleibt nur zu hoffen, dass Leute mit entsprechenden Kenntnissen, nicht zu der Täter Zielgruppe gehören…
    >
    Militärisch wird GPS-Spoofing ohnehin genutzt.
    Nicht ohne Grund hat USA bei modernen GPS gesteuerten Bomben / Luftfahrzeugen, zusätzlich zweite Lenkung durch Trägheitsnavi integriert…

    1. Hightech Weltmächte könnten dem aber entgegnen:
      Mit kleinen speziellen intelligenten Lenk- Raketen die genau auf solche GPS Spoofing- oder GPS Stör- Sender peilen, diese treffen und zerstören. (Vorausgesetzt die sind in der Nähe …)

  5. Sehr Interessant, danke Sell für dieses Szenario und Fachmännische Erklärung.

    Ich bin ja ein Laei in der Hinsicht und kenn mich nicht so aus mit der Materie aber ich find es Interessant, aber in der Theorie wenn bei dem GPS Spoofing das Signal des Ziels nur ein bisschen übersteigen müsste, wäre es nicht möglich mit dem Prinzip “Jammer” diese übersteigung zu Unterbinden? Sprich ein lokales blocken der Signale?
    Sozusagen das man ein festen “Wert” hat dieser gar nicht Übersteigbar ist?
    Ich war ja nie so der Fan von GPS seit meinem TomTom der ersten Generation … genau aufgrund des schlechten Signal .. hat mich viele Umwege und Nerven gekostet, mittlerweile ist es Aktzeptabel aber trotzdem mit Vorsicht zu genießen wie man lesen kann.

  6. @ISMO
    Man muss unterscheiden zwischen Stören (GPS-Jammer),
    und Manipulieren / Verändern = (GPS-Spoofing)
    >
    Bei GPS- Jammer werden keine logisch gültigen GPS-Daten erkannt, und das Navi- Organ steuert undefiniert, oder könnte ggf. abschalten.
    Bei GPS- Spoofing werden dem Navi- Organ, gefälschte aber logisch gültigen GPS-Daten unterjubelt.
    Damit lässt sich das Naviorgan und auch das damit gesteuerte das Fahrzeug, gezielt dort bringen wo es z.B großen Schaden einrichten kann.
    (Z.B. ein Flüssiggastanker könnte in einer Stadt ein Inferno auslösen, oder …)
    Daher kann GPS- Spoofing wesentlich gefährlicher sein, als „nur“ GPS- Jammer, ist aber auch wesentlich aufwendiger und schwieriger zu bauen.
    >
    GPS- Jammer kann aber auch für humanitär Gutes verwendet werden,
    um z.B. reine Angriffs- Waffen eines Aggressors, wie z.B. GPS gesteuerte Bomben, GPS-Waffen-Drohnen, usw., von den Zielen des Angegriffenen abzulenken, und so Zerstörungen an Menschen und Infrastruktur zu mindern.
    Und GPS Spoofing könnte sogar GPS gesteuerte Bomben, oder sonstige Angriffswaffen, von Zielen des Angegriffenen, auf die Ziele des Angreifenden umlenken.
    Alle Angriffskriege, auf fremden Territorium, sind VERBRECHEN gegen die Menschlichkeit, und gehören geächtet werden !!!
    >
    Und das GPS- Stören ist nur am Ort von GPS-Empfänger relevant. Das dort etwas stärkere ankommende Funk- Signal wird das schwächere Funk- Signal überspielen. Wenn also GPS-Jammer Signal am GPS- Empfänger stärker ankommt, wird das echte GPS-Signal, und auch das manipulierte Spoofing- Signal überdeckt. Damit lisse sich das manipuliert gezielte Umlenken verhindern, und eine „nur“ undefinierte Lenkung verändern.

  7. Könnte man das Problem nicht mit einer 170° “Richtantenne” entschärfen?
    Es werden nur Signale “von oben” empfangen und erdnahe Sender ausgeblendet.
    Gleichzeitig ist aber der 170° Winkel groß genug, um alle GPS-Satelliten zu sehen.
    Nur so als Idee, ich bin kein Hochfrequenz Experte.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising