Moto X für 199 Dollar mit Vertrag – kein Europa-Launch geplant

Moto X

Moto X wurde am Donnerstag in New York enthüllt. Das Mittelklasse-Smartphone soll mit Vertrag 199 Dollar kosten und bietet eine Vielzahl farbiger Cover, Android 4.2.2 und bietet mit verschiedenen Speicherkapazitäten, Tönen, etc. über 2.000 individuelle Kombinationsmöglichkeiten. Für den europäischen Markt ist das Moto X aber nicht geplant.

Moto X nicht für Europa, Farben nur für USA

Große Überraschungen blieben bei der offiziellen Vorstellung des Moto X aufgrund der vielen durchgesickerten Informationen in den letzten Wochen aus. Die Tatsache ausgenommen, dass Motorola nicht plant, das Moto X nach Europa zu bringen! In den USA, Kanada und Lateinamerika wird das Smartphone dagegen schon Ende diesen Monats/ Anfang September auf den Markt kommen. Die individualisierbaren Varianten sollen ausschließlich für die USA verfügbar sein und vier Tage nach Bestellung beim Kunden ankommen, dank Zusammenbau in einem ehemaligen Nokia-Werk in Texas, wie bekannt ist. Nie nördlichen und südlichen Nachbarn müssen sich mit der schwarzen und weißen Standardausgabe zufrieden geben.

Mit Motorola als Tochterunternehmen unter Google, soll das Moto X Android fast in reinster Form mitbringen. Die technische Ausstattung ist im oberen Mittelklasse-Niveau angesiedelt: 1,7 GHz Snapdragon DualCore Prozessor, 2 GB RAM und 16 GB nicht erweiterbarer Flashspeicher. Der 2.200 mAh große Akku soll 24 Stunden lange Gespräche erlauben, aber nicht austauschbar sein. Die 10 Megapixel-Kamera verwendet eine Clear-Pixel genannte Technologie, die auch unter schwierigen Lichtverhältnissen kontrastreiche Fotos aufnehmen soll.

Moto X

18 Farben für die Rückseite – das ist ziemlich reichhaltig.

Viele Farben und Sensoren

Das Moto X lässt sich sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite farblich individuell zusammenstellen: Für die Front stehen zwei Farben (Schwarz und Weiß), für die Rückseite kann man aus einem Portfolio von 18 Farben wählen. Im vierten Quartal soll eine Rückseite aus Holz die jetzt schon große Auswahl ergänzen.

Weiter hervorgehoben wird eine ganze Reihe von Sensoren, die die Bedienung des Moto X noch intuitiver und komfortabler gestalten sollen. Mit der Always-Listening-Funktion können dem Smartphone Befehle gegeben und Fragen gestellt werden, die sich an die Kennung “Okay, Google Now” anhängen. Mit der Zeit soll das Gerät die Stimme des Besitzers zu erkennen lernen und nur noch auf ihn reagieren. Das erinnert stark an die umstrittene Funktionsweise der Xbox One.

Die Kameras lassen sich durch eine leichte Dreh-, beziehungsweise Schüttelbewegung aktivieren. Zusätzlich verspricht eine Funktion, alle eingegangenen Mails aufzulisten, sobald das Moto X nach längerer Zeit wieder bewegt wird.

Gestatten: Moto X

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Gestatten: Moto X
Das Display misst 4,5 Zoll. Die Front ist wahlweise Schwarz oder Weiß.

Um mit dem neuen Motorola-Smartphone einen guten Start hinzulegen, will Google über 500 Millionen Dollar in das Marketing des Geräts stecken. Mal sehen, ob mit der negierten weltweiten Veröffentlichung schon das letzte Wort gesprochen ist. Vielleicht möchte Google erst die Reaktionen auf das Moto X testen, bevor überraschend doch ein Europa-Launch verkündet wird.

Moto X Spezifikationen:

  • Display: 4,5 Zoll, Auflösung: 1280 x 720 Pixel, AMOLED,
  • Prozessor: 1,7 Ghz Dual-Core, Qualcomm Snapdragon S4 Pro, Adreno 320
  • Speicher: 2 GB RAM, 16 GB Flashspeicher (frei nutzbar: 12 GB)
  • Betriebssystem: Android 4.2.2 (Stock Android)
  • Online: WLAN, HSPA+/LTE
  • Kameras: 10-Megapixel-Kamera (Rückseite), 2-Megapixel-Kamera (Front)´
  • Akku: 2.200 mAh, nicht wechselbar
  • Ausdauer: 24 Stunden
  • Besonderheiten: zwei farbige Front- und 18 farbige Rückseiten, Nano-SIM
  • Größe: 129 x 65 x 10,4 mm
  • Gewicht: 130 Gramm
  • Marktstart in Deutschland: nicht geplant

[via connect, chip]

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  1. Ich glaub das wird wieder ein Flop wie mit dem Xoom. Im Netz gibt es schon die ersten negativen Erfahrungen.

    – Die Schüttelbewegung für die Kamera soll angeblich sehr umständlich sein und nicht zuverlässig funktionieren. Wie so eine Art Schraubenzieherbewegung (sorry Schraubendreher).
    – Die Sparchaktivierung hätte eine gute Konkurrenz für Siri werden können. Aber der Satz “Ok Google Now” vor jedem Sprachkommando wird das wohl verhindern. Der ist einfach zu lang. Die Idee das Smartphone mit Sprache zu aktivieren ist aber gut.
    – Android 4.2.2 ist ja wohl ein Witz, wo es doch eigentlich ein Google Handy sein soll
    – angeblich kein SD Kartenslot

    Für ein Google Handy mit der ganzen Werbung im Vorfeld etwas wenig. Und warum kein Verkaufsstart in Europa?

  2. Europa außen vor? Ich denke da gerade an “Good old Germany” oder… die spinnen, die Amis.

    Nein im Ernst, das ist echt zum Kotzen. Man könnte meinen, dass Google in Europa nix verdient bzw. keine Kunden hat.

    Echt schäbig!

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