Test: Wireless Speaker Airwave von Creative – günstiger Preis, nervige Bedienung

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Bluetooth aktivieren, Smartphone verbinden, fertig. So einfach funktionieren Wireless Speaker und versprechen dabei Musikgenuss in hoher Soundqualität. In den letzten Wochen haben wir euch Geräte von Cambridge Audio und Samsung vorgestellt, heute präsentieren wir euch den günstigen Airwave von Creative.

Das Design des Creative Airwave

Der Airwave von Creative präsentiert sich bunt und poppig. Neben der von uns getesteten Version in dunklem grau ist er auch in knalligem blau, rot oder grün erhältlich. Bei allen vier Varianten dominiert Kunststoff – das gesamte Gehäuse besteht aus Plastik, wirkt aber dennoch hochwertig und gut verarbeitet. Mit seinen nicht gerade kompakten Abmessungen ist der dreieckige Speaker allerdings etwas unhandlich, dabei mit einem Gewicht von unter 1 Kilo jedoch überraschend leicht.

Das Zubehör

Zubehör? Fehlanzeige. Außer einer kurzen Anleitung und einem USB-Kabel liegt dem Airwave nichts bei. Kein 3,5mm-Kabel zum manuellen Verbinden von Smartphone oder MP3-Player, keine Tragetasche –nicht einmal ein Ladegerät. Hierzu muss das USB-Kabel herhalten. Wer den Airwave über die Steckdose laden möchte, benötigt jedoch einen entsprechenden Adapter, der ebenfalls nicht mitgeliefert wird. Schade!

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Der Airwave von der Seite gesehen

Die Bedienung

Die Verbindung über Bluetooth funktionierte im Test einwandfrei. Die noch schnellere Variante, das Koppeln der Geräte mittels NFC (Near Field Communication) klappte im Test jedoch mit keinem der beiden NFC-fähigen Smartphones, die wir benutzt haben.
Neben zwei Tasten zur Lautstärkeregelung verfügt der Airwave über nur eine weitere Multifunktionstaste. Das soll einfache Bedienung ermöglichen, erweist sich im Praxistest jedoch als äußerst nervig und umständlich. Zum Ein- und Ausschalten muss die Taste eine gefühlte Ewigkeit gedrückt gehalten werden, und der Bluetooth-Modus kann nur verlassen werden, in dem man das Gerät ausschaltet wird. Ebenfalls negativ: Die Lautstärkeregelung funktioniert nur bei Betrieb über Bluetooth, nicht aber, wenn etwa ein MP3-Player über den AUX-Eingang angeschlossen ist. Was das soll, bleibt ein Rätsel.

Die Funktionalität

Zuerst fällt uns negativ auf, dass es mit dem Airwave nicht möglich ist, sein Smartphone oder MP3-Player über USB mit dem Speaker zu verbinden, um das Gerät aufzuladen. Diese simple, aber äußerst praktische Funktion ist bei anderen Geräten schon Standard. Ein nettes Feature hingegen ist die Möglichkeit, den Creative Airwave als Freisprechanlage zu nutzen, wenn er über Bluetooth mit dem Handy verbunden ist: kommt ein Anruf herein, kann er durch Drücken der Multifunktionstaste abgelehnt oder angenommen werden. Ein kleines Mikrofon an der Oberseite des Speakers sorgt dann für die richtige Verbindung.

Der Sound

Auch klanglich konnte uns der Airwave von Creative kaum überzeugen. Der Sound klingt dünn, der Bass, trotz vorhandenem Gerätevolumen, äußerst schwach. Gerade bei Betrieb mit geringerer Lautstärke macht der Airwave keinen Spaß. Man muss das Gerät schon bis zum Anschlag aufdrehen, um wenigstens ein bisschen Bass zu spüren.

gizrank 20 Sterne

Fazit

Mit einem Preis von um die 100,- Euro ist der Airwave einer der günstigsten Wireless Speaker, die derzeit auf dem Markt sind. Und das merkt man. Die Bedienung fordert Nerven, das Zubehör ist äußerst mager (vor allem das Fehlen eines Netzteils zum Laden ist armselig), die Lautstärke kann im AUX-Modus am Gerät nicht verändert werden und der Sound enttäuscht ebenfalls. Einzig positiv neben dem günstigen Preis: das sympathische Design, das in anderen Farben durchaus poppig daher kommt, und die praktische Freisprechfunktion. Alles andere ist jedoch durchaus verbesserungsbedürftig!

Spezifikationen laut Creative

Systemkonfiguration: Einteilig
Abmessungen: 110,0 x 260,0 x 110,0 mm
Gewicht: 890 g
Bluetooth®-Version: Bluetooth 3.0
Bluetooth®-Profil: AVRCP (Fernsteuerung via Bluetooth), A2DP (Kabellose Stereosignalübertragung via Bluetooth), HFP (Freisprecheinrichtungsprofil)
Unterstützte Codecs: aptX, SBC

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  1. Wenn das laut Fazit so ein mittelmäßiger Lautsprecher ist, wieso wird er dann hier erwähnt? Mir ist bislang in dem Artikel keine Besonderheit aufgefallen. Außer, dass der Absatz über Funktionalität bereits mit den Worten „Zuerst fällt uns negativ auf..“ beginnt. Weshalb gibt es keine Abbildungen der „bunten und poppigen“ Farben? Und wieso wird nicht auf interessante Konkurrenzprodukte verlinkt? (Beispiel: http://wireless-speakers-review.toptenreviews.com/)

  2. Ein Bluetooth Empfänger mit klinkenausgang für unter 20€ und man kann sich den ganzen Brüllwürfelschrott
    sparen bzw seine alten Brüllwürfel wirelessfähig machen habe selbst einen von Philips …funzt.

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