Wissenschaft für alle: Universität von Kalifornien stellt in Zukunft alle Forschungsarbeiten kostenfrei zur Verfügung

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Nach einem etwa sechs Jahre langen Streit mit der Verlagsindustrie gibt die Universität von Kalifornien ab sofort all ihre Forschungsberichte, Untersuchungsergebnisse und wissenschaftlichen Arbeiten frei. Diesen Beschluss fasste der akademische Senat der Universität am vergangenen Freitag.

„Der Senat der Universität von Kalifornien stimmt der Open Access Policy zu“, schreibt die Universität auf ihrer offiziellen Website. „Sie garantiert, dass alle zukünftigen Forschungsartikel aller zehn Campus der Öffentlichkeit kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.“

US-Universitäten investieren Millionen von US-Dollar, um Zugriff auf die Forschungsarbeiten ihrer Kollegen zu erhalten. Wie Techcrunch berichtet, kann dabei das Abonnement eines einzigen Fachjournals bis zu 40.000 US-Dollar kosten. Darüber hinaus müssten die Universitäten dafür bezahlen, ihre Forschungsberichte in entsprechenden Fachzeitschriften zu veröffentlichen. Bereits im vergangenen Jahr forderte die Bibliothek der Harvard-Universität die Fachbereiche deshalb auf, ihre Ergebnisse nicht an gewinnorientierte Datenbanken weiterzugeben, sondern in Open-Access-Fachjournalen zu publizieren.

„Es ist immer noch irrsinnig, wie viel es kostet, Forschungsergebnisse zu publizieren“, sagt der Molekularbiologe Michael Eisen von der Universität von Kalifornien. Zumindest dort werden diese Kosten in Zukunft überschaubarer.

[University of California via TechCrunch, Bild: University of California, Montage]

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