Aus einem Land vor unserer Zeit: Wissenschaft setzt auf 3D-Scanner zur Untersuchung von Dinosaurier-Fossilien

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Mit moderner Technologie kann man eine ganze Menge anfangen, sogar bei der Untersuchung von Fossilien. An der Universität von Pennsylvania sortieren Wissenschaftler derzeit die Überreste von Dinosauriern neu. Dabei helfen ihnen Werkzeuge zur Erzeugung von 3D-Bildern, um Spezies eindeutig zuzuordnen.

Die Arbeit mit Fossilien ist ein mühseliges Unterfangen: Verrottete Knochen und fehlende Überreste machen das „Zusammenbauen“ eines Dinosauriers zu einer komplexen und langwierigen Aufgabe. Deshalb fällt der Wissenschaft eine genaue Zuordnung zu einer Spezies oft schwer. „Die Versteinerung hat eine ganz eigene Laune“, sagt Peter Dodson, Professor für Anatomie an der Schule für Veterinärmedizin in Pennsylvania. „Deshalb ist jedes Fossil ein Einzelstück.“

Aus diesem Grund bedienen sich Wissenschaftler an der Universität von Pennsylvania jetzt neuen Technologien: Mit einer Art Stift markieren sie anatomische Distanzen in Dinosaurier-Schädeln, um sie danach miteinander abzugleichen. Darüber hinaus erstellen sie mit einem Hand-Laserscanner 3D-Modelle der Schädel – das Ergebnis sind Bilder, die denen von Computertomographien ähneln. Auf diese Weise konnten die Wissenschaftler bisher drei bis dato voneinander unabhängig gehaltene Schädel einer einzigen Dinosaurier-Rasse zuordnen.

Bis dato reicht es noch nicht aus, lediglich auf die neuen Technologien zu setzen. Die klassische Archäologie und Fossilien-Wissenschaft hat also noch nicht ausgedient. Trotzdem könnten die 3D-Scanner in Zukunft für mehr Klarheit in der Untersuchung von Fossilien sorgen.

[PhysOrg via Gizmodo.com]

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