Studie: Wer bei Facebook viele Bilder veröffentlicht, kann damit Beziehungen im realen Leben schädigen

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Wir alle haben diesen einen Freund, der bei Facebook 4.000 Fotos hochgeladen hat. Von den Ausflügen zu Fußballspielen, Trips in die Berge, zum Strand, in Kneipen und irgendwo sonst hin. Und eine neue Studie hat jetzt wissenschaftlich belegt, was wir bei solchen Postings warum empfinden.

Die Studie wurde von vier britischen Unis ausgetragen und zeigt, dass zwischen Häufigkeit der Veröffentlichung von Bildern bei Facebook und unserer Zuneigung ein klar erkennbares Verhältnis besteht.

Unsere Forschung hat belegt, dass solche Personen, die bei Facebook sehr häufig Bilder posten, riskieren, ihre Freundschaften im realen Leben zu beschädigen, so der Hauptautor Dr. David Houghton. Man muss bedenken, dass die auf Facebook geposteten Informationen tatsächlich von vielen verschiedenen Personengruppen gesehen werden: Partner, Freunde, Familie, Kollegen und Bekannte. Und jede Gruppe scheint eine andere Sicht auf die geteilten Informationen zu haben.

Für die Studie sollten etwas mehr als 500 Teilnehmer einschätzen, wie ihre Beziehung zu bestimmten Freunden ist und wie häufig diese Bilder mit verschiedenen Motiven bei Facebook veröffentlichen. Die Teilnehmer mussten vor allem einschätzen, wie stark die gegenseitige emotionale Unterstützung und persönliche Nähe zu diesen Freunden ist.

Das Ergebnis: Posten enge Freunde Bilder mit Freunden, besteht die Tendenz, dass hierdurch die Intimität einer Freundschaft sinkt. Gleiches beobachteten die Wissenschaftler für den Fall, dass ein Partner häufig Bilder von Events oder anderen Freunden veröffentlicht. Einen positiven Einfluss konnten die Forscher dafür bei Partnern feststellen, die viele Bilder von Familienmitgliedern veröffentlichen. Hierdurch werde das Gefühl gegenseitiger Unterstützung verstärkt.

Dr. Ben Marder rät den Menschen darum auch: Seit vorsichtig mit den Dingen, die ihr teilt und denkt darüber nach, wie andere dies aufnehmen könnten. Obwohl das Teilen eine großartige Möglichkeit zum Stärken von Beziehungen ist, können viele dadurch auch beschädigt werden. [ePapers Repository via PhysOrg]

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