Wissenschaftler entdecken Methode zur Quantifizierung von Bewusstsein

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Objektiv ist es oft nicht einfach festzustellen, ob Menschen mit schweren Hirnschäden bei Bewusstsein sind oder nicht. Jetzt haben Wissenschaftler einen Test entwickelt, der keine Muskelbewegung der Patienten erfordert und außerdem den Bewusstseinsgrad aufzeigen kann. Bei der Methode wird die Gehirnaktivität anhand der Reaktion auf die Simulation über eine Magnetspule gemessen.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass aktive Nervenbahnen im Gehirn durch das Anhalten einer Magnetspule an den Schädel des Patienten stimuliert werden können. Durch Messen der Reaktionen auf den elektrischen Impuls von Patienten im bewussten oder unbewussten Zustand sowie Locked-in-Patienten konnten sie eine Skala von 0 bis 1 erstellen, die einen Bewusstseinswert angibt.

Mit einem Ergebnis von 0.44 ist der Patient hier bei Bewusstsein, Ergebnisse unter 0.31 deuten dafür auf ein unbewusstes Gehirn hin. Interessanterweise ermittelten die Wissenschaftler bei zwei Patienten mit Locked-In-Syndrom Werte von 0.51 beziehungsweise 0.62 – Patienten, bei denen man von einem vegetativen Zustand ausging, aber Werte zwischen 0.19 und 0.31. Die Methode wurde bisher nur bei einer kleinen Testgruppe erprobt, könnte aber irgendwann bei der Behandlung von Schlaganfällen und Schädel-Hirn-Traumata helfen. [Science via Wired]

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