Test: Alienware 14

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Dells nächste Generation futuristischer Laptops für Gamer heißt Alienware 14, 17 beziehungsweise 18. Unser Testgerät, das Alienware 14, vereinte sowohl ein Höchstmaß an Performance als auch ein erschreckend hohes Gewicht in einem Gerät.

Das 2,94 Kilogramm schwere 14-Zoll-Notebook (Full-HD) wirkt im ersten Moment eher wie ein Relikt aus den 90er Jahren. Doch wenn man von seinen Maßen (335 x 258 x 42 Millimetern) und dem Gewicht einmal absieht, kann ein passionierter Spieler diesen Schatz kaum mehr aus den Händen legen.

Die Hardware

Wie von Dell gewohnt, darf der Käufer bei der Zusammenstellung seines Laptops selbst Hand anlegen. Je nach Grundausstattung kann der Kunde verschiedene Bauteile für sein individuelles Gaming-Bedürfnis auswählen. Nachdem die Aufzählung der einzelnen Kombinationen aber zu weit führen würde, stellen wir nur das uns vorliegende Modell vor. Unser Alienware 14 besitzt einen Core i7-4700MQ Prozessor (2,4-3,4 GHz), zusammen mit der High-End-Grafikkarte GeForce GTX 765M und einem acht Gigabyte Arbeitsspeicher. Damit dürften sich die Kosten für unser Testgerät auf etwa 1.600 Euro belaufen. Trotz aller (gewohnt) überhöhten Preise bietet Dell hier aber einen Service, den man hervorheben muss: Auf Wunsch wird das Alienware 14 ohne Aufpreis noch mit Windows 7 geliefert.

Über zehn verschiedene Elemente lassen sich unterschiedlich beleuchten.

Über zehn verschiedene Elemente lassen sich unterschiedlich beleuchten.

Das Spielzeug der Aliens von außen

Der Großteil des Gehäuses besteht aus Plastik, das ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, soll aber auch nicht heißen, dass es minderwertig wirkt. Das Alienware 14 ist sehr gut verarbeitet, nichts wackelt und die Bauteile greifen perfekt ineinander. Der Displaydeckel wurde mit einem Gehäuse aus eloxiertem Aluminium versehen. Besonders auffällig sind die vielen Leuchtelemente, welche über das gesamte Gerät verteilt sind und welche sich individuell einstellen lassen. Hierzu dient das Alien Command Center. Über dieses Tool lassen sich sowohl die Stimmungsbeleuchtung als auch einzelne Tastaturfelder (insgesamt vier Abschnitte) und die Maus in allen Regenbogenfarben einfärben.

Hier findet sich alles was ein Gamer braucht.

Hier findet sich alles was ein Gamer braucht.

Schnittstellen

Das Alienware 14 besitzt größtenteils die gleichen Schnittstellen wie auch schon seine Vorgänger. Lediglich die Positionierung wurde verändert und der VGA-Port wurde weggelassen. Neben drei USB-3.0-Ports und einem Mini DisplayPort wurde auch ein HDMI-Ausgang integriert. Zudem finden sich am linken Rand drei Audio-Buchsen (Audio, Mikrofon und Headset). Auf der rechten Seite erwartet den Nutzer ein schön integriertes Slot-In-Laufwerk, ein Multi-in-1-Kartenleser und ein RJ-45 Gigabit-Lan-Port. Auf der Rückseite befindet sich der Anschluss für das Netzteil. Sicherlich, die Dell-Tochter hätte bei der Ausstattung mit Schnittstellen nicht geizen brauchen, doch gerade die geringere Anzahl an Ports und Anschlüssen verleiht viel Platz an den Seiten für den üblichen Kabelsalat.

Schön bunt und schön nutzlos.

Schön bunt und schön nutzlos.

Das Touchpad gab es wohl als (nutzlosen) Bonus

Ganz so schlimm wie es die Überschrift ankündigt ist es wohl nicht, doch hätte Alienware ruhig ein besseres Touchpad einbauen können. Viele, wenn nicht alle Gamer, verzichten zwar vollständig auf ein Touchpad und greifen stattdessen zur Gaming-Maus. Die Entscheidung nimmt einem aber schon der Aspekt ab, dass dieses Pad nichts mit dem gewohnten Multitouch zu tun hat. Zwar lassen sich Features wie Scrollen oder Zoomen einstellen, doch ruckelt der Bildschirm bei jedem Befehl durch das Touchpad (teilweise kräftig) hinterher.

Hiermit macht das Spielen wahre Freude.

Hiermit macht das Spielen wahre Freude.

Die Tastatur

Dank der relativ „weichen“ Tastatur und den vier verschieden beleuchteten Zonen macht das Spielen auf dem Alienware 14 einfach richtig Spass. Trotz einem gut vernehmbarem Feedback drückt man die Tasten nicht, sondern streichelt sie eher. Die Pfeiltasten wurden als Einzige etwas abgesetzt und lassen sich daher perfekt ansteuern. Wichtige Funktionen wie Helligkeit und die Steuerung von Multimedia (Play, Pause, etc.) wurden allesamt dorthin verlegt.

Sehr lange Sessions beim Gamen oder Schreiben sollten allerdings mit einer externen Tastatur vollzogen werden. Der Grund: Durch die beträchtliche Höhe des Laptops von knapp drei Zentimetern knicken die Handgelenke ab und es kommt zur Ermüdung in den Händen.

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Das Höchstmaß an Spielerlebnis

Einmal angespielt, möchte man das Alienware 14 eigentlich nicht mehr aus den Händen geben müssen. Nachdem wir im Laufe des Testberichts einige Spiele auf dem Laptop probiert hatten – darunter Sniper 2 und Bioshock Infinite – wurde uns ein wenig klar, warum dieses Gerät so dick und vollgepackt mit Hardware sein muss. Weder ein Ruckeln noch eine Verzögerung im Spielverlauf war festzustellen. Größtenteils konnten wir die aktuellen Games sogar auf der höchste Graphikeinstellung spielen. Die Performance des Alienware 14 kann mit fast keinem negativem Aspekt entkräftet werden. Nicht nur die normalen Arbeitsprozesse, etwa das Hochfahren in knapp drei Sekunden, sondern auch das Spielen der neuesten Blockbuster wird durch dieses Laptop ermöglicht. Und wenn uns in seltenen Fällen ein Spiel in die Quere kam, welches sich nicht bei höchster Auflösung spielen ließ, musste man eben von 1920×1080 Pixel (Full-HD) auf 1280×720 Pixel (HD Ready) herunter. Dank des non-glare FHD-Panels, welches nach Jahren endlich gegen die sonst glänzende Variante getauscht wurde, macht das Gamen selbst bei Sonneneinstrahlung noch immer Spass.

Fazit

Wer ein wenig Geld übrig hat, gerne spielt, auf Touch und Windows 8 verzichten kann und eine starke Hardware möchte: Schaut euch das Alienware 14 oder einen seiner „Brüder“ an. Der Preis wird zwar höher ausfallen als bei den meisten Alternativen, doch das Spielerlebnis überzeugt auf der ganzen Linie. Der Sound des Alienware 14 ist zum Spielen hervorragend. Bei Filmen oder Musik bemerkt man aber eher minderwertige Höhen und Bässe. Ratsam ist daher die Lautstärke nie voll aufzudrehen oder lieber zum Kopfhörer zu greifen. Zum Schluss ein Nachteil: Dell bietet nur ein Jahr Garantie. Dafür wird das Gerät dann aber auch bei euch vor der Tür abgeholt.

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  1. Etwas gibt es noch zu eurem Fazit anzumerken:

    Bei Alienware- Geräten hat man natürlich auch ZWEI Jahre Garantie. Zusätzlich hat man im ersten Jahr den sogenannten „Vor Ort Service“, bei dem mögliche (unverschuldete) Hardwaredefekte kostenfrei bei dir zu Hause beseitigt werden.

    Bis dann, RENÈ!

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