Kann eine japanische KI den schwersten Test des Landes knacken?

LightsofIdeas_SaadFaruque

Eine Aufgabe, so schwer, dass sie für den Rest der Welt inspirierend wirke. Das wünschte sich der Direktor an Japans Nationalem Institut für Informatik von seinen Wissenschaftlern. Herausgekommen ist das Vorhaben, einen Roboter zu bauen, der die schwerste Aufnahmeprüfung des Landes bestehen kann.

Der sogenannte „Todai-Test“, den Studenten vor der Aufnahme an der Universität von Tokio bestehen müssen, ist für seine Schwierigkeit berüchtigt. Bevor der „Todai Robot“ sich an diese Hürde wagt, soll er aber erstmal für einen leichteren Test büffeln.

Das Team hofft, die KI bis 2016 auf das Niveau des „National Center Tests“ zu bringen, in welchem Multiple-Choice-Fragen über Physik, Geschichte und Mathe gestellt werden. Für den Todai Test haben die Wissenschaftler als Richtlinie das Jahr 2021 festgesetzt, auch wenn sie im Moment noch keine Ahnung haben, wie die Maschine die Prüfung bestehen soll. Im Todai geht es nämlich unter anderem um das Verfassen von Essays zu einem gestellten Thema, und über die auf Informationen basierende Textgenerierung existieren momentan nur wenige Forschungen.

Dafür kann die KI schummeln – ihre guten Noten in Geschichte beispielsweise bezieht sie aus dem Durchforsten einer Datenbank, in die Informationen aus Wikipedia und Geschichtsbüchern gespeist wurden. Auch mit dieser Enzyklopädie im Rücken hat der Computer aber Probleme, die im Test gestellten Fragen korrekt auszuwerten und in eine sinnvolle Antwort zu übersetzen.

[Todai Robot], via [Spectrum IEEE]

(Bild: Lights of Ideas / Saad Faruque @ flickr.com)

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