Facebook will die ganze Welt ins Internet bringen

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Lächelnde Kinder in Afrika, fleißige Schüler in Indien und tanzende Männer in Südamerika, das ganze unterlegt mit einer Rede von John F. Kennedy: Mit diesem kitschigen Video verkündet Facebook eine neue Initiative, die sich für weltweiten Internetzugang einsetzen will.

Zwei Drittel der Menschheit, so die Botschaft des Videos, hätten keinen Zugang zum Internet. Um dies zu ändern, schlossen jetzt sich Facebook, Samsung, Nokia, Qualcoom und Ericsson zur Initiative internet.org zusammen. Ihr Ziel: weltweiter Internetzugang zu einem günstigen Preis.

Die New York Times schreibt über die Pläne der Initiative:

Die unmittelbaren Ziele der neuen Koalition sind es, die Kosten von mobilem Internetzugang in den nächsten fünf bis zehn Jahren auf 1 Prozent des heutigen Niveaus zu senken, indem Netzwerke und Handy-Software effizienter gemacht werden. Die Gruppe hofft außerdem, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, die es Telekommunikationsanbietern ermöglichen würden, einfache Dienste wie Email, Suchmaschinen und Soziale Netzwerke kostenlos oder gegen nur geringes Entgelt zur Verfügung zu stellen.

Auch Google arbeitet an einem Projekt, um weltweiten Internetzugang zu schaffen. Das Projekt Loon will globales Wifi mittels Ballons zur Verfügung stellen. Ob die Teile der Weltbevölkerung, die keinen Zugang zum World Wide Web haben, andere Dinge wie sauberes Trinkwasser oder medizinische Versorgung nicht vielleicht dringender brauchen, sei hier jedoch einmal dahingestellt.

[via gizmodo.com]

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  1. Facebook und Google tun dies mit Sicherheit nicht bloß aus Altruismus und Liebe zu den Menschen. Auch der letzte Mensch im verborgensten Winkel der Welt soll sich bei denen registrieren und deren Angebote nutzen.

    Trotzdem stehe ich dieser Entwicklung eher positiv gegenüber, denn dass das Internet die Menschen grundsätzlich miteinender verbindet, ist schon einmal richtig. Da werden Grenzen und Barrieren gesprengt und die Welt rückt ein wenig näher zusammen, so dass sich jeder mit jedem austauscht. Daran sollten ruhig alle teilhaben dürfen und sich mit einbringen können.
    Zensur wie in China kann die offene Webkommunikation nicht dauerhaft eindämmen und auch in einem so isolierten Land wie Nordkorea wird sich das Internet nicht ewig lang aussperren lassen. Irgendwann kommt der Augenblick, wo wir tatsächlich alle dauerhaft miteinander vernetzt sind – und dann werden offene Meinungen und kritische Äußerungen jedes Tabu und alle noch so starren kulturellen gefängnismauern bröckeln lassen.

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