Kampagne erfolglos – Was wird nun aus dem Ubuntu Edge?

Ubuntu Edge, via canonical

19.190.094 Dollar. So viel Geld fehlte Canonical zum erfolgreichen Abschluss seiner Indiegogo-Kampagne, um das Ubuntu Edge finanzieren zu können. Am Ende hat es für gerade einmal 40 Prozent der erhofften 32 Millionen Dollar gereicht, was sich schon länger abzeichnete. Was wird nun aus dem Smartphone?

32.000.000 Dollar – diese Rekordsumme wollte Canonical auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo sammeln, um sein eigenes Smartphone, das Ubuntu Edge, produzieren zu können. Nachdem es in den ersten Tagen sehr vielversprechend aussah und schnell die ersten paar Millionen eingegangen waren, ebbte die Euphorie ebenso schnell ab. Später nur noch schleppend kletterte das Spendenbarometer der Summe entgegen, die zum Abschluss des Aufrufs in der Nacht zum Donnerstag erreicht wurde: 12.809.906 Dollar. Angesichts eines solchen Betrags kann man aber keinesfalls von einem Totalausfall reden. Im Gegenteil: Sie zeigt, welches Interesse an dem Smartphone herrscht.

Backer der Kampagne werden enttäuscht sein, dass sie ihr Ubuntu Smartphone, welches sich sowohl als Smartphone als auch als Desktop-PC verwenden ließe, indem es an einen Monitor angeschlossen wird nicht mehr bekommen werden. Als Betriebssystem läuft das eigene Ubuntu Phone in Verbindung mit Android. Aus einem Interview des WebStandard mit dem Community Manager von Ubuntu, Jono Bacon, geht hervor, das es zwar kein Ubuntu Edge geben wird, dafür aber an Ubuntu Phone weiter gearbeitet wird. Die Kampagne habe das Interesse an einer solchen Lösung eindrücklich vermittelt – und nicht zuletzt viel Aufmerksamkeit auf Ubuntu Phone gelenkt. Da die Finanzierung über Indiegogo scheiterte, “wird es zwar kein Ubuntu Edge geben, aber die restlichen Aktivitäten rund um Ubuntu Phone, die Zusammenarbeit mit den Herstellern und Netzbetreibern, gehen natürlich weiter. Ubuntu Edge war nur ein Pfeil in unserem Köcher.”

Kurzum: Das Ubuntu Edge ist tot. Für das mobile Betriebssystem Ubuntu Phone geht es aber durchaus weiter.

[via Der Standard]

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  1. Und auch dieser Artikel hat den groben Fehler der wohl zu schlecht kommuniziert wurde: ES GING NICHT UM EINE ERSTE AUFLAGE. Das EDGE wäre exklusiv für die Kampagnen-unterstützer!

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