Verkehr der Zukunft: Japan testet 500 km/h schnelle Magnetschwebebahn

japan_schwebebahn

Die Infrastruktur Japans gehört zu den besten der Welt, vor allem was den Zugverkehr anbelangt. Aber damit gibt sich das Land der schnellen Züge noch lange nicht zufrieden. Derzeit testet die japanische Central Japan Railway Co. eine Magnetschwebebahn, die eine Geschwindigkeit von bis zu 500 Stundenkilometern erreicht.

Auffallend an der neuen Magnetschwebebahn ist vor allem ihr flaches, vorne zunehmend dünner werdendes Design (siehe Foto). Die Aerodynamik des Design ermöglicht dem Zug seine enormen Geschwindigkeiten. In der Theorie könnte die Magnetschwebebahn die Strecke von Tokyo nach Nagoya binnen 40 Minuten zurücklegen – Japans aktuelle Hochgeschwindigkeitszüge benötigen für die 286 Kilometer weite Distanz aktuell rund 1,5 Stunden.

Die Teststrecke misst derzeit lediglich einen Bruchteil davon: 42,8 Kilometer, die Japan ab April 2014 auf die knapp 300 Kilometer ausbauen will. Kostenpunkt: Rund 52 Milliarden US-Dollar. Bis 2015 soll die Flotte außerdem auf insgesamt 12 Wagons erweitert werden.

Bis die Magnetschwebebahn zum öffentlichen Einsatz kommt, dauert es aber noch einige Jahre. Erst 2027 soll der 500 km/h schnelle Zug japanische Großstädte miteinander verbinden und zum internationalen Standard werden – hoffen der Chef der Central Japan Railway Co. und der japanische Verkehrsminister.

[JDP via Technabob]

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  1. Und wir bekommen es nicht mal auf die Reihe im die Klimaanlage in unseren Zügen zum Funktionieren zu bringen. Starke Leistung der Japaner, technologisches Armutszeugnis für die tolle Nation der Dichter und Denker.

  2. “Wir” also eigentlich Ingenieure aus Deutschland (und nicht du und ich) hatten bereits 1991 eine Magnetschwebebahn fertig entwickelt die maximal 550km/h erreichen kann. Der Rest ist reine Geldsache und ob es hier eine “starke Leistung” der Japaner ist bei einer Verschuldung von über 200% ihres Bip und wirtschaftlicher Stagnation, 52Milliarden $ für eine Magnetschwebebahn auszugeben darf diskutiert werden.

    1. Amen, dem ist nichts mehr hinzuzufügen ;-)
      Prestige-Objekte oder Bauten, gibt´s hier zum glück eher selten…….ok in letzter Zeit häufen sie sich…. Stuttgard21, Elbphilamonie oder den Berliner Airport….^^…da gehen sie hin unsere Steuermillionen…….

      Ich denke das der Sinn und Nutzen in relation der Kosten für unsere Magnetschwebebahn, dem Unternehmen die Zukunft verwehrt hat.
      Zudem hat Siemens das Knowhow ihrer Magnetbahn nach China gebracht, wo die Bahn regulär vom Flughafen nach Shanghai die 30Km fuhr, aber das Presdigeobjekt floppte, siehe—–> http://blog.zeit.de/china/2013/02/21/der-gefloppte-transrapid/

      Die Bauweise der Japaner ist in meinen Augen besser, da der Maglev hier in einem Kanal fährt, aber dem Projekt geht bestimmt auch die Puste aus, denn wie Hagru so schön schrieb…..bei einer Staatsverschuldung von 200% nach dem Tsunami völlig unverständlich……

  3. mit schienentechnik hat man heute schon durschnittsgeschwindigkeiten von 370 km/h im griff. und der französische tgv ist bis auf 1 km/h an den japanischen maglev herangekommen…..

    man muss nur nach china schauen: die einzige komerzielle transrapidstrecke wurde dort gebaut und betrieben. die fortführung von pudong über puxi und hongqiao wurde vorbereitet, die trasse freigemacht (hongqiao ist der zweite airport in shanghai). eine weiterführung ins 200 km entfernte hangzhou wurde geplant.

    gebaut wurde zwischenzeitlich das weltgrößte schnellbahnnetz gebaut, auf konventioneller basis. hongqiao ist weltgrößte drehscheibe für hochgeschwindigkeitszüge, man glaubt sich ins dritte jahrtausend versetzt.

    maglev kam zu spät und lässt sich nicht mit konventioneller technologie kombinieren.

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