Wie der Tastenwahlblock von Telefonen heute auch aussehen könnte

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Das Jahr 1960, Telefone standen vor einer großen Veränderung. Es war der Anfang vom Ende für die Drehscheibe, den Knöpfen galt die Zukunft. Entwickler standen aber vor einer wichtigen Frage: Wie ordnet man die Knöpfe an?

Bei Bell Labs testete man darum unzählige Designs auf schnelle und präzise Bedienbarkeit sowie Beliebtheit bei Testpersonen. Unter den Entwürfen waren ausgefallene Designs mit Anordnungen im Stile von Treppenstufen (II-B) oder Bowling-Pins (III-B), aber auch Layouts wie beim Taschenrechner (I-A) und viele andere, die sich an der wohlbekannten Drehscheibe orientierten.

Zwischen den Topkandidaten gab es bei den Testergebnissen zwar keine groß unterschiedlichen Ergebnisse, kaum verwunderlich ermöglichten die gewohnten, Drehscheiben-ähnlichen Entwürfe aber einen geringer schnellen Wählvorgang. Am beliebtesten war ein Layout mit zwei übereinanderliegenden horizontalen Reihen (II-A beziehungsweise VI-B).

Da die Unterschiede allerdings marginal waren, entschied man sich am Ende vor allem aus Platzgründen für die heutige Form des Tastenwahlblocks. Dieser Artikel (in Englisch) beschreibt die Testreihe. Das ebenfalls englischsprachige Video ganz unten gibt einen Überblick über die Suche nach dem Layout des Tastenwahlblocks. [Numberphile]

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    1. Gibt es auch nicht, ebenso wie II-A und VI-B. Ich würde hier eher auf verschiedene Testgruppen tippen, wo sich Stück für Stück ans Optimum getestet wurde.

    2. Der Unterschied zwischen IV-A und VI-A ist, dass IV-A einen kleinen Kreis am A hat. Das bedeutet laut Legende (unten im Bild), “SIGNIFICANTLY SHORTER KEYING TIME”, der Anschlagsweg ist also um einiges kürzer.

      1. Interessante Interpretation. Dass “significantly shorter keying TIME” bedeuten könnte, dass innerhalb der Gruppe IV die (gemessenen) Zeiten, die zur Eingabe einer Rufnummer benötigt wurden, bei Variante A deutlich kürzer waren als bei den anderen beiden Kandidaten aus dieser Gruppe, wäre nun aber vollkommen abwegig.

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