Qualcomm Toq – Diese Smartwatch machts besser

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Smartwatch, Smartwatch, Smartwatch! Jedes größere Unternehmen scheint eine der cleveren Uhren im Portfolio haben zu wollen. So auch der Handy-Chiphersteller Qualcomm der auf seiner Hausmesse Uplinq in San Diego die Toq vorstellt. Wir hatten die Gelegenheit uns die Toq bei der Präsentation etwas genauer anschauen - und tatsächlich macht sie es in einigen Bereichen besser als ihre Konkurrenz.

Mirasol Display

Samsungs Galaxy Gear wird vielleicht das meistdiskutierte Produkt der IFA. Dabei könnte die Smartwatch von Samsung in vielen Punkten noch deutlich besser sein. Qualcomm präsentierte auf seiner Hausmesse Uplinq 2013 in San Diego überraschend seine eigene Version einer Smartwatch – die Qualcomm Toq. Im Vordergrund der Smartwatch steht das Mirasol-Display. Dieses touch-sensitive Farbdisplay bleibt die gesamte Zeit an und verbraucht  – ganz ähnlich einem E-Ink-Display – lediglich bei einer Änderung der Bildinformationen Energie.

Gegenüber einem E-Ink-Display hat es jedoch den Vorteil, dass es Farbe darstellen kann und schnellere Bildwechsel beherrscht. Eine Hintergrundbeleuchtung kann auf Wunsch hinzugeschaltet werden, ist jedoch bereits bei minimaler Umgebungsbeleuchtung kaum nötig. Dies ist tatsächlich ein immenser Vorteil gegenüber LCD-Smartwatches. Wer will schon jedes Mal ein Knöpfchen auf seiner Uhr drücken müssen, nur um die Zeit abzulesen. Qualcomm CEO Paul Jakobs sprach in seiner Keynote von einer Akku-Laufzeit von drei bis fünf Tagen. Der Akku der Uhr versteckt im Clip des Armbands.

Unser Ersteindruck von Display war sehr positiv. Das Display war sehr gut lesbar. Auch die Bildwiederholungsrate ist akzeptabel und deutlich schneller als bei aktuellen E-Ink-Display. Klar, dass man auf solchen Displays mit leichten Rucklern und weniger smoothen Bewegungen leben muss. Trotzdem war es zu jedem Zeitpunkt gut lesbar und scheint wie für dein Einsatz an einer Smartwatch gemacht.

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Komplett kabelloses Laden

Als zweiten wichtigen Punkt hebt Jakobs das kabellose Laden hervor. Sowohl die Uhr selbst, als auch die zwei voneinander unabhängigen und komplett kabellosen Bluetooth-Stereo-Kopfhörer für das linke und das rechte Ohr können kabellos geladen werden. Dafür werden Uhr und Kopfhörer in eine mitgeliefert Ladestation gelegt, die gleichzeitig als Transporttasche für die Kopfhörer dient. Weniger im Vordergrund steht der recht schwache und auf einen möglichst geringen Energieverbrauch optimierte 200 MHz Cortex M3 Prozessor.

qualcomm toq3Die Qualcomm Toq dient als zusätzliches Display für das Android-Handy und ähnelt vom Funktionsumfang dem, was auch andere Smartwatches können. Es können Nachrichten und Kalendereinträge gelesen werden. Außerdem ist es möglich durch seine Musik-Bibliothek zu navigieren. Auch soll das Qualcomm-eigenen Betriebssystem auf der Toq durch Apps erweitert werden können. Derzeit funktioniert die Toq lediglich mit Android-Geräten.

Die Toq soll zwischen 300 und 350 Dollar kosten, kann ab sofort vorbestellt werden und soll vielleicht schon am 10. Oktober in den USA erhältlich sein. Wann und ob überhaupt die Toq in anderen Ländern veröffentlicht wird, ist unklar.

Toq als Showcase

Aber ist Qualcomm jetzt tatsächlich unter die Hersteller von Consumer-Produkten gegangen? Jein. In erster Linie ist die Toq für Qualcomm ein Showcase, weswegen sie auch nur „ein paar zehntausend Stück“ produzieren werden. Im Grunde winkt Qualcomm mit der Toq in Richtung all der anderen Smartwatch-Hersteller und sagt: „Hey, schaut her was wir für eine einzigartige Technik wir in der Toq verbauen! Interesse? Dann könnt ihr sehr gerne die Einzelteile bei uns kaufen.“ Qualcomm, dieser Plan könnte aufgehen.

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  1. Das sind doch alles rohrkreppierer.
    Evtl ein kurzer hype und dann ist auch schon alles schneller vorbei als es angefangen hat.

  2. Das denke ich auch. Der Markt ist (außer Apple macht seit langem mal wieder vieles richtig) vor dem Anfang.
    Die Funktionen, die Größe, die Laufzeit, die Abhängigkeit v. Telefon/Tablet sind unter den wirklich in den Alltag integrierten Arbeits- oder Freizeit noch nicht zu gebrauchen.

    Btw. wurden gestern nicht die langersehnten Galaxy Gear und Note 3 von Samsung vorgestellt?
    Kein Beitrag auf Gizmodo?!?

  3. ich finds toll. samsung hatte sowas schon mal vor jahren..war aber wohl zu früh…
    vor allem das display finde ich seeehr interessant. ich würde sie kaufen.

  4. Ich denke auch, dass Smartwatches solange die Probleme des mini-Displays, mini Prozessors und vorallem mini Akkulaufzeit nicht behoben sind, keine wirkliche Alternative sind.

    Aber Qualcomm geht hier den richtigen Weg. Ein Display, welches deutlich weniger Strom verbraucht.
    Und wenn die Uhr eine Verbindung zum Handy hat, braucht sie nicht unbedingt einen schnellen Prozessor, da rechenintensive Aufgaben vom Handy erledigt werden könnten.

    Ich rechne eh schon lange damit, dass wir bald alle nur noch ein HighTech-Computer haben und alle anderen Geräte nur noch zur Bedienung und Anzeige verwendet werden.
    Denn wenn ich im Handy einen 8 Kern 3GHz Prozessor habe, warum sollte ich dann einen starken für die Uhr, einen Starken für das Tablet, einen fürs Notebook, … und soweiter kaufen.
    Theoretisch könnten alle mit mini-Prozessoren als Terminals arbeiten, die kaum Strom benötigen.

  5. Also ich hab die Galaxy Gear. Ich kann euch sagen , das Teil ist völlig genial. Einfach geil.
    Der Trend geht eindeutig in diese Richtung.
    Was die Akkulaufzeit angeht: Na ja 2 Tage sind bei normaler Nutzung schon möglich.
    Ich kann das Teil wirklich weiter empfehlen.

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