Toq: Darum kommt die beste Smartwatch nie nach Deutschland

paul jacobs

Qualcomm CEO Paul Jacobs stellte sich auf der Uplinq 2013 in San Diego den Fragen der Journalisten. Wenig verwunderlich kreisten diese in erster Linie um die Qualcomm Smartwatch Toq. Hier erklärt er, wie die Toq entstand, warum die derzeit vielleicht beste Smartwatch wohl nie in großer Stückzahl fabriziert wird und deshalb ersteinmal nicht außerhalb der USA erhältlich sein wird.

Was ist ihrer Meinung nach an der Toq besser als an Smartwatches der Konkurrenz?

Jacobs: Wir versuchen bei Qualcomm immer die Art und Weise wie Menschen mit ihren Geräten umgehen zu verbessern. Und eine Sache hat mich schon immer an Geräten mit einem Display gestört: Die schaust auf dein Handy und das Display ist erstmal schwarz, der Nutzer ist gezwungen ein Knopf zu drücken um Inhalte auf dem Display zu sehen. Das Display der Toq ist dagegen immer an. Das erste Mal haben wir es geschafft unsere Display-Technik Mirasol für ein Produkt in größerer Stückzahl herzustellen und sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Hier gehts zu unserem Ersteindruck der Qualcomm Toq.

Warum soll die Toq nicht auf den Massenmarkt kommen?

Jacobs: Die Toq kommt auf den Massenmarkt, wir haben nur leider lediglich eine recht geringe Menge an Geräten, weswegen sie vorerst nur in den USA verkauft wird. Es war eine strategische Entscheidung unsere Komponenten verschiedenen Partnern zur Verfügung zu stellen, die dann wiederum ihrerseits großartige Produkte herstellen. Qualcomm war schon immer richtig gut darin, passende Einzelteile zur Verfügung zu stellen. Für tolle Endprodukte braucht man andere Talente.

Welche Marketing-Strategie wird Qualcomm mit der ambitionierten Toq einschlagen?

Jacobs: Klar haben wir jeden Menge Marketing-Partner, allerdings produzieren wir die Toq in einer sehr limitierten Auflagen von nur einigen zehntausend Stück. Aber wir werden einen Weg finden, mehr davon zu produzieren. Man darf jedoch nicht vergessen, dass Qualcomm kein Hersteller von Consumer-Produkten ist. Unser Ziel ist es, Partner zu finden, die unsere Technologie kaufen und damit richtig gute Geräte bauen.

Ist die Toq die erste Generation ihrer Smartwatch.

Jacobs: Nein. Was Sie hier sehen ist bereits die dritte Generation. Allerdings ist es die erste, die wir der Öffentlichkeit präsentieren. Die beiden Vorgängerversionen waren lediglich Prototypen. Eine große Herausforderung war das extrem energieeffiziente Mirasol-Display.

Warum haben Sie sich bei der Toq für Android als unterstützendes Smartphone-OS entschieden und nicht für iOS.

Jacobs: Für unser Team war es schlicht einfacher die Toq für Android zu realisieren. Wir hätten das genauso gut für iOS machen können. Es ist nicht so, als wäre uns iOS egal. Ganz im Gegenteil, iOS liegt uns sogar sehr am Herzen. Zum Beispiel haben wir gambit auf iOS entwickelt.

Welche tragbaren Gadgets wünschen Sie sich für die Zukunft?

Jacobs: Ich finde zum Beispiel Ohrsstöpel mit Spracherkennung sehr spannend. Diese könnten dem Nutzer helfen, sich an Dinge zu erinnern. Besonders faszinierend sind aber auch nichtinvasive Blutanalyse-Geräte die dich immer auf dem neuesten Stand darüber halten, was gerade in deinem Körper vorgeht. Diese könnten dem Nutzer bereits Stunden vor einem potenziellen Herzinfarkt warnen. Das wäre doch mal wirklich praktisch!

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