AR-App erkennt Gegenstände und bringt sie ins Spiel [Hands-On]

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Qualcomm hatte mit seiner Smartwatch Toq auf der Entwicklerkonferenz Uplinq in San Diego einen richtigen Kracher im Gepäck mit dem so wohl niemand gerechnet hat. Aber das war längst nicht alles. Unter anderem zeigte Qualcomm ein neues Feature seiner Augmented Reality Software Vuforia. Diese erkennt nun 3D-Objekte korrekt und baut sie sinnvoll in Games ein.

Bisher kannten wir Vuforia hauptsächlich als Tool, welches Bilder zum Beispiel in Magazinen scant und zum Leben erweckt. Doch ein neues hier auf der Uplinq 2013 vorgestelltes Feature geht nocheinmal um einiges weiter, erkennt es doch simple geometrische Formen. Wir konnten auf der mit dem System ein wenig herumspielen und waren schwer beeindruckt. Dafür wurde von Jay Wright ein Sony Xperia Tablet mit einem Primesense-Aufsatz und das Game Reign of Amira vorbereitet.

Nach den Starten des Spiels wird die rückseitige Kamera des Tablets auf einen Tisch gerichtet. Sofort fängt das Programm an die dort gefundenen 3D-Modelle zu interpretieren und zu digitalisieren. Kurz darauf erwacht der Tisch durch die Kamera betrachtet zum Leben. Um den Kleenex-Spender wuchert ein saftiger Grasteppich, die Vase wird zum felsigen Berg die Oberfläche des Tisches zum Wald. In der eigentlich leeren Mitte des Tisches stößt ein massiver Turm in die Höhe.

vufo2Diesen gilt es nun mit einem Art Tower-Defense-System gegen Angreifer zu verteidigen. Dabei werden die tatsächlich auf dem Tisch befindlichen Objekte auch physikalisch korrekt ins Spielgeschehen mit einbezogen. Zum Beispiel prallen Feuerbälle an der steinigen Oberfläche der Vase ab. Die Feuerreste rieseln in Richtung Tischoberfläche und verglimmen in dem dort gewachsenen Wald.

Die neue Vuforia-Funktion kann auch echtes Spielzeug scannen und sie so in das Spiel holen. Bei der Präsentation war das ein etwa 15 Zentimeter großer Plastikdrache der kurz nach dem „einscannen“ über das Spielfeld flog und alle Feinde röstete. Laut Wright gehört das Scannen von komplexen 3D-Objekten wie dem Drachen zu den großen Herausforderungen der Augmented-Reality-Branche.

Tatsächlich hat uns diese Vorführung sehr beeindruckt. Wir können es kaum erwarten unsere Büroschreibtische in einen mittelalterlichen Kriegsschauplatz zu verwandeln. Hoffentlich gibt es genug findige Entwickler, die aus dieser ungewöhnlichen Funktion kreative Games zaubern.

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