Steam Spiele bald ausleihbar – aber nicht so richtig?

SteamFamilySharing

Valve hat mal wieder ein neues Steam-Feature angekündigt. Mit "Family Sharing" dürft ihr bis zu zehn Geräte autorisieren, auf denen ihr eure Steambibliothek an andere Nutzer verleihen könnt. Das Konzept soll vor allem Familien ansprechen, scheint aber in seiner jetzigen Form noch nicht ganz ausgereift zu sein.

Eigentlich ist die Idee gut – wenn man das Spiel bei einem Freund oder seinem kleinen Bruder in der Bibliothek sieht, soll der einen autorisieren und man kann es starten, ohne es selbst neu kaufen zu müssen. Bei näherer Betrachtung aber erweist sich das neue Feature als wenig aufregend. Denn die Spiele werden nicht einzeln verliehen, es muss stets die gesamte Bibliothek freigegeben werden. Außerdem darf immer nur ein Nutzer darauf zugreifen. Sobald der Besitzer der geteilten Bibliothek einloggt, wird der andere nach einem freundlichen Hinweis auf den Steamshop wieder aus dem Spiel geworfen.

Natürlich ist es eine Verbesserung, dass bei mehreren Gamern in der Familie zumindest theoretisch nicht alle Spiele mehrmals gekauft werden müssen.  Trotzdem ist die Sperrung der gesamten Bibliothek kontraproduktiv. Vielleicht hätte es auch gereicht, die Sperre auf das verliehene Spiel zu beschränken und dem Verleiher freien Zugang zu seinen anderen Titeln zu gewähren. In der angekündigten Form ist das Family Sharing jedenfalls nicht mehr als eine nette Geste – und möglicherweise ein erster Schritt in Richtung von mehr DRM-Freiheit.

[Steam]

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