Internetfreiheit weltweit: Island führt, Iran bildet Schlusslicht

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In Deutschland erscheint es uns selbstverständlich, dass das Internet frei zugänglich ist. Wir surfen in sozialen Netzwerken, tauschen politische Meinungen aus und besuchen Erotikseiten weitestgehend ohne Restriktionen. Wir genießen eine Internetfreiheit, die in anderen Ländern alles andere als selbstredend ist.

Die „Global Assessment of Internet and Digital Media“-Studie der internationalen Organisation Freedom House erscheint ein Mal im Jahr. Sie zeigt auf, in welchen Ländern das Internet zu welchem Grad frei ist. Im Folgenden findet ihr zwei Übersichten, die darüber Aufschluss geben:

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Grafik 1: Vergleich der Untersuchungsergebnisse aus diesem Jahr mit denen aus 2012. In den abgebildeten Ländern reduzierte sich die Internetfreiheit auf die angegebenen Punkte (0 = hohe Freiheit, 100 = keine Freiheit).

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Grafik 2: Internationaler Vergleich der untersuchten Länder, Internetfreiheit absteigend.

[Freedom House via Gizmodo.com]

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  1. Was ist jetzt besser?
    Porno und Erotik seiten einfach frei zugänglich machen, so dass Kinder zugriff haben bis zum geht nicht mehr…
    oder
    Pornoseiten sperren, wobei man sie in diesem sinne eh nicht sperren kann. Mit DNS modi kann man das umgehen. Und das Gute daran ist, dass DNS Änderung meistens nur von Erwachsenen oder zuminest durch Jugentliche gemacht werden könnnen aber eher weniger durch 8 jährige Kinder!

    1. Vielleicht auf seine Kinder aufpassen und diese entsprechend erziehen und sensibilisieren? ;)
      Und vielleicht die möglichen Jugendschutzmaßnahmen (und ich mein jetzt nicht unbedingt die von Microsoft) anwenden?

      Es ist ja immer so viel leichter, die Verantwortung von sich zu weisen… ^^

      1. Oooch nööö. Bevor ich selber Verantwortung übernehme glaube ich doch lieber daran, dass die Regierung mit Sperrlisten tatsächlich das Wohl von Kindern im Sinn hat.

        @Dermer
        Echt, mein Gutster. So richtig den Schuß hast du nicht gehört, oder?

      2. Auf Kinder aufpassen? diese entsprechend erziehen und sensibilisieren?
        Stimmt! Sowas machen die Eltern ja normalerweise nicht… :-|

        1. Bei meiner Tochter hat das bisher ganz gut geklappt… ;)

          Und ab einem gewissen Alter die Sexualität erforschen ist ja auch ganz normal. Jeder der behauptet, er hätte das als Teenager nicht selbst gemacht, halte ich für einen Lügner. Naja, oder ewige Jungfer…

          Aber wir können ja auch mal ein anderes Szenario bauen. Viele Teenager sind ab einem gewissen Alter mehr suizidgefährdet, als die restliche Zeit in ihrem Leben, oder fangen an, sich die Haut aufzuritzen o.ä. Da könnte man doch auch einfach alle Messer oder allgemein spitzen Gegenstände verbieten. Das wär doch viel einfacher, als sich mit seinen Kindern auseinanderzusetzen. Oh, außerdem treiben viele persönliche Probleme vor allem Mädchen in die Bulimie. Ganz einfache Lösung: Lass uns doch einfach das Essen verbieten.

          Ja, ich übertreibe absichtlich, aber anders sehen die Leute einfach nicht den Standpunkt, den ich vertrete.

        2. Dein Standpunkt ist schon klar, das Problem ist aber ein anderes.
          Sexualität wird so oder so von Jugendliche selbst erforscht, aber aufgepasst: JUGENDLICHE! Kinder (ich meine ein Altersgruppe bis 12-13 jahren) sind von solchen ereignisse erstmal fernzuhalten.

          Deine Beispiele treffen außerdem nicht zu. In beiden fällen handelt es sich um psychologische oder biologische Krankheiten. Wir reden hier erstmal von un­ver­sehrten Kinder.
          Ein Kind, das psychologisch gestört ist wegen Ballerspiege wird suizidgefährdet.
          Ein Kind, das zu früh mit Porno in kontakt kam wird später geschleichtliche Probleme bekommen oder Kommt zu früh in die Puparität (Bei Mädchen, siehe England schon ab 9 jahren!)

        3. Wow… da bin ich fassungslos…

          Also ich hab als Kind, pardon JUGENDLICHER, schon Pornos gesehen und ich hab keinerlei Knacks davon getragen, außer, dass ich tatsächlich schon Sex hatte, bevor ich verheiratet war… sogar schon bevor ich Volljährig war…

          Und bei Deiner Aussage über suzidgefährdet und Ballerspiele kann ich echt nur noch den Kopf schütteln… Versteh mich auch hier nicht falsch, brutale Games gehören nicht in Kinderhände, aber nur weil ein Kind solche Games spielt, wird es weder automatisch suzidgefährdet, noch Amokläufer!

          Wenn Du vor 20 Jahren gelebt hättest, würdest Du die Schuld auf Rock ‘n’ Roll schieben (ich sag nur Judas Priest – völlig albern!) und wenn Du vor 40 Jahren gelebt hättest würdest Du die Schuld auf böse Pen & Paper Rollenspiele schieben (die wurden damals wirklich von wütenden Mobs verbrannt, weil es angeblich Teufelswerk sei).

          Die Eltern machen es sich da erstmal leicht und schieben bei einem “Misverhalten” ihrer Sprösslinge jegliche Schuld von sich und suchen nach einem anderen Schuldigen. “Mein Kind hat Metal gehört? Dann MUSS es natürlich DAS sein – kann ja gar nicht anders sein”. Also muss natürlich zum Schutz der Kinder jeglicher Metal verboten werden.

          Aber genau das ist es, was Du möchtest. Pauschal mal jeglichen Porn im Internet zensieren. Weil die Eltern ihrer Aufsichtspflicht nicht nachkommen.
          WESHALB die Eltern ihrer Aufsichtspflicht nicht nachkommen ist wieder ein ganz anderes Thema. Das ist ja mitunter schon gesellschaftlich bedingt, aber steht hier nicht zur Diskussion.

          Mal ne Frage, Du hast keine Kinder, oder? Hört sich für mich zumindest nicht danach an.

        4. Viel interessanter ist die Frage warum dein Kind Spaß am virtuellen töten hat.

          Wenn die Psyche deines Kindes Ballerspiele und Pornos nicht verkraftet sagt das mehr über dich und die Werte die bei dir vermittelt werden aus als über die Gesellschaft. Alles was falsch läuft schiebst du auf die Gesellschaft, doch wenn dein Kind ein Nobelpreis bekommt und du interviewst wirst verlierst du kein Wort über die Gesellschaft. Du bist ein Schaf, du solltest überhaupt keine Kinder erziehen dürfen. Dein Kind rebelliert zwangsläufig gegen deine dumme bevormundende Erziehung.

          Gewöhne dich am besten jetzt schon mal daran, dass dein Kind (weil es mit dem Internet aufwächst) noch bevor es Volljährig ist mehr vom Leben versteht als du es jemals tun wirst.

        5. Naja ich diskutiere eh mit einer völlig korrupten Denkweise. Das ist mir nur jetzt klar, wo du anfängst deine geschichte zu erzählen.
          Weil:
          Du hast überhaupt nichts dagegen, dass dein Kind mit Pornos aufwächst. Du bekommst nichtmal ein schlechtes Gewissen nehm ich mal an.
          Ich dagegen vertrete genau das gegenteil.

          Darum können wir uns an der Stelle eh nicht einigen. Nur weil du Pornos angeschaut hast, sollte dein Kind es nicht.

          Übrigens behaupte ich nicht, dass Ballerspiele zur Selbstmordattentate führen. Ich sage nur, dass sie potenzielle gefahren sind. Damit erübrigen sich deine Beispiele erneut.

        6. Du liest auch nur das was Du lesen willst, oder? Und eine korrupte Denkweise habe ich also, na gut, dann muss das wohl so sein…

          Alles was ich sage, ist dass es ganz normal ist, in einem gewissen Alter seine Sexualität zu erforschen (da gibt es sogar Bücher darüber, solltest mal eins lesen). Früher haben wir verstohlen in Sex-Heftchen geschaut, die bei der Altpapiersammlung weggeworfen wurden und wir aus den Containern gefischt haben. Heute läuft das nunmal ein wenig anders und es gibt andere Wege.
          Und hier komme ich zum Einsatz. Mir ist völlig klar, dass ich keine Gewalt darüber habe, was meine Tochter bei ihren Freundinnen anstellt, aber auf ihrem eigenen Computer weiß sie sehr genau, dass der Papa seine Finger drin hat. Da spiel ich auch mit ganz offenen Karten. Sobald meine Tochter ihren Rechner einschaltet, geht bei mir ein Popup Fenster auf (okay, ich hab hier einen Vorteil, weil ich beruflich vor dem PC sitze). Ich kann ohne weiteres überprüfen, was sie macht oder gemacht hat und das WEISS sie. Sie weiß aber auch, dass ich das eigentlich nicht mache, da ich ihr vertraue, aber ein kleiner Restzweifel bleibt dennoch bei ihr.

          Aber das ist meine Aufgabe als Elternteil und nicht die des Staates! Deine “Wir müssen jeglichen Porn aus dem Internet verbannen!” These ist einfach nicht ernst zu nehmen. Die Verantwortung liegt bei den Eltern und ein “lass den Staat die Bürger zensieren” trägt rein gar nichts dazu bei.

          Es gibt einfach anzuwendende Möglichkeiten sein Kind vor “Gewalt von außen” zu schützen. Diese Schutzmaßnahmen können nie 100% sicher sein, aber man muss seinem Kind auch ein wenig Spielraum für seinen eigenen Weg geben. Wie soll ich z.B. mein Kind auf dem Weg zum Gymnasium schützen? Das kann ich nie hundertprozentig, aber es ist auch wichtig sein Kind nicht ständig zu bevormunden und in seiner eigenen Entwicklung einzuschränken.

          Und Dein”Nur weil du Pornos angeschaut hast, sollte dein Kind es nicht.” ist ja genau das, das ich die ganze Zeit sage. Du willst die Kinder schützen. Wieso dann bei Pornos aufhören? Wie gefährlich sind Action-Filme ab 18? Alle vebieten. Filme ab 16? Alle verbieten. Es sind ja potenzielle Gefahren! Kennst Du Myth Busters? Verbieten! Was die da zeigen ist stellenweise lebensgefährlich! Und hast Du in letzter Zeit mal Nachrichten geschaut? Hmm, da haben wir jetzt ein Problem. Zum einen sind da die Nachrichten und das Elend und die Gewalt in der Welt, vor dem ich mein Kind schützen möchte und auf der anderen Seite ist da der Gemeinschaftskundeunterricht. Hmm, den muss man dann wohl auch abschaffen, denn darin wird man ja (zumindest in BaWü) dazu angehalten Nachrichten zu schauen.

          Ich habe NIE gesagt, mein Kind SOLL Pornos anschauen – was Du mir frecherweise unterstellst. Ich habe gesagt, dass es der falsche Weg ist, etwas komplett zu zensieren unter dem falschen Deckmantel des Schutzes der Kinder. Das passiert in unserem Land sowieso schon genug.

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