Samsung Galaxy Round – Smartphone mit stark gebogenem Display

(Foto: Samsung)

Samsung hat heute offiziell das Samsung Galaxy Round vorgestellt. Es basiert auf der Hardware des Samsung Galaxy Note 3, kommt jedoch mit einem deutlich gebogenen Display. Dadurch liegt es laut Samsung besser in der Hand. Ob das gebogene Display tatsächlich einen Mehrwert hat, wagen wir jedoch zu bezweifeln.

Das recht stark gebogene Display des Samsung Galaxy Round sieht soweit auf Bildern ganz spannend aus. Wirklich zu ersten Mal hat Samsung das Display jedoch nicht gebogen, man erinnere sich nur an das Samsung Galaxy S und Samsung Galaxy Nexus. Im Samsung Galaxy Round verläuft die Wölbung jedoch nicht wie bei den mittlerweile schon in die Jahre gekommenen Nexus-Modellen von oben nach unten, sondern von links nach rechts. Auch ist sie scheinbar nicht mehr nur mit gutem Willen sichtbar, sondern stark ausgeprägt.

Übrigens soll das Telefonieren durch die Krümmung komfortabler sein, da sich das Galaxy Round an die Gesichtskonturen des Nutzers anschmiegt. Das leuchtet uns zumindest ein wenig ein. Laut Samsung vereinfacht die Krümmung zudem die Bedienung von Foto-, Musik- und anderen Apps. Diesen Punkt verstehen wir wiederum weniger. Da es vorerst jedoch nur in erhältlich ist, brauchen wir Europäer uns darüber nicht den Kopf zerbrechen.

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Die technischen Daten des Galaxy Round entsprechen größtenteils denen des Galaxy Note 3. Es besitzt ein 5,7-Zoll-Super-AMOLED-Display mit einer Full-HD-Auflösung von 1920 mal 1080 Pixel. Unter der Haube werkelt der Quad-Core-Prozessor Snapdragon 800 von Qualcomm mit einer Taktrate von 2,3 GHz. Der Arbeitsspeicher ist 3 GByte groß. Die rückseitige Kamera löst mit 13 Megapixeln auf. Der Akku fällt mit 2800 statt 3200 mAh aber etwas kleiner aus als beim Galaxy Note 3, was der gebogenen Form geschuldet sein dürfte. Als Betriebssystem dient das aktuelle Android 4.3 Jelly Bean.

In Sachen Kommunikation bietet das Round vermutlich dieselbe Ausstattung wie das Note 3. Es wird LTE, UMTS samt Datenturbo HSPA+ (Download: 42 MBit/s), WLAN 802.11 a/b/g/n/ac, GPS, Glonass, NFC und Bluetooth 4.0 (LE) unterstützten sowie eine Infrarot-Leuchte sowie MHL 2.0. Das Galaxy Round ist 7,9 Millimeter dick und wiegt 154 Gramm. Damit ist es etwas dünner und leichter als das Samsung-Phablet (8,3 Millimeter, 168 Gramm). Wie das Galaxy Note 3 kommt es mit einer wie Leder aussehenden Plastik-Rückseite, die etwas griffiger als beim Galaxy S4.

Zu den neuen Features des Galaxy Round zählt sich der sogenannte Roll-Effekt, durch den sich Informationen wie Datum, Uhrzeit, verpasste Anrufe und Akkustand abrufen lassen, wenn der Homescreen ausgeschaltet ist. Vergleichbar ist dies mit Nokias Glance Screen. Folgendes Video verdeutlicht die Funktionsweise des Features.

Der Gravitationseffekt erlaubt zudem eine visuelle Interaktion mit dem Bildschirm durch Kippen des Gerätes. Ist das Display des Galaxy Round deaktiviert und der Musikplayer läuft, genügt beispielsweise ein kurzer Druck auf die linke Hälfte des Smartphones, um den vorherigen Titel abzuspielen. Ein Antippen der rechten Seite spielt dann den nächsten Titel ab. Bei Fotos und Videos soll das Feature Side Mirror (Außenspiegel) die Bedienung vereinfachen. Durch das Kippen des Galaxy Round nach links und rechts greifen Nutzer dann beispielsweise auf die Inhalte eines Albums zu.

Samsung bietet das Galaxy Round zunächst nur in seinem Heimatmarkt Südkorea in der Farbvariante “Luxury Brown” an. Der Preis soll rund eine Million Won betragen, was umgerechnet knapp 690 Euro entspricht. Ob und wann das Gerät auch in anderen Ländern erhältlich sein wird, steht noch nicht fest.

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[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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  1. Und wenn Samsung seinen Nutzern etwas vorenthält (ein ganzes Smartphone z.B.), dann ist das vollkommen in Ordnung. Naja, bloß nicht mal versehentlich gegen eine Tischkante lehnen ;-) Knack, undso…

  2. Ich begrüße die Wölbung. “ein kurzer Druck auf die linke Hälfte des Smartphones” hört sich nach einer interessanten Methode an zum Nächsten Lied in einem Musikapp zu wechseln während das Telefon auf dem Tisch liegt und ich vermute, dass es sich in der Hosentasche dem Bein ein bisschen anpasst.

    Wenn ich mit dem Note 3 Liebäugeln würde, würde ich bestimmt lieber das Round wählen, wenn es verfügbar wäre.

  3. Bei „nur“ 5,7 Zoll Display, dürfte der optischer Vorteil von gebogenen Displays, nur begrenzt Vorteile bringen, im Vergleich zu Monitoren / TV ab 60 Zoll auf IFA 2013. (Man müsste auch 5,7 Zoll live testen können).
    >
    Aber sehr großen Nutzen hat die Display- Flexibilität, von gebogenen Displays in Smartphones,
    weil die mechanische Unempfindlichkeit um das Vielfache erhöht wird !
    Das bedeutet, praktisch KEINE (kaum) defekten Displays bei Stürzen, oder bei mechanischen Belastungen, die z.B. bei tragen in engen Jeans- Taschen entstehen.
    Das bedeutet auch keine (kaum) hohe Kosten für Ersatzteil- Displays und Reparaturen ! BRAVO !
    Der Vorteil kommt besonders bei Smartphones mit großen Display, die bedingt durch größere Masse und Fläche empfindlicher gegen mechanische Belastungen sind,
    als Mini- Displays z.B. mit nur 3,5 oder 4 Zoll !
    >
    Und das ist echte Innovation, mit verbraucherfreundlichen Kostenvorteilen für den Nutzer !

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    1. @SELL
      Stimmt, wie auch Frontscheiben an Autos keine Sprünge/Risse aufgrund von Spannungen mehr aufweisen, seit sie gebogen sind und runde Flaschen quasi alle Stürze schadlos überstehen ;-)

    2. Meinst du mit verbraucherfreundlichen Kostenvorteil auch den neuen Regionlock? Während der iPhone User neben dir im Urlaub eine billige Prepaid SIM einsetzt kannst du dann für teure Roaminggebühren telefonieren. Das ist wirklich eine tolle Innovation :D

      1. SIM-Lock ist nicht vergleichbar mit Region-Lock. Da der Netzbetreiber einem das gerät vergünstigt zur Verfügung stellt, erhebt er den Anspruch, dass man auch seine Dienste für eine gewisse Dauer nutzt. Absolut legitimes Verhalten, welches man auch anderer Stelle wiederfinden kann. Zum Beispiel finanziert ein Arbeitgeber seinen Mitarbeitern Fortbildungen, sofern sie dem Unternehmen für eine gewisse Mindestdauer treu bleiben. Wollen sie jedoch vorher den Arbeitgeber wechseln, müssen sie eben ganz oder teilweise die Kosten übernehmen.
        SIM-Lock nutzt also dem Netzbetreiber und Region-Lock nutzt nun wem? Nebenbei bemerkt: Im Nachhinein ist es aus meiner Sicht unrechtmäßig Geräte im Funktionsumfang einzuschränken. Aber das Thema ist ein Anderes…

  4. schlimm was hier für unqualifizierte antoworten gegeben werden, schlimmer noch sie kommen teilweise von apple fanboys (will keinen direkt ansprechen)
    OLED ist die technologie der Zukunft. Da kommt keiner drumrum. Spätestens wenn Apple mitzieht bei OLED (was sie ja vorhaben, ansonsten würden sie keine OLED Spezialisten suchen) dann ist die Technik eine innovation in den Augen der Leute.

    Einzig Shell hat erkannt was diese Technologie bringt.
    @Nedann…ich kenne kein Auto welches eine Gorilla Glass frontscheibe hat und aus OLED besteht….du etwa?
    ist schon ineteressant ein Auto mit einem Smartphone zu vergleichen…was kommt bloss als nächstes.

    Außerdem ist dies ja erstmal ein kleiner schritt nach vorne….jede Technik muss erstmal in kleinen schritten aufgebaut werden und wird auch durch so etwas Finanziert.

    manche leute hier…kann man echt nicht zuhören. und in 3-4 Jahren rennt jeder mit nem Flexiblen Display rum…weil man es ja Rollen kann bzw. Falten…da denkt dann keiner wo die Technik herkommt…

    1. “OLED ist die technologie der Zukunft. Da kommt keiner drumrum.”
      Sagt wer? Du? Mal ehrlich, wenn OLED so super ist, warum nutzt es dann nicht jeder? Alleine schon die Farben sind im Vergleich zum LCD ein himmelweiter Unterschied. Und die Technik wird auch immer weiterentwickelt. Wenn OLED die Zukunft wäre, würde sich keiner mehr um die Entwicklung von LCD Displays kümmern. Also kann an deiner Aussage ja irgendetwas nicht stimmen.

      1. Wenn Apple nachzieht, bist du bestimmt wieder ganz vorne dabei und schreist ‘Innovation!!’ (Stichwort Plastikbomber). Und ganz im Ernst, gebogene oder rollbare Displays sind die Zukunft, egal ob bei TVs, Smartphones, Tapeten und co., auch wenn du es nicht wahrhaben willst. Dein Avatar spricht Bände, Tool

    2. mach dir doch keinen Stress, nach jedem Fake-Post zu schreiben, dass du das nicht warst. Wende dich an den Admin oder nimm einfach nen anderen Account :)

  5. ios7 ist der beste beweis dafür, dass das iPhone bzw. iPad kein OLED display bekommen werden. OLED displays haben ihre klaren nachteile beim darstellen von weiss, welches bei apple neuem iOS sehe dominant ist!

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