Warum ich dank Marissa Mayer Flickr wieder liebe

flickr love

Flickr hat seiner iOS-App für iOS 7 ein Update spendiert. Unter anderem ist nun ein automatischer Upload der geschossenen Bilder in voller Qualität möglich. Für mich ein guter Anlass zu erklären, warum ich nach vielen Jahren der Abstinenz wieder ein feuriger Flickr-User geworden bin und jedem empfehle, die Foto-Community mal auszuprobieren.

Die Foto-Sharing-Community Flickr hat in den letzten Jahren viele Aufs und Abs erlebt. Gerade als Cloud-Speicher noch teuer war erlebte Flickr seine Blütezeit. Auch ich war damals ein eifriger Nutzer von Flickr – weniger wegen seiner Community-Funktion, sondern in erster Linie, um meine Bilder in voller Qualität (bis zu 50 MByte pro Bild) und ohne Speicherlimit online speichern zu können. Schließlich wollte ich nicht alle meine digitalen Erinnerungen verlieren, sollte meine Festplatte mal den Geist aufgeben.

Allerdings kostete Flickr damals noch einen gewissen Jahresbeitrag, denn ich im Laufe der Zeit nicht mehr bereit war zu zahlen. Schließlich boten immer mehr Dienste gegen 2010 kostenlosen Online-Speicher für Bilder, Videos und was auch immer man speichern wollte an. Auch verpasste es Flickr, den immer wichtiger werdenden Smartphones die gebührende Aufmerksamkeit zu widmen. Also wendete ich leicht wehmütig Flickr den Rücken zu. Auf meine bis dahin auf Flickr gespeicherten Bilder hatte ich keinen Zugriff mehr. Allerdings versprach mir Flickr, dass ich sofort wieder alle Bilder hätte, sobald ich wieder eine Pro-Account beantrage. Über die Jahre vergaß ich Flickr schlicht.

Flickrs nette 404 Error Page. (flickr)

Bis Marissa Mayer zu Yahoo kam. Die neue Chefin erkannte das verschenkte Potenzial in Flickr und setzte es sich zum Ziel, den sinkenden Mitgliederzahlen entgegenzuwirken. Als meiner Meinung nach wichtigsten Schritt machte sie im Mai 2013 Flickr komplett kostenlos, strich den Pro-Account ersatzlos. Seitdem steht jedem Nutzer 1 TByte Speicher zur Verfügung, ein Foto darf sogar bis zu 200 Mbyte groß sein. Das sollte eigentlich jedem reichen. Wer jetzt immer noch unbedingt zahlen will, kann die Werbung abschalten.

Schöner Nebeneffekt für mich: Seit der Umstellung sind alle meine anno 2008/2009 hochgeladenen Fotos wieder verfügbar. Auch das Layout hat sich seitdem verschlankt. Zusätzlich wurden die Sharing-Funktionen direkt vom Smartphone deutlich verbessert. Klar, 2008 knipsten wir noch mit Vorliebe mit unseren Digi-Cams, heute werden diese zunehmend von Smartphones verdrängt.

Flickt geht dabei richtig tief in viele Systeme. So kann zum Beispiel direkt aus der iPhone-Foto-App das geschossene Bild auf Flickr geladen werden, bei Android ist das ohnehin kein Problem. Ich für meinen Teil habe in den letzten Wochen Flickr wieder lieben gelernt und kann jedem empfehlen, der Foto-Community eine erste oder zweite Chance zu geben. Noch dazu weil es so ausschaut, als werden wir in Zukunft noch einige Verbesserungen an der ohnehin schon guten Community sehen. Danke, Marissa!

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    1. Ja das stimmt. Mit Matthias Sternkopf hat die Qualität hier ordentlich zugenommen. Bei Flickr gefällt mir nur eins nicht, dass die Leute ihre Fotos nicht aussortieren. Ich wollte zum Beispiel ein paar Fotos von unserer Stadt suchen und krieg dann erstmal hundert Fotos von jemanden, der das Fußballspiel hier auf dem Bolzplatz fotografiert hat. Danach kommen tausend Katzen und Hundefotos bis man endlich findet was man sucht. Da gefallen mir 500px oder fotocommunity besser. Flickr verwende ich allerdings um mir die Einstellungen der Kameras anzuzeigen. Wenn man mal etwas ausprobieren möchte, kann man da gut nach Fotos suchen die ähnlich sind und sieht die ganzen Exif Einstellungen, welche Kamera und welches Objektiv verwendet wurde. Das ist manchmal sehr hilfreich.

  1. Was für ein sinnlos unnützer Artikel über einen weiteren Dienst der Privatssphäre für kostenlosen Speicherplatz anbietet. Auch wenn die iOS app jetzt ALLE Bilder die du mit dem iPhone machst ins Internet auf Yahoo Server in USA schiebt macht sie nichts anders als Dropbox, GoogleDrive, Google+, Facebook, Instagram, Skydrive, …. bereits haben. Ein wirkliches Community feeling entsteht bei Flickr, wenn man nicht bereits Jahre langer Yahoo Nutzer ist, nicht. Darstellung, der Bilder lässt zu wünschen bieten. Andere Dienste (siehe zuvor erwähnt) sind besser.
    Meine Bilder bleiben auf meinem Rechner, meiner externen Festplatte und sonst haben die nix auf Servern von Yahoo zu suchen. Trotz eines kleinen Flickr updates.

  2. Auch mir ist meine Privatsphäre viel wichtiger als (wozu ist dieser Dienst doch gleich?) Unternehmen/Geheimdienste an meinem Leben teilnehmen zu lassen. Ohne mich.

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