US Army investiert in 4D-Druck

4ddruck

Das amerikanische Army Research Office investiert etwa 630.000 Euro in drei Forscherteams, die sich alle mit sogenanntem 4D-Druck beschäftigen. Was für Militärstandards ein eher geringer Betrag ist, könnte auf eine künftig wichtige Technologie hinweisen. Mit 4D-Druck sollen Objekte entstehen, die sich über die Zeit hinweg verändern oder selbst zusammenbauen.

Der Grund für das Interesse der amerikanischen Armee an der Technologie liegt wohl in den bisherigen Versuchen begründet, den 3D-Druck für die Fertigung von Munition und Drohnen auf ihren Flugzeugträgern zu nutzen. Noch ungeklärt ist hier, wie die Zusammensetzung der gedruckten Einzelteile erfolgen soll. Durch Menschenhand wäre das Ganze äußerst zeitaufwändig und teuer – sich selbst zusammenbauende Einzelteile könnten damit die Lösung sein.

Der Zusammenbau ist aber erst der Anfang. Materialien für 4D-Drucke könnten auch auf bestimmte Bedingungen oder Befehle reagieren, so die Harvard Professorin Jennifer Lewis: Wenn man Materialen verwendet, die Eigenschaften oder mehrfach ihre Form ändern können, müsste man nicht für einen bestimmten, einmaligen Einsatz produzieren. Anna C. Balazs von der University of Pittsburgh ergänzte hierzu: Statt der Produktion statischen Materials oder solchem, das nur einfach seine Form ändert, schlagen wir die Entwicklung adaptiver, biomimetischer Verbundstoffe vor, mit denen Form, Eigenschaften oder Funktionalität je nach Bedarf und auf Befehl durch externe Stimuli verändert werden.

Die möglichen Einsatzzwecke wären vielfältig. Soldaten könnten wandlungsfähige Tarnanzüge tragen, Teile in Fahrzeugen sich dem Untergrund anpassen, bestimmte Materialien in Brücken und Straßen bei Rissen für eine selbstständige Reparatur sorgen. Ein anderer interessanter Einsatzzweck wurde durch die Arbeit Skylar Tibbits offengelegt. Ihm gelang es, Materialien zu erzeugen, die sich bei Berührung mit Wasser verändern (siehe Titelbild). Irgendwann in der Zukunft könnten damit flache und leicht verstaubare Unterkünfte produziert werden, die sich bei Regen selbst aufbauen. Für mehr Infos über 4D-Druck kann man sich hier einen TED Talk von Tibbits ansehen. [University of Pittsburgh via Core77]

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  1. Zum Glück arbeitet das US-Militär daran; die sind ja für ihre Rationalität, Professionalität, ihren Menschenverstand, ihr Interesse am globalen Gemeinwohl und ihr Urteilvermögen in der ganzen Welt bekannt und beliebt und können dann nocht effizienter für „Sicherheit“ sorgen. Wann kommen endlich die Außerirdischen um mal in den USA für „Sicherheit“ zu sorgen…

  2. Ne frage der Mensch kann meines Wissens nur 3 Dimensionen wahrnehmen breite,länge,tiefe oder? Also was ist dann die 4 Dimension. Wie will ein Drucker in 4 Dimensionen drucken wo der Mensch momentan nur 3 wahrnehmen kann?

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