Exklusiv: Bose SoundTouch im Hands-On

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Bose macht sich den wachsenden Musikmarkt zunutze. Streaming Services, Internetradio und iTunes sind nichts Neues. Vernetzte Musik auch nicht. Und trotzdem, "SoundTouch" von Bose vereint alle vorhandenen Angebote und zeigt, dass es noch besser geht.

Die ganze Welt der Musik soll von einem Gerät gesteuert werden. Wenn man sich gerade im Bad befindet, dann reicht ein Wisch am Smartphone und Mozart erklingt. In der Küche wird am Tablet gedrückt und Hardrock ertönt zum Kochen. Und wenn eine Hausparty stattfindet, dann kann über ein Gerät das komplette Haus beschallt werden.

Sechs direkt anwählbare Speicherplätze bieten Platz für die Lieblingsmusik

Möglich machen das die drei Kompakt-Lautsprecher der neuen SoundTouch-Serie. SoundTouch 30 wurde für große Zimmer konzipiert, SoundTouch 20 für kleinere Räume und SoundTouch Portable für alles andere. Damit sie von Smartphone und Tablet bedient werden können, müssen sie immer mit einem WLAN vernetzt sein.

“Die Lieblingsmusik sollte in jedem Raum sein. Nichts sollte zwischen dir und der Musik stehen!”

So funktioniert es

SoundTouch benötigt grundsätzlich einen Rechner auf den es zurückgreifen kann. Von dort aus holt es sich Musikdateien, Internetradio und die Daten von Streaming Services. Aktuell ist nur Pandora für den US-Markt verfügbar, doch bald sollen auch Spotify und Deezer hinzukommen. Mit einem Tablet oder Smartphone lassen sich die Lautsprecher fernsteuern. Unterstützt werden iOS, Mac OS, Android und Windows via der kostenfreien SoundTouch App. Bei iOS wird AirPlay unterstützt. Windows Phone wird nicht unterstützt.

"Wenn der Rechner mit auf der Arbeit ist, dann steht die Freundin ohne Musik zu Hause da."

“Wenn der Rechner mit auf der Arbeit ist, dann steht die Freundin ohne Musik zu Hause da.”

Die SoundTouch App

Die Applikation stellt ein Verzeichnis dar, mit dem man auf die eigene Musik, Internetradio und Streaming Services zurückgreifen kann. Der Zugriff wird über ein kostenloses Konto bei Bose eingerichtet. Zusätzlich legt Bose besonders Wert auf sechs frei wählbare Favoriten, die über drag and drop angelegt werden können. So sollen Lieblingsradiosender, Interpreten oder auch nur einzelne Lieder sofort abrufbar sein. Die Sechs Speicherplätze finden sich auch in Form von sechs Buttons auf der Oberseite der drei SoundTouch Lautsprecher. Die wichtigste Funktion bei der App findet sich aber in der Möglichkeit, dass sich die verschiedenen SoundTouch-Systeme einzeln anwählen lassen oder alle gleichzeitig die Wohnung mit Musik erfüllen. So kann von einem Endgerät das ganze Haus ferngesteuert werden. Wollen Frau oder Kind(er) eine andere Musik, dann müssen sie sich nur mit ihrem eigenen Smartphone oder Tablet einloggen und die gewünschte Box anwählen.

Soundqualität und Kombinationsmöglichkeiten

SoundTouch 30 stellt das Premiumprodukt der Zwei-Wege-Systeme dar. Die größte der drei Boxen liefert einen gewohnt eindrucksvollen Bose-Sound mit ausgeglichenen Höhen und satten Bässen.

Bei 7 Zoll Tablets kann die App nur im Hochformat bedient werden.

Bei 7 Zoll Tablets kann die App nur im Hochformat bedient werden.

SoundTouch 30 kostet stolze 700 Euro und lässt sich mit Jewel-Cube-Lautsprechern und einem Acoustimass-Modul (erhältlich 2014) noch erweitern, sodass das System einen tollen Raumklang für Heimkino und Co. erzeugen kann. Wetterfeste Outdoor-Lautsprecher bringen die Musik auch in den Garten.

Die SoundTouch-Systeme unterscheiden sich in puncto Design kaum. Lediglich die Anschlussmöglichkeiten fallen beim Portable anders aus.

Die SoundTouch-Systeme unterscheiden sich in puncto Design kaum. Lediglich die Anschlussmöglichkeiten fallen beim Portable anders aus.

SoundTouch 20 und SoundTouch Portable nehmen sich sowohl in Preis, als auch in Qualität nicht viel. Beide Systeme wurden für kleinere Räume (Küche, Bad, Schlafzimmer) konzipiert und sind ab sofort für 400 Euro erhältlich. SoundTouch Portable besitzt lediglich noch einen Lithium-Ionen-Akku, damit man die Lautsprecher beispielsweise mit in den Garten nehmen kann. Bis zu drei Stunden sollen sie ohne externe Stromquelle auskommen. Leider bezieht sich der Name Portable aber auch nur auf einen Bereich in dem tatsächlich ein WLAN vorhanden ist und der Rechner synchronisiert wurde. Um mit dem SoundTouch Portable aber dennoch einen Tag im Freibad oder Park zu ermöglichen wurde ein Aux-Eingang integriert.

Der SoundTouch Controller liegt bei 99 Euro. Er dient als konventionelle Fernbedienung, besitzt aber zusätzlich einen kreisrunden Touchscreen.

Der SoundTouch Controller liegt bei 99 Euro. Er dient als konventionelle Fernbedienung, besitzt aber zusätzlich einen kreisrunden Touchscreen.

Mit dem Wave SoundTouch für 800 Euro ergänzt sich die Produktreihe noch um ein Modell speziell für das Schlafzimmer. Wave besitzt eine integrierte Weckfunktion und einen CD-Player. Ansonsten steht es den anderen Modellen in Bezug auf die Funktionen um nichts nach. Zusätzlich kann auch der schon etwas ältere “Bose-Fernseher” VideoWave angesteuert werden. Einziger Nachteil: Obwohl die Modellreihe schon älter ist, müsste ein neuer VideoWave gekauft werden, da die Hardware an SoundTouch angepasst werden musste. Bis auf SoundTouch wurde beim Fernseher aber nichts verbessert.

Teures Vergnügen und keine Erweiterungsmöglichkeiten für alte Geräte

Und genau hier kommen wir auch zum großen Problem der neuen SoundTouch-Serie. Bose musste die Hardware vollständig auf SoundTouch anpassen, damit das System überhaupt funktioniert. Geräte, die vor dem 11. Oktober 2013 gekauft wurden, unterstützen kein SoundTouch. Eine Erweiterung für ältere Soundsysteme wurde nicht vorgesehen. Stattdessen plant man eine Alt-gegen-Neu Umtauschaktion. Was man dann aber tatsächlich für sein Altgerät bekommt, ist noch unklar.

Fazit

Die SoundTouch-Serie bedient sich an vielen, bereits vorhandenen Services. Doch Bose schafft es hier wirklich das Musikerlebnis auf ein neues Level zu heben. Selten war die Fernsteuerung so vieler Möglichkeiten (Internetradio, Musik, Streaming Services) mit nur einem Boxensystem und einer App so leicht. Die Bedienung mit der App stellt wirklich einen Mehrwert dar, den man sich nicht mehr wegdenken möchte. Besonders interessant wird es aber natürlich erst, wenn man mehr als einen SoundTouch-Lautsprecher zu Hause hat und das ganze Haus individuell beschallen kann.

Wer also kein AppleTV in Kombination mit einem hervorragendem Soundsystem besitzt, der sollte sich einen SoundTouch 30, 20 oder Portable zulegen. Von Nachteil ist natürlich der für Bose typische hohe Preis für ein Produkt. Außerdem muss der Computer immer laufen, solange man Musik hört. Wird der Laptop etwa mit auf die Arbeit genommen sind die Boxen nutzlos. SoundTouch sollte also auf einem festen Rechner eingerichtet werden. Wer darüber aber einmal hinwegsehen kann, der wird ein tolles Klangerlebnis mit einer innovativen App erhalten. Macht euch am besten selbst ein Bild und probiert es aus. Wir in der Redaktion waren zumindest sehr von Bose SoundTouch überzeugt.

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  1. Ich zitiere mal von der bose website:

    Der AUX-Eingang ermöglicht Audioverbindungen mit anderen Quellen, wodurch das System noch vielseitiger ist.

    Über den Ethernet-Anschluss können Sie, wenn gewünscht, eine Kabelverbindung zu Ihrem Heimnetzwerk herstellen

  2. Hier noch eine erfreuliche Ergänzung:
    Die SoundTouch geräte werden laufend per Softwareupdate erweitert. Mittlerweile funktioniert auch NAS-Zugriff absolut problemlos. Jetzt muss der Rechner nicht mehr laufen – nur das NAS.
    Des Weiteren haben die SoundTouch-Geräte weitere Brüder erhalten.
    Hab mir gleich 2 zugelegt und bin zufrieden.

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