HTC One Max – Warum der Ersteindruck ernüchtert [Hands-On / Galerie]

HTC One Max

Wuchtig, teuer, suboptimal - das waren die ersten Gedanken, die uns nach der Präsentation des HTC One Max durch den Kopf schossen. Dabei ist das HTC One Max mit seinem 5,9 Zoll Display ein wirklich feines Gerät. Es hat jedoch ein großes Problem: Sein direkter Rivale Samsung Galaxy Note 3 ist ihm in fast allen Belangen überlegen.

Was für ein Brummer! Das HTC One Max macht mit mächtigen 16,4 mal 8,3 mal 1,0 Zentimeter seinem Namen alle Ehre. Damit ist das 5,9 Zoll Gerät 1,3 Zentimeter länger, 0,4 Zentimeter breiter und 0,2 Zentimeter dicker als sein 5,7 Zoll Konkurrent Samsung Galaxy Note 3. Das klingt auf dem Papier nicht viel, wirkt sich aber in der Hand und auch in der Hosentasche merklich aus. Der Größenunterschied macht sich auch im Gewicht deutlich. Das HTC One Max wiegt 217 Gramm, das Samsung Galaxy Note “nur” 168 Gramm. Das sind fast 50 Gramm Unterschied!

HTC One Max

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HTC One Max
HTC hat sein 4,7-Zoll-Flaggschiff HTC One um das 5,9-Zoll-Phablet HTC One Max ergänzt. Es kommt mit 1,7-GHz-Quad-Core-CPU, Full-HD-Display, Android 4,3 und der neuesten HTC-Oberfläche Sense 5.5 mit überarbeitetem Blinkfeed. Es ist ab Ende Oktober für 699 Euro erhältlich (Foto: CNET.de).

HTC One Max – Prozessor und Co.

Bedeutet nun mehr Masse auch mehr Power? Leider nein. Aus unerfindlichen Gründen verbaut HTC nicht das derzeitige Qualcomm Topmodell Snapdragon 800 (welcher im Note 3 zu finden ist), sondern den Snapdragon 600. Das wirkt sich sowohl auf die Performance, als auch auf die Leistungsaufnahme negativ aus. Als Grafikeinheit kommt die Adreno 320 (Note 3: Adreno 330) zum Einsatz. Dem HTC One Max stehen 2 GByte RAM (Note 3: 3 GByte) zur Seite. Intern wurden in Deutschland 16 GByte Speicher verbaut. Auch hier hat das Note 3 die Nase vorn. Das Samsung Modell gibt es wahlweise mit 32 GByte oder 64 GByte Speicher. Der Speicher beider Geräte ist per microSD-Karte erweiterbar.

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Konnektivität

Auf den ersten Blick ist das Display des HTC One Max brillant, vielleicht sogar besser als das AMOLED im Galaxy Note 3. Dieses Duell kann dann aber erst der direkte Vergleich entscheiden, wir hoffen, dass wir das HTC One Max bald in unserer Redaktion zum ausführlichen Test haben. Wie Samsungs Galaxy Note 3 unterstützt das neueste HTC-Modell neben HSPA auch LTE mit allen deutschen Frequenzbereichen (800/1800/2600 MHz), WLAN nach IEEE 802.11a/b/g/n/ac, Bluetooth 4.0 und USB 2.0 mit MHL. Des Weiteren sind NFC, DLNA, HTC Connect, eine Infrarotfernbedienungsfunktion, GPS, ein digitaler Kompass, ein Dreiachsen-Beschleunigungsmesser, ein Näherungs- und ein Umgebungslichtsensor an Bord.

Fingerabdrucksensor

Wie bereits im Vorfeld vermutet, verfügt das One Max über einen Fingerabdruckscanner auf der Rückseite. Der Scanner gibt Anwendern die Möglichkeit, den Bildschirm zu sperren oder zu entsperren. Die Position ist jedoch denkbar schlecht gewählt. Man brauch schon wirklich große Hände, um ihn halbwegs komfortabel erreichen zu können. Kommt noch hinzu, dass im Gegensatz zum Fingerabdrucksensor im iPhone 5S das Gerät zuerst angeschaltet werden muss, bevor der Sensor zum entsperren genutzt werden kann. Ziemlich umständlich. Aber gut, wenigstens ein Alleinstellungsmerkmal im direkten Vergleich mit dem Galaxy Note 3. Das One Max lässt sich auch per Stift bedienen. Der Stylus liegt aber nicht im Lieferumfang bei, ist jedoch optional erhältlich. Einen Einschub wie beim Galaxy Note 3 gibt es aber nicht. Auch hier wirkt das HTC One Max halbgar.

Kamera ohne OIS [Update: Wohl doch mit OIS!]

Wie schon beim HTC One Mini verbaut HTC auch hier wieder die UltraPixel-Kamera des HTC One, mit der Full-HD-Videoaufnahmen möglich sind. Allerdings verzichtet HTC beim One Mac scheinbar auf einen optischen Bildstabilisator. Warum eigentlich? Sorgte doch gerade der beim HTC One für richtig gute Aufnahmen in schummriger Umgebung. Eine frontseitige 2,1-Megapixel-Webcam mit Weitwinkellinse steht für Videochats zur Verfügung. HTC Zoe ist auch hier integriert. Die Dual-Kamera-Funktion ermöglicht gleichzeitige Aufnahmen mit der Front- und der Rückkamera. Damit lassen sich wichtige Momente und die eigene Reaktion als Foto oder Video festhalten. Mit dem Feature “Video Highlight” lassen sich Filmzusammenschnitte erstellen. In Sense 5.5 können durch eine erweiterte Bearbeitungsfunktion und eine automatische Taktanalyse die Zusammenschnitte beliebig lang sein und mit jeder Musik unterlegt werden.

Blinkfeed

HTC One MaxAls Betriebssystem kommt das aktuelle Android 4.3 zum Einsatz, dem HTC die neueste Version 5.5 seiner Sense-Oberfläche überstülpt hat. Neuerungen gibt es auch bei Blinkfeed, das jetzt besser vernetzt und personalisiert ist und mit individuell auswählbaren Themenkategorien weiter angepasst werden kann. Zusätzlich sind jetzt Google+ und Instagram integriert. Außerdem lassen sich nun bis zu 120 Artikel herunterladen und später im Offline-Modus lesen. Längst überfällig war auch die Möglichkeit, das Blinkfeed komplett abzuschalten.

Verarbeitung und Akku

Anders als beim HTC One kommt das Max nicht mit einem Aluminiumgehäuse aus einem Guss, sondern mit mehr Kunststoff an den Rändern und einem abnehmbaren Aludeckel, der den Blick auf die SD-Karte und die SIM-Karte freigibt. Trotzdem ist die Verarbeitungsqualität exzellent, auch wenn sie an den wuchtigen Ausmaßen eine Mitschuld trägt. Die wird sicher vielen besser gefallen als die immerhin ganz ordentliche Lederimitatrückseite des Samsung Galaxy Note 3.Die Akkukapazität beträgt 3.300 mAh (Note 3: 3.200 mAh). Unverständlicherweise ist der Akku nicht austauschbar, obwohl sich der Deckel abnehmen lässt. Mittels des optional erhältlichen HTC Power Flip Schutz-Case kann jedoch noch ein zusätzlicher 1150-mAh-Akku angedockt werden, der das Gerät im Bedarfsfall unterwegs mit Strom versorgt. Der Akku befindet sich dabei in der Klappe des Covers und wird zeitgleich mit dem One Max geladen. Zusammen mit dem Cover wird das HTC One Max vermutlich eine überragende Laufzeit bieten, wird aber nochmal deutlich dicker und schwerer und wuchtiger.

Preise und Verfügbarkeit

Wie üblich sitzen auch hier die Front-Stereo-Lautsprecher auf der Vorderseite an gewohnter Stelle und auch die BoomSound-Technologie gehört zu den Features. Des Weiteren bringt das One Max auch wieder zwei Mikrofone und Sense Voice mit. Das HTC One Max ist in Deutschland ab Ende Oktober in der Farbe Glacial Silver für eine UVP von 699 Euro erhältlich. Erfahrungsgemäß wird dieser Preis noch etwas sinken. Zum Vergleich: Das Galaxy Note 3 ist im Internet derzeit für etwa 615 Euro erhältlich.

[mit Material von Anja Schmoll-Trautmann, CNet.de]

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  1. Wenn der Akku nicht austauschbar ist bedeutet das er nicht 6mon bzw. 12mon Garantie sondern 24 Monate hat. Das ist ein riesen + an HTC aber kaum einer weis das. Ich finde das Teil stark. und nun endlich auch blinkfeed abschaltbar :)

  2. Andere Hersteller wie LG und Samsung bemühen sich die bezzles zu veringern.
    Andere Hersteller verbauen , aus reiner Selbstverständlichkeit , die aktuell beste Hardware(S800) in ihr Phablet.
    Andere Hersteller integrieren ihr Zubehör anständig, um einen Mehrwert gegenüber ihren Schmartphones zu signalisieren.

    Kurzum die ANDEREN definieren momentan die Maßstäbe wie ein Phablet zu sein hat und wenn man schon nichts wirklich Neues bringt, dann sollte man sich zu mindest an der Konkurrenz orientieren!

    HTC R.I.P

  3. Ich glaube einige haben den sinn des One Max nicht so richtig verstanden. Es ist und sollte von vorne rein, ein größeres One sein, beim Note sieht das anders aus sonst hieße das gerät Galaxy S4 Big….. Ein Note ist was ganz anderes und hat eine ganz andere zielgruppe als die des Max’. Wenn euch es nicht gefällt, gibt es noch genug zur auswahl bei den anderen herstellern ^^

    Schade das hier es sofort verallgemeinert wird.

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