Virtuelle Nanny: FiLIP soll Kinder orten können

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Das Armband FiLIP soll Eltern helfen, ihre Kinder im Notfall zu finden und mit ihnen Kontakt zu halten. Es ist nicht als Überwachungsinstrument gedacht, meint der Hersteller sondern soll ihnen mehr Freiräume geben. Dennoch ist ein GPS und andere Ortungstechnik aber auch ein Telefon mit fest definierten Nummern eingebaut.

Das Filip erinnert an eine sehr klobige Uhr und wird eher wie ein Armreif getragen. Telefonieren kann man mit dem Gerät im Dick-Tracy-Stil. Damit das Kind nun aber keine horrende Mobilfunkrechnung produziert, sind nur 5 Nummern zulässig. Außerdem empfang das Filip SMS. So können die Eltern auch ganz simpel schreiben, dass das Essen fertig ist oder ähnliche alltägliche Dinge.

Im Notfall lässt sich das Armband aber auch per GPS und Mobilfunk sowie über eine WLAN-Ortsdatenbank lokalisieren. Das wird natürlich nicht der Regelfall sein, soll die Eltern aber beruhigen. Wenn die Ortungsfunktion aktiviert wird, wird das Kind beziehungsweise das Filip auf einer Karte im Smartphone angezeigt. Sogar eine Art Sicherheitszone können Eltern definieren: Überschreitet das Kind diese Bereich, wird eine Warnmeldung auf dem Smartphone der Eltern erscheinen. Wie häufig die Position kontrolliert wird, lässt sich einstellen. Insgesamt können fünf dieser Sicherheitszzonen errichtet werden.

Preis und Erscheinungsdatum stehen noch nicht fest.

[Via Myfilip]

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  1. Ich finde so eine Technik einfach Asozial. Eltern stalken ihren Kindern schon zu genüge hinterher, und jetzt wird ihnen auch noch die Möglichkeit gegeben 24/7 wenn die Kinder aus dem Haus sind sie zu Orten, ihnen Nachrichten zu schicken, einen begrenzten Bereich einzugeben wo sie sich nicht entfernen dürfen etc? Erinnert mich STARK an Elektronische Fußfessel.. nur das es hier unter dem Vorwand “Den Kindern mehr freiraum zu geben” geschieht.
    So leid es mir ja tut, aber man gibt Kindern keinen Freiraum dadurch das man jeden Schritt den sie Außerhalb des Hauses tun überwacht.. das ist eher Kontraproduktiv für die Beziehung zwischen Kind und Eltern.
    Kinder lassen sich nicht gern Überwachen, schon garnicht von ihrem Eltern.
    So schön es im Notfall auch sein mag, im Alltag ist es einfach nur wieder ein weiterer Schritt zur Überwachung..
    Und sowas sollte man nicht unterstützen. Ich glaub wäre ich noch ein Kind, ihr glaubt mir sicherlich das dieses Ding das erste wäre was im Fluss oder sonstwo landen würde. Heutzutage würd ich aber glaub das Ding Rooten und falsche Gps Koordinaten vortäuschen mit nem Android Java App was ich mir dafür Coden würde.. aber gott sei dank brauch man als Erwachsener sowas nicht mehr. Irgendwo hat die Überwachung dann auch eine Ende Leute..
    Reicht es nicht schon das Mütter ihren Kindern oft regelrecht nachstalken und nachrennen mit den Handys wo alle paar 10-20 Min ne Sms kommt mit “was machst du?” oder Anrufen? Muss man jetzt auch noch die Koordinaten seines Kinder auf 10m genau abfragen wollen? Was für ein Mehrwert bringt das bitte, außer das man dem Kind noch mehr Unsicherheiten gibt dadurch das es genau weiß das es Überwacht wird wenn es unterwegs ist?
    Das ist nicht grade im Sinne von “Das Kind hat mehr Freiraum” – es fühlt sich dadurch eher Schlecht weil es denken könnte “Meine Eltern glauben mir nicht wenn ich sage ich bin dort und dort gewesen” oder ähnliches.
    Sorry aber.. sowas ist bescheuert. Wenn man als Eltern nicht in der Lage ist dem Kind ein Handy zu geben, und meinetwegen sich darüber zu erkundigen und im Notfall dann Orten zu lassen (gibt Handys wo es auch mit Ausgeschlatetem Zustand geht), dann tun mir die Eltern echt leid.

    1. @cy
      ..es dient nur zur sicherheit, und jeder kann es selbst entscheiden. In einer Großstadt durchaus sinnvoll jedes Jahr verschwinden tausende von Kindern.

      1. Das Problem bei dem ganzen ist – die ELTERN entscheiden es.. die Kinder haben da normalerweise kein Mitspracherecht.

        Man sollte sich nur eins in den Kopf rufen – Wenn die NSA uns ausspioniert, dann stehen alle vom Stuhl auf und machen Tumult. Wenn es dann jedoch Eltern bei ihren Kindern tun, da ises dann okay? Oder wie? sowas ist nicht okay.

        Just sayin

  2. In was für einer schrägen Gesellschaft leben wir eigentlich? Vermutlich ist das nur eine zwangsläufige Entwicklung, wenn man den Technokraten das Ruder in die Hand gibt. Als ich klein war, habe ich meine Eltern gesagt, wo ich hingehe und wann ich wiederkomme – thats it. Hat sich zwischendurch etwas geändert, habe ich vom Freund oder den Eltern des Freundes zuhause angerufen. Ich brauchte keine elektronsiche Fußfessel, nicht einmal ein Mobiltelefon, um permament erreichbar und lokalisierbar zu sein und … Trommelwirbel … ich bin wohlbehalten durch meine Kindheit gekommen.

    Es ist wirklich pervers, wie leicht die Menschen heutzutage bereit sind, ihre teuer erstrittenen Freiheitsrechte zugunsten einer Sicherheit, die keine ist, einzuschränken und abzuschaffen. Sogar vor den eigenen Kindern wird nicht zurückgeschreckt. Aber hey, die Orwellfetischisten in den entsprechenden Positionen freuen sich, über diese Art gefügige Schäfchen und wenn man Kinder nur früh genug indoktriniert, was Überwachungsmethoden angeht, schafft man Akzeptanz im Erwachsenenalter.

    Der gläserne Menschen.

    Juchu.

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