Revolutionieren GMs selbstfahrende Miniautos den Stadtverkehr?

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General Motors setzt darauf, dass der künftige innenstädtische Verkehr nur noch mit ganz kleinen kompakten Fahrzeugen vernünftig zu bewältigen sein wird. Der EN-V ist das perfekte Auto dafür. Es ist unglaublich kompakt und wendig - und es fährt autonom.

Stephen J. Girsky, Vizepräsident von GM hat seine Vision eines emissionslosen, autonomen und schnurlos vernetzten Fahrzeugs der Zukunft präsentiert.

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Autos stehen 90 Prozent der Zeit nur herum und parken. Da setzte GMs Designprozess an. Die Fahrzeuge sind so winzig, dass theoretisch mehrere in eine Parklücke passen – wenn das irgendwann erlaubt wird.

Der EN-V ist mit Kamera- und Ultraschallsensoren ausgerüstet und kann so Hinternisse erkennen. Dazu kommt GPS auf dem Dach und eine Antenne für die Onlineanbindung. Denn das Fahrzeug kann seine Position Verkehrsinformationssystemen mitteilen und so helfen, die Straßenauslastung zu berechnen. Ein riesiges Tablet in der Front ermöglicht es den Passagieren, sich während der Fahrt zu unterhalten – selbst fahren müssen sie ja nicht mehr.

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Die Autos sollen der Vision von GM nach nicht verkauft sondern nur vermietet werden. Sie werden an Parkstationen aufgeladen und können auch dort gemietet werden. Man kann sie auch herbeirugen, so dass sie den Passagier abholen. Das wird Taxifahrer nicht erfreuen.

Würdet ihr so ein Fahrzeug benutzen?

[Via gizmodo.com]

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  1. Ich gehe davon aus, dass sich dies früher oder später durchsetzen und zumindest dem Taximarkt den Garaus machen wird. Ich meine mich erinnern zu können, ähnliche selbstfahrenden Kabinenwagen bereits auf mehreren Bildern zu der in Abu Dhabi gerade im Bau befindlichen autofreien „Öko-Stadt“ Masdar-City gesehen zu haben. Vermutlich wird man in den kommenden Jahren noch einiges über diese Technik zu hören bekommen. Ob sich dieses Konzept auch in der Autofahrernation Deutschland umsetzen lässt, halte ich allerdings für fraglich.

  2. das konzept an sich ist ja interessant, ich würde mich aber deutlich sicherer fühlen, wenn ich die möglichkeit hätte im notfall einzugreifen. als beifahrer beim autofahren kann ich wenigstens sehen, was der fahrer macht, und auch in etwa was er sich dabei denkt.

    1. Das Vertrauen kommt mit der Zeit, wenn man merkt wie zuverlässig das Fahrzeug fährt. Mehr nerven würde mich, wenn man es eilig hat und das Auto fährt ganz gemächlich vor sich her und versucht nur mit dem fließenden Verkehr mit zu fahren, statt zügig voran zu kommen ;-)

      1. Du, selbst wenn die Autos zuverlässig sind und gut fahren.. es kann immer ein Notfall eintreffen wo es nötig sein kann Manuell zu steuern ;)!

  3. Ich denke auch, dass die autonomen Autos früher oder später kommen werden. Vorallem, wenn dann weitere Vorteile dazu kommen, wie automatische Parkplatzsuche, sinkende Versicherungskosten, durch geringere Unfallgefahr, …

    Sorge macht mir aber wie immer der Elektro-Motor.
    Ich weis nicht was der EN-V verbrauchen wird, aber ein Renault Kangoo z.B. soll ca. 15kW pro 100Km verbrauchen, was ca. 1,5MW pro Jahr und 10.000Km entspricht und das in einer Zeit wo der ganze Strom immer weiter auf Windkraft und Co umgebaut werden soll. Moderne Windkraftanlagen produzieren aber gerademal ca. 2,1 – 2,9MW im Jahr. Sprich selbst bei wenig fahrern mit nur 10.000km im Jahr, bräuchte man für 2 E-Autos min. ein Windrad.
    Aktuelle Bilanz: ca. 23.000 Windräder zu 50 Mio. Autos. Wo soll der ganze Strom herkommen, wenn man von den großen Stromproduzenten wie Kernkraft und Kohle immer weiter abstand nimmt und lieber Tausende mini-Kraftwerke baut.

    1. Du verwechselst da was! Ein Modernes Windrad hat 3-5MW Leistung! Nicht 5MW Jahresertrag.
      Hier mal der Jahresertrag eines fast 20 Jahre alten Windrades:
      http://www.windrad.de/eva1.htm
      Das bringt bei einer Leistung von 0,5 MW einen Etrag von 600 MWh bis 1000MWh. Da können aber ganz schön viele Elektroautos für durch die Gegend düsen. :)

  4. Interessant.
    So ein konzept ist halt sehr schwierig umzusetzen. Wenn ich mir so überlege, man müsste in so einem eingebauten mikroprozessor unendlich viele Reaktionsmöglichktein oder Fahrvarianten programmieren, dass sie auch alle Risiken abdecken. Es gibt immer sonderfälle im Verkehr, so dass der Mensch aber aus erfahrung oder Gefühl nach reagieren kann.
    Doch fällt es leichter sowas in Tat umzusetzten, wenn alle Fahrzeuge mit dem gleichen Prinzip funktionieren würden. Dann könnten sie nämlich miteinander kommunizieren und mögliche Probleme damit reduzieren.

    1. @trah: Die meisten „menschlichen“ schnellen Reaktionen sind nur nötig, weil sich die Menschen nicht an die Regeln halten. Sprich Mindestabstand und so. Die Gefahr geht dabei ehr von den nicht computer-gesteuerten Verkehrsteilnehmern aus.
      Und es gibt ja schon autonom fahrende Autos, die im echten Straßenverkehr getestet werden und sich wunderbar im Stadtverkehr schlagen.
      Ich glaube bei Galileo war es, wo sie ein in Berlin eine Probefahrt mit einem autonomen Auto gezeigt haben.
      Das Auto meisterte so komplizierte Manövern, wie z.B. ein dreispuriger Kreisverkehr, der viele Menschen an ihre Grenzen bringt.
      Es wird also kommen und je mehr Autos auf das Autonome System umsteigen, um so sicherer wird es.

      Bitterer Beigeschmack: Zig-Tausende Taxifahrer werden ihren Job verlieren.

  5. Individualverkehr, mit autonomen Lenkung, und leisen E-Antrieb, dürfte sich in Citys & Ballungsräumen durchsetzen, auf Basis von Carsharing bzw. Taxi.
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    Problematisch dürfte aber die Gewöhnung der veralteten Verkehrsteilnehmer, an solche leisen und wendigen Fahrzeuge werden, sowie die Unfallsicherheit…
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    Der Bauform nach, könnte dieser Fahrzeug- Konzept nur 2 Räder haben,
    nach dem „Segway“- Prinzip, mit einer Sitzschalle und Kabine drauf…

  6. DFür autonomes fahren ist noch zu früh, das Thema ist zwar sehr populär zur Zeit aber nicht unbedingt aktuell. Als carsharing Fahrzeug wäre dieses e-Auto aber ideal für den Einsatz in der Stadt, auch der Unterschied zu gewohnten Fahrzeugformen und Größen würde in diesem Fall große Aufmerksamkeit und Interesse auf sich lenken.

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