Rosetta Spacecraft – Die erste Sonde, die auf Asteroiden landen kann

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Während die NASA aktuell auf wenig finanzielle Unterstützung hoffen kann, trägt das Programm der ESA zur Asteroiden-Landung schon die ersten Früchte. In den kommenden Monaten soll Rosetta Spacecraft mit der Philae Sonde bereit für zukünftige Missionen sein. Dann wird das erste von Menschenhand produzierte Objekt auf Asteroiden landen können. Wir erklären, wie das funktionieren wird.

Die Europäische Weltraumbehörde begann ihre Arbeiten an Rosetta Spacecraft in den frühen 90er Jahren. Als Teil der Horizon 2000 Mission wurde der Raumgleiter im März 2004 in die Richtung des Kometen 67P/Churyumov–Gerasimenko entsendet. Im November 2014 soll er dann nach fast einem Jahrzehnt endlich am Ziel angelangt sein.

Sobald Rosetta 67P erreicht hat, wird die Sonde nochmals 17 Monate den Asteroid umkreisen. Die Rosetta Sonde schleppt einen Haufen an technischen Gerätschaften mit sich. Das Sammelsurium beinhaltet Infrarot-, Ultraviolett-, Optische- und Spectroskopische Analysesysteme sowie Radar, Mikrowellentechnik und einige Gas- und Partikel-Analysesystemen. Die ESA möchte dadurch die Oberfläche des Asteroiden, aber auch dessen Kern analysieren. So soll etwa die chemische Zusammensetzung erforscht werden und geklärt werden, ob die Philae Sonde überhaupt landen kann.

Die Philae Sonde selbst wiegt 220 Kilogramm und besteht aus Carbonfaser. Bei der Landung sollen Harpunen die Sonde an der Oberfläche des Asteroiden halten, sodass sie nicht einfach in den Tiefen des Weltalls verschwindet. Wenn bis dahin alles gut geht, dann soll Philae in einer Zeit von einer Woche bis einige Monate auf 67P bleiben. In dieser Zeit soll die Sonde mit den neun Gerätschaften an Bord den Asteroiden untersuchen.

Klar, der Plan der ESA ist bei weitem nicht so „cool“ wie die Idee der NASA, doch zumindest ist das Projekt der ESA schon im vollen Gange. Die Jagd von Asteroiden mit großen Netzen, wie es sich die NASA vorstellt, wird noch eine Weile warten müssen. Genügend Erkenntnisse für zukünftige Missionen wird aber auch schon diese Mission mit sich bringen. Es gibt schließlich auch noch ein paar andere Asteroiden in unserem Sonnensystem, die erforscht werden wollen.

[via Gizmodo.com]

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  1. Ich bin Hobbyastronom und immer wieder fasziniert von dem Mut ein solches Projekt überhaupt zu planen und aber auch in die Tat umzusetzen.
    Ebenso ist es gewaltig die Technik zu beherschen,ohne die ein solches Unternehmen nicht machbar wäre. Die Bahnberechnung ist der absolute Wahnsinn.
    Ich wünsche der Crou bestes Gelingen und eigendlich eine Fahrt nach Stockholm, wenn alles erfolgreich abgeschlossen ist.
    Kl.Gedicke

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