Diese Sequenzer produzieren Musik nach 300 Jahre alten Regeln [Video]

bachsequenzer

Es sind beinahe drei Jahrhunderte vergangen, seit Bach Das wohltemperierte Klavier geschrieben hat – eine Ansammlung von Kompositionen, die als großer Beitrag zur Geschichte der musikalischen Kompositionstechnik gelten. Bach wäre sicher überrascht von Luisa Pereira Projekt, für das sie einige seiner Regeln in ein ziemlich modernes Musikgerät integrierte: den Sequenzer.

Pereira forscht im Interactive Telecommunications Programm der New York University und nennt ihr Projekt in Anspielung The Well-Sequenced Synthesizer. Alles begann mit Pereiras Begeisterung für Musiktheorie. Sie war fasziniert von den Regeln und Konzepten und wollte mit ihnen experimentieren: Als Programmiererin wusste ich, dass Regeln kodiert werden können. Ich wollte mit ihnen so spielen, wie man auf Instrumenten spielt: Mit meinen Händen, intuitiv, ohne nachzudenken. Darum konstruierte ich mir selbst diese Interfaces.

Resultat sind drei handgefertigte Sequenzer, die je mit einer anderen Kompositionstechnik arbeiten: Der Counterpointer entwirft zu einer eingegebenen Melodie neue Tonfolgen gemäß kontrapunktischer Gesetze, El Ordenador ordnet mithilfe der Tonalität – wie sie Dmitri Tymoczko in A Geometry of Music beschrieb – chaotische Akkorde, der dritte Sequenzer La Mecánica gibt im Stile einer Spieluhr die an den anderen beiden entstandenen Melodien wieder. [Luisa Pereira via CreativeApplications]



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