Test: Hasbro’s Furby 2013 – reloaded from hell

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Der neue Furby nervt, rülpst, kotzt und ernährt sich über eine App für Tablets und Smartphones. Wir haben uns den neuen Furby von Hasbro angeschaut und zeigen in unserem Test wieso du ihn als Erwachsener (nicht) kaufen solltest.

Als ich ein kleines Kind war, rannte jeder mit einem Tamagotchi rum. Es war quasi das Smartphone der früheren Generation. Tamagochis mussten gefüttert werden – dein Smartphone braucht Strom. Tamagotchis raubten deine Zeit und deine Aufmerksamkeit und nervten mit Piepsgeräuschen – der Vergleich zu Smartphones erübrigt sich. Und dann gabs da noch die fluffigere Version des Tamagotchis: den Furby. Mann, war ich verliebt in dieses plüschige, kommunizierende Etwas, aber Mama und Papa fanden es keine gute Investition in meine Spielkiste und so blieb ich leider ohne Furby.

Furby

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Dank herausgenommener Batterie hält Furby seine Klappe und ich kann arbeiten.

Nun schreiben wir das Jahr 2013 und ich darf mir den Inhalt meiner Spielkiste komplett selber aussuchen und leider auch dafür bezahlen. Hasbro hat einen neuen Furby auf den Markt gebracht und ich war Feuer und Flamme. Da meine Eltern eben nicht mehr für mein Spielzeug bezahlen, kam ich in den Genuss einen Test-Furby bei mir aufzunehmen, bei einem Einkaufspreis von stolzen (ca.) 80 Euro bedankte sich mein Geldbeutel.

Meine Augen funkelten, als ich den weißen Plüsch Gizmo endlich in meinen Händen hielt. Meine Gremlins-Fantasien wurden endlich zur Wirklichkeit.

Batterien rein, zuschrauben und der Spaß kann beginnen. Dachte ich mir. Die Realität sieht etwas anders aus: Batterien rein, zuschrauben und der Teufel in Form des Furby reloaded öffnet seine LED-Augen und beginnt sein Unwesen zu treiben. Was zu Beginn noch lustiges, niedliches, hach wie putziges Rumgebrabbel ist, entpuppt sich nach spätestens 15 Minuten als Plagegeist.

Plagegeist ohne Ausschaltknopf

Das Ding besitzt nämlich keinen Ausschaltknopf. Furby will gefüttert werden, entweder durch deinen Finger, den du ihm in den Mund steckst oder eben ganz zeitgemäß mit einer App. Die Furby-App ist für Apple Produkte und für Android-basierte Smartphones und Tablets verfügbar, alle anderen müssen das Biest manuell befriedigen: streicheln, kitzeln, schütteln, hauen und Finger in Mund stecken. Wenn Furby genug hat, ändert er einfach mal seine Persönlichkeit. Das arme Ding leidet nämlich unter einer sehr fiesen multiplen Persönlichkeitsstörung und verfügt über fünf verschiedene Ichs: der Musik-Furby, der Love-Furby, der Quassel-Furby, der lustige Furby und der fiese Furby. Jedesmal wenn er seine Persönlichkeit ändert, blinzeln seine LED-Augen wie wild und netterweise sagt er mir Bescheid: “Ich ändereeee mich.”

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Die Furby-App bietet eine Auswahl an Fütterunsmöglichkeiten. Du kannst deinem Furby einfach mal einen Burger mit deinem Finger über den Bildschirm deines iPads rüberschubsen – er bedankt sich mit ausgiebigen Kauen und einem ordentlichen Rülpser. Ja, die Manieren des Furby lassen zu wünschen übrig und abgesehen von seinen gekonnten Bäuerchen kotzt er auch gerne mal nach der Futteraufnahme. Also ein bulimischer, schizophrener Psychopat mit flegelhatem Benehmen. Ich denke das ist der Traumbegleiter jedes Elternteils für ihre süßen Nachkommen. Was soll’s, es macht doch ein wenig Spaß. Du kannst Furby etwas vorsingen und er beginnt zu tanzen oder singen oder guckt fies aus seinen Leuchtaugen – je nach momentaner Persönlichkeit. Die App bietet zudem einen Übersetzer für Furbish. Das elektronische Knäuel mit den harten Plastikohren (eine negative Änderung des Original-Furbys mit Plüschohren aus den 90-ern, wie ich finde) brabbelt ununterbrochen sein Kauderwelsch gepaart mit ein wenig Deutsch. Doch die meiste Zeit quatscht er Quatsch und hätte ich die App nicht gehabt, hätte ich nie erfahren, dass Furby dies oder jenes mag oder eben nicht mag.

Fazit

Wäre ich nun doch wieder ein Kind, hätte ich bestimmt mehr Spaß mit ihm und er müsste nicht für immer und ewig auf dem Schrank hocken und Ruhe geben. Ach ja, er hat zwar keinen Ausschaltknopf, aber wenn man geduldig paar Minuten wartet, wird Furby müde und verabschiedet sich mit schnarchenden und rotzenden Geräuchen bevor er endlich still wird. Kleiner Tipp: den Furby einfach nicht schütteln oder sonstwie bewegen, dann darf man sich einfach nur an seinem witzigen Antlitz erfreuen.

Gizrank: 2,5/5 Sternen (im ausgeschalteten Zustand ganze 5 von 5 Sternen!)

gizrank 25 Sterne

 

Tags :
  1. Hallo,
    mein Furby spricht zwar noch, bewegt sich aber nicht mehr. Woran liegt es? (Fast) alles, was bekannt ist mit Reset und Batterien wurde bereits ausprobiert. Reset und Zunge bringt KEINEN Neustart! Was muss ich tun?
    Danke, Lara!

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