Qualcomm: Zeroth-Prozessor ähnelt dem menschlichen Gehirn

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Die Technik beherrscht uns zunehmend. Der Arbeitsplatz wird vom Laptop regiert, auf den Straßen beschäftigen wir uns mit dem Smartphone und vor dem Schlafen checken wir nochmals die Spätnachrichten auf dem Tablet. Doch mit unserer intensiven Beschäftigung mit Computern und mobilen Endgeräten steigt auch unsere Erwartung nach Innovation und Veränderung.

Qualcomm versucht nun seinen Teil mit den Zeroth-Prozessoren beizutragen. Mit diesen neuen Prozessoren sollen Geräte von ihren Erfahrungen lernen und dadurch effizienter mit der Umwelt interagieren.

NPU, statt CPU: Qualcomm setzt auf Prozessoren mit Nervensystem.

Forschung auf Hochtouren

Mit seinen Zeroth-Prozessoren will das Unternehmen aus San Diego eine Brücke zwischen Science Fiction und Realität schlagen. In den vergangenen Jahren wurde ein hauseigenes Team aus Ingenieuren, Wissenschaftlern und Neurowissenschaftlern zusammengestellt, um sich der Frage zu widmen wie man einen intelligenten Mini-Chip baut und ein Smartphone letztlich zum Lernen bringt.

Qualcomm in einer Stellungnahme:

„Wir wollten einen Computerprozessor kreieren, der das menschliche Gehirn mitsamt dem Nervensystem nachahmt, sodass die Wahrnehmung des Computers wie in einem Gehirn tief verwurzelt ist.“

Das Ende der CPU

Das Ziel der Entwicklung von Zeroth-Prozessoren soll das Ende der CPUs besiegeln und diese durch sogenannte NPUs (Neural Processing Unit) ersetzen. Zukünftige Produkte werden demnach wie ihre biologischen Vorbilder lernen können und schließlich eine Entscheidung zwischen gut und schlecht treffen. Ein Bündel an Software hilft ihnen dabei ein Feedback seitens der Entwickler zu speichern und dieses bei weiteren Abläufen in Erinnerung zu rufen.

Das folgende Video zeigt einen Versuch von Qualcomm, bei welchem der Roboter auf weiße Felder trainiert wird. Anders gefärbte Felder übersieht er. Der Unterschied zu einer herkömmlichen Versuchsreihe: Der Roboter wird gezielt trainiert und benötigt keine Programmierung.

iRobot, wir kommen

Unsere Welt, so wie wir sie kennen, soll sich Qualcomm nach bald grundlegend verändern. Mit den Zeroth-Prozessoren werden „denkende“ Maschinen geschaffen, die aus Fehlern lernen und auch komplexere Vorgänge durch ein Training verstehen und nachahmen können. Im weitesten Sinne bedeutet das für uns: Siri und Co. wird bald eine wahre Gesprächspartnerin, welche zudem einige Aufgaben für uns erledigen könnte.

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  1. Aber Moment mal, erst einmal steht da dass die Hardware wie ein neuronales Netz aufgebaut ist. Und selbst wenn, wir Menschen sind auch programmiert. …ich glaube das könnte einer der ersten Schritte sein, der die Menschen zu Hybriden werden lässt.

      1. Die DNA. Die DNA ist sozusagen dein Programmiercode. Ein genetischer Code, der von vornherein festlegt wie du auf bestimmte Dinge reagierst, sogesehen ist deine berufliche Laufbahn z.b. auch größtenteils vorbestimmt (als Kind will man immer alles mögliche sein, z.b. Astronaut oder Polizist), denn bestimmte Talente erbst du (z.b. Computeraffinität, guter Umgang mit Kindern oder „Führerinstinkt“, womit du als Polizist perfekt geeignet ist) und worauf du dann später deinen Job auswählst. Bestimmte Dinge erben wir von Eltern, das kann z.b. auch eine Häufung einer bestimmten Krankheit sein (z.b. Immunschwäche). Im Laufe des Lebens (Kindheit, Jugend) lernen wir aus den Erfahrungen, die wir machen, aber im Grunde ist alles gegeben von Natur aus.

        Du kannst von Anfang an die Hand benutzen! Das muss man nicht wirklich lernen, schon als Baby ist das erste, was du mitunter machst, gleich mal die Hand benutzen und nur Stunden später, den Daumen in den Mund zu stecken. Sehen ist ebenfalls angeboren, Hören sowie Riechen, schmecken, tasten etc. – die Sinne eben- im Grunde somit die Sensoren eines Roboters. Das ist das ganze Geheimnis.

        Im Grunde ist eine NPU vom Prinzip her also nichts weiter als eine CPU, die eine Art unwiderruflichen Zwischenspeicher hat. Denn was macht uns so einzigartig? Dass wir träumen können! Dass wir z.b. wissen was vor 5, 10 oder auch 20 Jahren passiert ist.

        So etwas kann eine CPU nicht- sie kann nicht verändert werden- sie bleibt in ihrer Funktionsweise immer identisch- von der Fertigung her ist alles implementiert in Hardware -alle Schaltkreise sind gegeben und unveränderbar, eine NPU aber ist eine CPU, die mit Software deutlich erweitert werden kann und die einen Langzeitspeicher hat, der auch nach längerer Stromunterbrechung keine Informationen verliert. Eine NPU protokolliert ständig, was vorgefallen ist, ob es einen Fehler gab. Und genau da ist die Technik dem Gehirn sehr ähnlich.

        Auch wir Menschen lernen aus Fehlern. Das heißt, einen Fehler, den eine NPU einmal macht, wird es kein 2. Mal geben. Somit lernt die NPU. Auch kann eine NPU z.b. Buchstaben, Zahlen lernen (wir wir wenn wir zur Schule gehen), und später wichtige Entscheidungen treffen (z.b. Auto fahrne oder Flugzeug steuern), wie ein Mensch. Und irgendwann wird es- weil alle Dinge der Natur so aufgebaut sind- auch zur Gefahr. Wenn z.b. ein Hacker heute einen BadBios-Virus erzeugen kann, dann wird es auch sehr bald erste Maschinen mit Bewaffnung geben, die diesen Chip in sich tragen. Natürlich ist der Roboter dann noch keine Gefahr. Aber die Bedingung für ein Massensterben sind dann gegeben. Wenn der Roboter erstmal 5 Jahre im Einsatz ist und aus sämtlichen Fehlern gelernt hat und sein Wissen weitergebildet ist, dann wird er zur Gefahr für jeden.

        Richtig schlimm wird es dann, wenn der Roboter uns überlegen ist, z.b. im Wissen selbst oder bei alltäglichen Aufgaben (z.b. Waffe bedienen, Genauigkeit usw).

  2. Von den chemikalischen und physikalischen Gegebenheiten in unsrem Universum/Sonnensystem etc. Ich bin kein Experte in diesen Gebieten aber so stell ich mir das vor. Und woher die Gegebenheiten kommen das kann wohl keiner so recht sagen. Ich tippe auf eine Java-Umgebung. :P

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