Ford zeigt Prototypen der automatisch Hindernissen ausweicht

ford lommel

Ford hat Gizmodo auf seine (nach eigenen Angaben geheime) Teststrecke in Lommel, Belgien eingeladen um dort unter dem Motto „Ford Futures“ den Stand ihrer aktuellen Forschung zu präsentieren. Besonders beeindruckt hat uns der Kollisionsvermeidungsassistent.

Wir sitzen auf dem Beifahrersitz eines Fords mitten in Lommel auf der Teststrecke von Ford. Der Fahrer beschleunigt auf 80 km/h und nimmt die Hände vom Lenkrad – wohl wissend, dass wir geradezu auf eine Autoattrappe zurasen. Uns rutscht das Herz ein wenig in Richtung Hose. Dann, gefühlte Zentimeter vor der Kollision, rumkurvt das Auto selbstständig mit einem gezielten Lenk- und Bremsmanöver das Hindernis. Die Hände und Füße des Fahrers waren daran komplett unbeteiligt. „Extra für diese Vorführung wurde die Ausweichautomatik etwas entschärft, damit die Journalisten nicht zu sehr durchgeschüttelt werden. Normalerweise greift die Automatik erst viel unmittelbarer vor dem Hindernis“, erklärt uns der Fahrer und nimmt für eine zweite Vorführung Anlauf.

Wir sind von der Genauigkeit des Ausweichmanövers beeindruckt. Der Fahrer bestätigte uns dann noch, dass dennoch die volle Kontrolle weiterhin beim Fahrer liegt. So kann das Lenkrad auf Wunsch bei dem Ausweichmanöver auch festgehalten werden und stattdessen ein Bremsmanöver eingeleitet werden. Das System soll auch in der Lage sein zwischen Personen, fahrenden Objekten und stehenden Objekten unterscheiden zu können. Auch will das System erkennen, ob überhaupt genug Platz für ein Ausweichmanöver vorhanden ist. Schließlich würde der Kollisionsvermeidungsassistent ad absurdum geführt, wenn er das Fahrzeug direkt in die nächste Leitplanke bugsiert.

Der Kollisions-Vermeidungs-Assistent ist das Teilergebnis eines von der Europäischen Union geförderten Forschungskonsortiums. Noch befindet sich sinnvolle Assistent im Prototypenstadium – der ganze Kofferraum vollgestopft mit Technik. Bis die Technik dann tatsächlich einmal in Serienfahrzeugen verbaut wird, können noch fünf bis zehn Jahre vergehen.

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  1. Macht sich super auf der landstraße wenn genügend platz ist und du einfach in den gegenverkehr gesteuert wirst. Wer ist dann schuld?

    1. a) Auch will das System erkennen, ob überhaupt genug Platz für ein Ausweichmanöver vorhanden ist. Schließlich würde der Kollisionsvermeidungsassistent ad absurdum geführt, wenn er das Fahrzeug direkt in die nächste Leitplanke bugsiert.

      b) frag das in 5-10 Jahren wenn das System reif für den Markt ist.

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