Neues Anti-Predator-Material erscheint auf Wärmebildkameras kälter, wenn es erhitzt wird

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Wenn die Temperatur von Objekten ansteigt, geht von ihnen für gewöhnlich eine höhere Infrarotstrahlung aus. Dieser Effekt dient als Grundlage von Wärmebildkameras. Jetzt hat ein Forscherteam ein Material entwickelt, das sowohl Wissenschaftler, als auch Predators vor ein Rätsel stellt: Es erscheint auf Wärmebildkameras kälter, wenn es erhitzt wird.

Grundlage für die Entdeckung ist die Eigenschaft von Vanadiumdioxid, bei etwa 70 Grad Celsius von einem elektrischen Isolator zu einem Leiter zu werden. Die Forscher der Harvard University wollten sich dieses Verhalten zunutze machen und trugen eine 150 Nanometer dicke Schicht Vanadiumdioxid auf eine Saphir-Scheibe auf.

Bei anschließenden Versuchen ließ sich unter zunehmender Hitzezufuhr beobachten, dass die Scheibe zunächst mehr Infrarotlicht ausstrahlte – bis zum Wert von 74 Grad Celsius. Ab da sank die Infrarotstrahlung so weit, bis die Wärmebildkameras bei einer eigentlichen Temperatur von 90 Grad eine Temperatur von 50 Grad Celsius erfassten.

Die Forscher führen den Effekt auf eine optische Interaktion zwischen dem Vanadiumdioxid-Film und der Saphir-Scheibe zurück. Mit den Erkenntnissen könnten neue Methoden entwickelt werden, Wärmesensoren auszutricksen. [Physical Review X viaScience News]

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