Smartphone-Baukasten – Motorola startet neues Projekt „Ara“

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Ein Smaprtphone, bei dem man mal eben das Display tauschen oder eine bessere Kamera aufstecken kann? So kann man sich das neue Projekt aus dem Hause Motorola vorstellen. Die basteln gerade das Smartphone nach dem Baukasten-Prinzip.

Die Google-Tochter Motorola hat nun das Projekt Ara offiziell vorgestellt. Ziel ist es, einen offenen Markt zu schaffen, der dem Käufer die Möglichkeit bietet, sich nachträglich noch für andere Bauteile zu entscheiden. Ausgangsposition ist die Basisplatine, auf der sich dann allerhand unterschiedliche Hardware wie Display, Sensoren, Kamera, Tastatur oder interner Speicher tauschen lässt.

Im hauseigenen Blog stellt man Ara als eine offene Plattform vor. „Wir wollen damit bei Hardware das schaffen, was Android bei Software erreicht hat.“ Mit dieser Idee hat das Google-Betriebssystem mittlerweile die Nase vorn, unter anderem auch, weil es den verschiedenen Herstellern zur Verfügung steht. Bereits im Jahr 2011 hatte sich Google Patente der israelischen Firma Modu gesichert. Diese hatten die Idee von einem Steck-Phone, bei dem man die verschiedenen Bauteile tauschen kann. Allerdings scheiterte man bei Umsetzung des Konzeptes. Diesen Sommer hatte der niederländische Designer Dave Hakkens ein ähnliches Konzept wie Motorola vorgelegt. In seiner Designstudie Phonebloks will er die Branche dazu bringen, Steck-Smartphones nach dem Prinzip Baukasten zu entwickeln. Bislang gibt es eine größere Internetgemeinde, die dieses Vorhaben unterstützt – allerdings noch keinen namenhaften Smaprtphone-Hersteller. Jetzt will Motorola mit Hakkens zusammenarbeiten.

Verrückte Idee oder wird das die Zukunft, auf die sich irgendwann sogar vielleicht Apple einstellen muss?

[Quelle:spiegel.de]

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  1. Wahrwerdender Traum. Wie ich diese Smarphones nicht leiden kann für die man Ingenieur mit Nanowerkzeug sein muss, um mal unter die Haube zu gucken oder was auszutauschen. Vielleicht geht damit der Trend zuende die Smartphones genau so zu bauen, dass sie nur die Garantiezeit überleben.

    1. Ich glaube kaum, dass Google Unternehmen verklagt, die Google zumindest zum Teil gehören.
      Wenn das Handy dann auch noch von Motorola Mobility gebaut wird, kommt es quasi direkt von Google.

  2. Wird doch ähnlich wie beim pc du hast eine grundlage das mainboard aber das wird sicherlich nicht für immer bleiben, dann kommen neue sockel neue grafikkarten schnittstellen und dann müssen wieder alle teile getauscht werden… Im prinzip gefällt mir diese art da ich gerne selbst entscheiden möchte was mir wichtig ist.

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