Bill Gates: Heilmittel gegen Malaria wichtiger als weltweites Internet

Bill Gates

Bill Gates wendet sich erneut gegen die Auffassung vieler Konzerne aus dem Silicon Valley, dass ein weltweit ausgebautes Internet oberste Priorität hätte. Stattdessen wäre die Heilung von Krankheiten wesentlich relevanter.

Wenn es nach Bill Gates geht dann wird das Internet nicht die Menschheit retten. In einem Interview mit der Financial Times argumentierte er gegen Mark Zuckerbergs Plan, die Welt in naher Zukunft zu 100 Prozent online zu bekommen.

„Als Priorität? Das ist ein Witz. Hm, Was ist wohl wichtiger: Internet oder ein Impfstoff gegen Malaria? Wenn sie denken, dass Internet der Schlüssel ist dann ist das klasse. Ich denke das nicht.“

Gates ist zwar noch immer Vorsitzender von Microsoft, doch sein Interesse richtet sich mehr und mehr der Bill & Melinda Gates zusammen mit seiner Frau. Dabei kümmern sie sich Themen wie der Auslöschung von Krankheiten oder die Anzahl sterbender Kinder zu reduzieren.

„Ich liebe die IT wirklich. Aber wenn wir Leben verbessern wollen, dann müssen wir uns auch um das Wohl und die Ernährung benachteiligter Kinder kümmern.“

Kurz zuvor hatte Gates Project Loon von Google kritisiert. Project Loon bezeichet die Idee, die Welt über riesige Ballons in jedem Winkel zu vernetzen. Während sich Gates früher um die Ausbreitung des PCs bemühte, ändert sich sein Fokus anscheinend langsam. PCs wären nicht in den Top 10 der menschlichen Bedürfnisse.

Bill Gates möchte sein Hauptaugenmerk vielleicht nun auf die Menschenliebe richten, doch gegenüber der Financial Times erzählte er auch, dass Microsoft noch immer viel Zeit von ihm beanspruche. Er würde mit einem Komitee nach einem Nachfolger für den ehemaligen CEO Ballmer suchen und sich noch regelmäßig mit den Abteilungsleitern von Microsoft treffen.

[via theverge.com]

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  1. In meinen Augen, ein Held in unserer modernen Zeit. Durch die Wirtschafts- und politischen Krisen der westlichen Welt in den letzten Jahren, wurden Probleme in der dritten Welt und andere menschliche Bedrohungen in den Hintergrund gestellt. Das gilt für die Schwierigkeiten in der dritten Welt, sowie Krankheiten, wogegen es noch kein Heilmittel gibt und nicht zu vergessen die Klimaveränderungen.
    All diese Probleme führen dazu, das wir keinen starken Fortschritt mehr erfahren, denn ein Zuckerberg kann die ganze Welt nicht online stellen, wenn 2/3 der Menschheit noch nicht mal über ein funktionierendes Internet, geschweige den Strom verfügt und posts und tweets die allerkleinstes Probleme für diese Menschen darstellen.
    Ich selber machte diese Erfahrung durch den Besuch dieser Länder und bin immer wieder erschrocken über das schwere überleben dieser Menschen in solch einer schwierigen Umgebung.

  2. Ob es aber bei der Übervölkerung und Ressourcen-Mängel klug ist,
    die Regelmechanik der natürlichen Evolution so zu sabotieren ?
    (Besonders in Afrika…)

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