Virus-Berichterstattung aus den 80ern: “Er ist nur einen Telefonanruf entfernt”

morris_virus

Ein Computer-Virus geht um. Unkontrollierbar. Es infiziert einen Rechner nach dem anderen. Ein Prozent, fünf Prozent, zehn Prozent aller Computer sind betroffen - weltweit. Panik bricht aus. Die Menschen haben Angst. Angst vor Technik, Angst vor einer Infektion. Am Ende seines Zyklus brachte der Virus 6.000 Computer zum Absturz.

Am gestrigen Samstag feierte der Morris-Virus seinen 25. Geburtstag. 1988 setzte der “Virus” des Studenten Robert Morris Tausende Computer außer Kraft – ein unbeabsichtigtes Debakel. Fehler im Quellcode machten das eigentlich harmlose Programm zu einem Computerwurm, der sich selbst reproduzierte. Für die Medien ein gefundenes Fressen: “Es ist ein Code, ein Regelsatz. Ein Akt der Sabotage, der von einer Diskette ausgeht”, beschrieb ein Reporter aus Boston den Morris-Wurm (siehe Video unten). “Der Virus breitet sich über Diskette und Telefon aus, er ist nur einen Anruf entfernt.”

Heute entlockt uns eine Meldung über 6.000 infizierte Computer nur ein müdes Lächeln, sofern sie überhaupt geschrieben wird. Und obgleich Technik zunehmend unseren Alltag bestimmt, zeigt doch der Morris-Virus, warum ältere Generationen modernen Technologie etwas unaufgeschlossener gegenübertreten.

[Mashable via Gizmodo.com]

Geek-Test: Wie gut kennst du dich mit der europäischen Technologie-Geschichte aus? Überprüfe dein Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Tags :

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising