Google startet mit Helpouts neuen Dienst

helpouts_google

Der Internetanbieter Google hat in den USA einen neuen Dienst gestartet. Mit "Helpouts" vermittelt Google Hilfe zu vielen Lebenslagen per VideoChat.

Suchmaschinenanbieter Google verwirklicht eine neue Idee. Mit Helpouts kommt ein virtueller Marktplatz, der von ausgewählten Drittfirmen genutzt werden darf. Durch den Google-Hangout-Chat sollen die Experten der Firmen dann direkt in Kontakt mit den Nutzern kommen und helfen. Die Idee dahinter ist, dass der User unkompliziert und schnell an die Hilfe eines Profis kommt. Mit dem Slogan “Bekomme echte Hilfe, von echten Menschen, in Echtzeit” wirbt man derzeit für den neuen Dienst.

Eine tolle Idee wenn die Waschmaschine gerade streikt oder der Fernseher vor dem Champions League Spiel nicht mehr angehen will. Helpouts soll selbstverständlich das Leben der Anwender erleichtern – und den Geldbeutel von Google füllen. Viele der Videochats kosten Geld. Entweder wird eine Pauschale vereinbart oder nach Minuten abgerechnet. Google verdient also vom Start weg 20% pro VideoChat – die geben die Berater nämlich an Google weiter. Ausgenommen sind die Gesundheitsangebote.

In den USA ist das Projekt “Hangouts” bereits angelaufen. Bisher beschäftigen sich die meisten Themen mit den Alltagsproblemen des Lebens. Für rund 7,50 Euro (10 Dollar) beantwortet eine Reinigungsfirma zum Beispiel gerade alles zum Thema Pool-Sauberkeit. Ein Autor zum Thema Gastronomie berichtet für einen Dollar pro Minute über Restauranttipps. Im Gegensatz zu den abertausenden Totorialvideos von Youtube, soll die Interaktionsmöglichkeit den User dazu bewegen, für diesen Experten-Dienst auch zu bezahlen. Die Angebote werden von Google in acht Kategorien wie Kunst, Musik, Kochen oder Haus/Garten, unterteilt. Bei der Auswahl eines Beraters soll das Bewertungssystem helfen. Die Angebote können nach verschiedenen Kriterien wie zum Beispiel die Bewertungen oder verfügbaren Terminen sortiert werden. Manche Berater sind immer verfügbar, andere haben definierte Sprechzeiten.

Ganz so leicht kommt man derzeit an das komplette Angebot aus dem Hause Google noch nicht ran. Man benötigt für einige Beratungen einen sogenannten Einladungscode. Der Hilfesuchende braucht neben einer Webcam und einem Mikrofon außerdem einen Google+ Account. Zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht klar, ob es eine deutsche Version von Helpouts geben wird. Kann ein solches Portal einen Handwerker Vorort ersetzen oder bleibt es eher bei Hilfe für kleinere Wehwehchen?

[Quelle:spiegel.de]

Tags :
  1. “Kann ein solches Portal einen Handwerker Vorort ersetzen oder bleibt es eher bei Hilfe für kleinere Wehwehchen?”

    –> Ich denke genau das Gegenteil. Ich denke, diese kleinen Wehwehchen wurden schon so zahlreich in vielen Foren behandelt, dass es nicht so interessant ist, Geld dafür zu bezahlen, nur weil man einen “Experten” im Video sieht.
    Viel interessanter wäre es doch, komplexere Frage- und Problemstellungen, die nicht textbasiert gelöst werden können, per Video besprechen zu können.
    Es gibt sogar schon deutsche Plattformen, die genau diese Problemstellungen angehen. Pickagenius war mal so etwas, aber die Plattform scheint es nicht mehr aktiv zu geben. Jetzt ist vor allem flexperto.com ein solcher Marktakteur. Dort scheint es mir auch genau diese professionellen Berater zu geben, die sich wirklich mit ihrem Thema auskennen und keine 0815-“Experten” aus allen Lebenslagen.
    Das Konzept ist definitiv interessant. Könnte sogar bald passieren, dass die Präsenzberatung wie wir sie heute kennen vom Videochat abgelöst wird, oder?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising