World of Warcraft verliert immer mehr Spieler

WOWPanda2

World of Warcraft ist immer noch das meistbesuchte MMO der Welt, vergleicht man es mit anderen Titeln, die das klassische Abo-Modell fahren. Doch auch dem Altmeister des Pixelgrinds laufen langsam die Spieler weg. Laut dem aktuellen Quartalsbericht von Activision-Blizzard liegt die Zahl der aktiven Nutzer bei einem neuen Tiefstand.

Der Report wird vielerorts als Zeichen interpretiert, Blizzard habe die Lawine gekündigter Accounts vom Juli 2013 stoppen können. Im zweiten Quartal kündigten nämlich rund 600.000 Kunden beim Online-Riesen, in den letzten drei Monaten waren es nur noch 100.000 Accountaufgaben. Dennoch bezeichnen die aktuell 7,6 Millionen zahlenden Nutzer einen neuen Tiefstand. Von Höhepunkten wie 12,1 Millionen im Jahr 2010 ist man weit entfernt, über die letzten drei Jahre gesehen sank die Zahl aktiver Spieler stetig.

Woran liegt also der Frust in Azeroth? Am altmodischen Bezahlmodell, wo die Konkurrenz mit Free-2-Play, Buy-to-Play und wie sie alle heißen längst andere Alternativen anbietet? Am Update-Modell, das mit Expansions alle zwei Jahre zu langsam neue Inhalte nachliefert? Möglicherweise daran, dass das Hochleveln im Vergleich zu früher massiv vereinfacht wurde, und so ein Großteil des Spiels eher als lästige Pflicht bis zum Endgame wahrgenommen wird. Oder ist das Spiel einfach schon zu alt und für eine neue Generation Gamer nicht mehr ansprechend?

Als ehemaliger Schattenpriester erinnere ich mich noch gut an die Faszination meines ersten Ausflugs nach Undercity – da war die aus den Strategietiteln bekannte Warcraft-Welt endlich aus nächster Nähe erfahrbar. Dass das damals so gut funktioniert hat, lag aber auch an den zu dieser Zeit vorhandenen Mainstream-Alternativen. Wer heute mit dem Spielen anfängt, der muss sich nicht mehr vor die Wahl „WOW oder Everquest 2“ stellen, sondern hat viel mehr Möglichkeiten auch außerhalb des MMO-Sektors, die Spaß machen, weniger kosten und die Spieler genauso lange bei der Stange halten. Zumindest was die Kosten angeht, scheint Blizzard aktuell umdenken zu wollen: Ein Free-to-Play-Modell könnte in Zukunft auch auf World of Warcraft zukommen.

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  1. Es ist immer noch das meißt gespielte Spiel unter den MMORPG´s, und das seit anfang an.
    Es ist nunmal schon sehr alt, und es ist ein wunder das sich etwas so gut und lange hält.
    Ja, die Abozahlen haben abgenommen – ist aber auch kein Wunder.
    Das Prinzip von MMORPG´s ist ständig das selbe, seit Jahren.
    Da brauch man sich nicht wundern wenn langjährige Spieler irgendwann aufhören, und sich was neues suchen.
    Es ist shcließlich immer nur “Suche Item XYZ” oder “Töte XYZ und erhalte dadurch ITEM xyz”.
    Mist of Pandaria war nicht wirklich inovativ oder neuartig, sondern das selbe Prinzip mit neuen Texturen..
    Somit brauch man sich nicht sonderlich wundern.

  2. WoW ist ein Relikt aus einer Zeit, in der man einfach neugierig war zu erfahren, wie sich ein Strategiespiel in einer Art “open world”, die für damalige Verhältnisse riesig war, anfühlt.
    Ich habe selbst lange WoW gespielt, hatte am Ende kaum noch einen Slot auf nicht-maximallevel (zu 80er-Zeiten wohlgemerkt) und spürte dann irgendwann, dass es irgendwann keinen Sinn mehr macht, casual zu spielen.

    WoW wurde Jahr für Jahr immer einfacher. Und als es irgendwann möglich war, mit sehr wenig Aufwand und nichteinmal vollzähligen Gruppen durch Instanzen zu fegen, machte es auch irgendwann keinen Spaß mehr.

    Was WoW von allen anderen abhebte, war die Tatsache, dass zu den Black Temple Zeiten eine gildeninterne Gruppe noch beinahe Pflicht war. Es ging um extreme Koordination, um Zusammenspiel, aber auch in einem hohen Maße um Kommunikation. Man half sich während der Vorbereitungen und auch während der Raids.

    Das ist heute einfach anders…

    Meiner Meinung nach ist die Zeit von WoW einfach vorbei. Blizz sollte das Spiel schließen, bevor die Nutzerzahlen peinlich niedrig sind und vielleicht entdlich mal was auf dem Projekt Titan machen, bevor man den Flop Diablo 3 auf sämtliche Plattformen streut.

    Es wird endlich Zeit für ein NextGen MMO. Vielleicht für etwas, bei dem PC- und Konsolenspieler miteinander spielen – ohne Nachteile. Die Steuereinheiten machen das jedenfalls inzwischen locker möglich.

    1. Warum ein Spiel schließen, wenn es immer noch über 7 Mio. Spieler besitzt. Es gibt also immer noch genug Spieler, denen es Spaß macht, siehe 7 Mio. Abos. Was diese dort hält hat unterschiedliche Gründe. Schon bei WotLK hatten sich bei uns Gildenmember geäußert, dass es keinen Spaß mehr macht. Warum Sie noch dabei waren? Wegen den anderen Mitgliedern.

      Einige knüpfen Freundschaften und es ist auch für viele zu einem Sozialen Netzwerk geworden (so meine Ansicht). Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie Spieler in den Städten standen um nur zu chatten, Gruppen zu suchen oder einfach nur online waren.

      Es gibt auch meiner Ansicht nach keine wirkliche Alternativen. Alle Spiele gleichen sich recht stark und bringen kaum etwas neues. Viele dieser noch bestehenden 7 Mio. Spieler haben auch andere MMOs getestet. Gemerkt das es ihnen nicht gefällt oder das kaum ein anderer Ihrer Freunde das selbe MMO zockt. Somit wandert man doch wieder zu WoW.

      Selbst habe ich mich nach WotLK von WoW getrennt. Habe viele MMOs während der Zeit und auch danach gespielt. Doch alle nicht länger als ca. 2-3 Monate. Zurück wollte ich aber auch nicht mehr. Es ist einfach für mich nicht mehr spannend genug. Die Welt zu entdecken war damals der größte Auslöser es überhaupt anzufangen.

  3. Ich sehe da primär zwei Gründe, und keiner liegt im Abo-Modell…

    1. Es fehlt jegliche Evolution. Mit jeder Erweiterung wurde erneut aus Raider Twix. Neue Namen für Rohstoffe und Handwerksmaterialien, fertig waren die Berufe, Itemlevel nach oben skaliert, fertig war der Raid-Loot. Und das Belohnungssystem abseits von Schlachtzügen besteht nur noch aus Reit- und Haustieren sowie absolut nutzlosen Spaßitems (wobei Spaß äußerst relativ zu betrachten ist). Anders formuliert: Same Shit, different Location. Die Erweiterungen bauen nicht aufeinander auf, sondern machen den Vorgänger obsolet. Und das ist auch der Grund, warum niemand mehr Lust hat, einen neuen Char zu leveln

    2. WoW bietet zu wenig für Solo-Spieler. Jaaaaaaaaaaaaaaaaa! Ich weiß, WoW ist ein MMORPG! Der Punkt ist aber, die soziale Kompetenz der Mehrheit der Spieler (Da lehne ich mich NICHTt sehr weit aus dem Fenster…) hat sich in den vergangenen Jahren derart verschlechtert, dass man quasi zu einem Eremit mutiert. Wenn ich also eh primär alleine spiele, dann kann ich auch gleich zu einem (zwei, drei, vier, wenn man mal die Abo-Kosten betrachtet) Offline-Spiel greifen.

    Abschließend, und das ist vielleicht ein dritter Grund, Blizzard hat nie versucht Spieler zu halten. Stattdessen setzte man auf die Neugewinnung, was nur in der Gruppe der jüngeren Generation möglich war (ist). Diese Strategie rächt sich jetzt bitter. Die erste Generation der WoW-Spieler (die sich primär aus den Warcraft- und Pen&Paper-Veteranen rekrutierte), welche jetzt wohl um die 40 sein dürften, ist mit dem aktuellen Anspruch nicht zu locken. Und die aktuelle Zielgruppe ist in einem Alter, wo man sehr wechselhafte Interessen hat, womit wir dann auch wieder bei Punkt 1 sind…

    1. Seitdem Tom Chilton da ist geht es mit WoW bergab. Er wollte unbedingt aus WoW ein Arenaspiel machen und viele jüngere Spieler ansprechen. Die Arena ist jetzt nicht der Hauptgrund dass soviel Spieler WoW verlassen, aber sie hat das Spiel aus den Fugen gebracht. Der andere Chefentwickler (Name fällt mir leider nicht mehr ein) hat da schon direkt das Spiel verlassen.
      Tom Chilton wollte unbedingt diese Arena. Dazu musste er die Klassen die vorher gut gebalanced waren komplett auf 3er Gruppen abändern. Das wiederum hat bedeutet, dass jede Klasse fast die selben Fähigkeiten bekam. Für Buffs ist es überhaupt nicht mehr wichtig welche Klasse man in seiner Gruppe hat. Die können jetzt fast alle das selbe. Das wiederum hat die PvE Instanzen beeinflusst. WoW war plötzlich kein Rollenspiel mehr.
      Auch war die Begeisterung für die Arena eher mässig. Also musste gutes Equipment als Belohnung für die Spieler eingeführt werden. Nachdem man dann alles hatte war sie wieder zu langweilig. Aber der neue Chefentwickler wollte sie nicht mehr aus dem Spiel nehmen. Also kamen die Arenasaisons, wo es immer besseres Equipment gab, hinzu.
      Jetzt beschwerten sich die PvE Spieler weil sie im PvP plötzlich gegen diese Spieler keine Chancen mehr hatten. Also führte man diese Setbelohnung auch für Schlachtfelder ein. Dadurch wurden BGs wie das alte Alteractal wo man stundenlang Spaß hatte zu reinen Farmevents gemacht. Aus Alterac wurden alles was Spaß machte entfernt, damit dieses BGs wie alle anderen nur ein paar Minuten (10-20 Minuten) dauern, weil es nur noch darum ging Equipment zu sammeln, anstatt einen Kampf mit der gegnerischen Fraktion zu führen.
      Eine andere Auswirkung hatten diese Änderungen auch auf das Low-Level-Gebiet. Die Klassen sind jetzt einfach nicht mehr gebalanced. Jeder neue Spieler der zum Beispiel auf einen Schurken, Jäger oder Krieger trifft wird nahezu geonehitted. Also beschwerten sich viele dass das Leveln keinen Spaß mehr macht.
      Anstatt aber die Arena wieder rauszunehmen und die Klassenänderung rückgängig zu machen griff Tom Chilton tiefer in die Büchse der Pandora und holte die BoA Sets heraus, die das Leveln zu einem reinen Durchrushen verkümmern ließen. Ein neuer Spieler der jetzt zum Beispiel mit WoW anfängt hat nicht mehr das Erlebnis dass die Spieler sich im TS treffen, dass dem Magier gesagt wird welche Gegner er sheepen muss, dass der Tank Ziele mit Zeichen versieht, dass man um Truhen würfelt und froh ist wenn ein Schurke sie öffnen kann, dass Hexenmeister die Spieler heranporten, usw. Alles existiert nicht mehr in dem Spiel. Man meldet sich anonym an und findet sich automatisch in einer Instanz. Der Tank greift nicht mehr die einzelne Gruppen und Gegner an sondern pullt den ganzen raum auf einmal. Paar Sekunden später liegen die Gegner, man lootet die Belohnung, die keiner mehr braucht weil die BoA Sets viel besser sind und von Level 1-85 getragen werden und das wars. Neue Spieler bekommen automatisch am Ende der Instanz einen Gegenstand für seine Ausrüstung geschenkt, als Trost weil sie ja nur hinterherlaufen konnten und der Tank die Instanz fast allein gemacht hat.
      Durch das schnelle Leveln und die neuen Teile sind Berufe jetzt völlig sinnlos. Sie sind aber auch auf maximalen Level nahezu überflüssig. Kaum Level 90 braucht man nur ein paar Minuten auf der zeitlosen Insel die Truhen einsammeln und hat besseres Equipment zusammen als was man mit seinem Beruf jemals herstellen könnte.
      Und die Krönung des ganzen war der Wegfall der 40 Mann Raids und das Herabsetzen des Schwierigkeitsgrades. Wow ist jetzt vom Anspruch auf dem Niveau eines Kreuzworträtsels angelangt.
      Das Spiel sollte Gegelenheitspieler und vor allem jüngere anziehen. Das Ergebnis von diesen Veränderungen des Spiel bekommt Activision-Blizzard jetzt zu spüren. Warum hat man das Spiel nicht einfach so gelassen wie es war und wie es Millionen begeistert hat? WoW mag zwar älter sein, aber das hat bei einem Rollen-Phantasy-Spiel keine Bedeutung. Ich bin mir sicher, wenn man das Spiel vom Schwierigkeitsgrad wieder anpassen würde, den unteren Levelbereich dauerhaft interessant und anspruchsvoll macht, die Leute wieder zu den Instanzen reiten müssen, Berufe wieder sinnvoller werden weil man sich länger auf einem Level aufhält und viele Änderungen wieder entfernt, dann verlieren die haufenweise jüngere Spieler, gewinnen aber die wieder zurück wo damals die Server voll waren und die Gilden und Instanzgruppen sich im TS getroffen haben.

      1. Da hast du vollkommen recht. Seitdem man einfach nur durch die Gegend läuft und als 100er silberne 100er Killt, ist es schopn langweilig geworden. Warum Gruppen bilden, wenn ich ein Dungeon alleine schaffe. Früher (vor 10Jahren) Todesmine, ein Erlebnis.

  4. Blizz präsentiert mit WoW noch immer Zahlen, die andere trotz “Free-2-Play, Buy-to-Play und wie sie alle heißen” nicht mal ansatzweise erreichen. Bis auf ganz wenige Titel fahren selbst grafisch bessere und neuere Titel an die Wand. Aber hallo? 7,6 Millionen zahlender Kunden, von mir sollen es nur 5 sein sind eine Macht. Da muss man nix schönreden, aber auch nix zerreden

    1. Wenn fast 5 Millionen Spieler gegangen sind und im offiziellen Forum zu 99% Beiträge wie Deiner stehen, so als wäre alles bestens, dann würde ich eher sagen, dass Blizzard nicht das Problem hat, dass irgendeiner etwas zerredet, sondern, dass sie außer Schleimscheißerei nichts in ihrem Forum dulden. Das ist auch ein erhebliches Defizit. Anstatt sich von Goldverkäufern sagen zu lassen wie toll alles ist, sollte man sich einmal ernsthaft mit intelligenten Kritikern auseinandersetzen, die werden aber garantiert für das Forum gesperrt. So eine Kundenbehandlung ist eigentlich alleine genommen schon ein Kündigungsgrund. Auch wenn Du und viele andere Blizzardwerbetrommler es nicht wahrhaben wollen, aber das Spiel war früher wesentlich besser und das ist der Hauptgrund warum sie viele Kunden verloren haben. Das liegt weder an irgendwelchen Konkurrenzprodukten noch an dem Alter des Spieles, sondern schlicht und ergreifend an der unbeschreiblichen Unfähigkeit und Ignoranz bei simultaner Überheblichkeit der sog. Entwickler.

      Viele der Spieler, die aufgehört haben wären sogar bereit mehr zu zahlen als bisher, aber nicht für Cata oder Mists, sondern für WotLK, Classic oder BC. Nicht, dass das damals perfekt war. Es war niemals perfekt, aber vor Cata / Mists hatte das Spiel durchaus auch gute Seiten, die hat man entfernt und mit Müll ersetzt. Das sind Fakten, die bei Blizzard aber keiner hören will. Dort darf man als Kunde maximal sagen, dass nicht alle tollen super Neuerungen optimal gewesen sind. Kritik, die darüber hinaus geht, wird nicht nur ignoriert, sondern regelrecht sanktioniert, zum Beispiel mit Foren”banns”. Es ist einfach nur absurd, lächerlich und gleichzeitig traurig, weil dieses Spiel eigentlich ein unglaublich viel größeres Potential hat, als die Entwickler jemals daraus geschöpft haben. Es wäre möglich ein wirklich perfektes Spiel zu kreiieren, das wirklich Spaß macht und Leistung belohnt und die besten Spieler auszeichnet.

      Doch die Entwickler sind einen anderen Weg gegangen – eigentlich schon von Beginn an – Gruppen wurden favorisiert und heute wird offensichtlich das Spiel für Goldverkäufer, PvP-Cheater und Botnutzer extra angepasst. 90% der Änderungen in Mists ergeben nur dann einen Sinn, wenn man davon ausgehen muss, dass Blizzard und die Goldverkäufer etc. ganz eng zusammenarbeiten. Cheater werden seit geraumer Zeit ignoriert, was mit einer Förderung gleichkommt. Es gab schon immer Betrüger, aber das war sehr selten, seit Cata nahm es auf eine unangenehme Art und Weise zu und seit MoP ist es häufiger einen Betrüger zu treffen als jemanden, der ehrlich spielt. Und das macht die ohnehin total verhunzte Spielmechanik und Klassenbalance nicht besser. Man kann als ehrlicher Spieler, der dieses Spiel einst gerne gespielt hat für Dinge, die es nicht mehr gibt, nur noch verlassen. Und ich gehe stark davon aus, dass weitere Kunden gehen werden. Verdient hätte es Blizzard.

      Nicht zu vergessen, dass eine Menge der ehemaligen Spieler auf Privatservern spielt, beispielsweise WotLK. Das würde ich auch gerne tun, aber ich denke nicht, dass das vertrauenswürdig ist und es ist eben nicht offiziell, kann mir also auch nicht vorstellen, dass das überhaupt legal sein soll, aber WotLK würde ich definitiv spielen. PvP war damals nämlich so gut wie noch nie.

  5. Ich finde es einigermaßen erstaunlich, dass hier alle darüber rätseln, warum das Spiel Kunden verliert. Es sozusagen gar nicht nachvollziehen können, aber gleichzeitig behaupten es selber schon einmal gespielt zu haben, was ich ehrlich gesagt nicht richtig glauben kann, bei solchen Aussagen.

    Um ehrlich zu sein bin ich relativ verwundert, dass nur 100.000 Kunden abgesprungen sind, aber gut, der Verlust von fast 50% davor im Vergleich zum Höchststand war schon sehr extrem. Meiner Meinung nach spielen die meisten nur noch weil sie süchtig sind oder aus Gewohnheit bzw. weil sie nichts Besseres zu tun haben und ein gewisser Anteil sind auch Botnutzer, Goldverkäufer und PvP-Betrüger, die spielen alle dieses Spiel keineswegs, sondern betrachten das als eine MÖglichkeit Geld zu verdienen, wenn das nicht mehr geht, dann springen diese Leute ebenfalls ab.

    Ansonsten kann eigentlich niemand mehr Spaß dabei empfinden dieses Spiel zu spielen. Kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Es fing alles mit Cata an, da war ein deutlicher Bruch festzustellen. Das Klassikgebiet wurde umgekrempelt. Das Gebiet, mit dem jeder Spieler der ersten Stunde unheimlich viel verbunden hat, einfach zerstört und in Müll verwandelt. Das Wissen, das man sich im Laufe von 6 Jahren angesammelt hat von einem Moment zum nächsten vollkommen wertlos, das war der erste Tritt in die Weichteile der Spieler mit Anlauf von GC und Co., was mir als reiner PvP-Spieler aber relativ egal war, aber mich bis heute dennoch stört und einer der Gründe ist, warum ich aufgehört habe. Und ich werde dieses Spiel nie wieder spielen, habe aber das Bedürfnis mitzuteilen, warum das so ist.

    In erster Linie habe ich aufgehört, weil PvP zerstört wurde. Damit meine ich die Spielmechanik. Das Niedriglevel-PvP wurde ebenfalls zerstört. Ich möchte einmal kurz stichpunktartig darauf eingehen, welche Änderungen langfristig zu Spielerverlusten geführt hat und weiterhin zu Spielerverlusten führen wird:

    1.) Zerstörung des Klassikgebietes
    2.) Zerstörung von Klassikinstanzen
    3.) Zerstörung der Spielmechanik ganz allgemein im PvE und PvP, vor allem aber im PvP
    4.) Nervige Bossmechaniken
    5.) Anpassung der Spielwelt an Kleinstkinder unter 4 Jahre
    6.) Einführung von Dungeonbrowsern etc.
    7.) Einführung von RBGs
    8.) Entwertung der Berufe
    9.) Anhebung des Maximallevels mit jedem Add-On
    10.) Keine PvP-Gebiete mehr wie Tausendwinter
    11.) Die Ausrüstung ist viel zu mächtig geworden, Können spielt keine Rolle mehr
    12.) Abschaffung des Talentbaumes
    13.) Abschaffung der Klassentrainer
    14.) Einführung von Pokemonkämpfen
    15.) Pandas für Horde
    16.) Zu viel Tagesquests, zu viel zeitfressende, stupide sich ständig wiederholende Arbeiten
    17.) Die vollkommene Toleranz von Blizzard gegenüber PvP-Bots / PvP-Cheatern usw.
    18.) Die Einführung von verschiedenen PvP-Sektoren im Niedriglevelbereich für EXP-Stopp und Nicht-EXP-Stopp
    19.) Die Trennung von Personen im PvP, die das jeweils neueste Add-On erworben haben und von denen, die das neueste Add-On nicht erworben haben

    Das dürften die Hauptgründe für den Rückgang sein.

    Mängel, die schon immer existierten und bis Dato nicht abgeschaffen worden, sind:

    1.) Man muss in einer Gilde sein, um die beste Ausrüstung für PvP zu bekommen.
    2.) Können wird nur belohnt, wenn man mindestens zu zweit spielt, sonst nicht, mittlerweile muss man dafür sogar zu dritt spielen.
    3.) Die Anzahl der Ehre in einem BG spiegelt in keinster Weise die erbrachte spielerische Leistung wider. Jeder, egal, ob er nur rumsteht und parallel fernsieht oder einer, der sich wie ein Wahnsinniger einsetzt, erhalten die gleiche Ehre, für die man sich nicht viel kaufen kann.
    4.) Kein Gold für PvP

    Mit anderen Worten WoW wird seit Cataclysm kontinuierlich zerstört. Seit MoP kann man konstatieren nach jedem Patch wird das Spiel schlechter. Vor einiger Zeit spiele ich es noch, was ich nie wieder tun werde. Es ist vorbei. Das WoW, das ich gerne gespielt habe, existiert nicht mehr und wird auch nie mehr existieren. Nicht, dass das nicht möglich wäre, aber die Entwickler sind einfach nicht dazu in der Lage.

    Als ich es noch gespielt habe, kamen mir die Tränen, als ich in Dalaran stand und mich fragen musste, was zur Hölle ist nur mit dieser Welt geschehen? Diese Frage könnte man übriens auch stellen, wenn man sich die reale Welt ansieht.

    Wenn ich auf Youtube die Musik von Klassik-WoW höre, dann weiß ich, was das Spiel einst war und dann sieht man die Pandas und ich weiß, was es heute ist. Es ist traurig, aber gut, das Spiel war schon immer Zeitverschwendung und eigentlich nur etwas für Leute, die kein Leben haben.

    Hearthstone sieht allerdings vielversprechend aus. Das könnte nach langer Zeit mal wieder ein Spiel sein, das Spaß macht.

  6. Ich habe aufgehört mit WoW weil es mich einfach nurnoch alles angekotzt hat…
    es wurde mir jegliche freude an dem spiel genommen…
    früher musste mannoch etwas tun damit man einen vorzeigbaren charakter oder mehrere besitzt, heute haste items die dir 50% EP-Bonus verschaffen und zeitgleich hat jeder 11Klassen auf 90…
    hinzu kommt, früher mussteman nach dem max level erreichen in die dungeons und blaues gear farmen um überhaupt nicht gleich beim ersten schlag von nem raidboss ausn latschen zu kippen, das hat damals tagelang gedauert, bis man genug gear zusammen hatte damit man mitgenommen wurde…
    heute gehste auf ne insel und öffnest truhen und bist sofort 3/4 Epic, wie sinnreich isn das?
    die dungeons werden immer lahmer finde ich…
    es geht jetzt nurnoch darum mittels raidfinder inis zu gehen tag ein tag aus…
    wenn man ein spiel zu einfach gestaltet, mach es einfach keinen spaß mehr…
    viele werden sich noch daran erinnern das man das erste mal in den kern ist und an den 2 ersten mobs einen killte und dann raus musste weil sonst alle sterben, das war noch anforderung, das war noch freude am spiel!
    das war damals alles anders, damals war alles besser, WotLK fand ich schon nicht mehr SOOOOO toll, aber es ging noch, aber als Cataclysm kam, wurde alles schlechtes…
    mit CATA hat Blizzard sich selbst das Grab ausgehoben…
    Blizzard hat meiner meinung nach Mutwillig eine wundervolle Ära zerstört!!!

    es ist einfach nicht mehr das gute alte WoW wie es damals war und das stört mich so…
    die zeit zurückdrehen und das gute alte nochmal genießen, das wärs…

  7. Im Folgenden versuche ich einfach die kausalen Zusammenhänge zu eruieren, die mit dem Abstieg von WoW einhergingen.

    Im Jahre 2007 fusionierte Blizzard mit Activision. Die Entwicklung von WotLK war bereits im Gange, es ist sehr wahrscheinlich, dass Activision auf dieses Add-On keinen großen Einfluss mehr ausüben konnte.

    Im Februar 2008 wurde ein neuer Chefentwickler namens Greg Street eingestellt.

    Am 9. Juli 2008 wird Robert Kotick Geschäftsführer von Activision Blizzard. Er soll für die Fusion Activision Blizzard verantwortlich sein unter Mithilfe von Vivendi Universal Games (einem französischem Aktienunternehmen).

    Am 13. November 2008 erscheint WotLK mit dem bisherigen Höchststand an Abonnenten von über 12 Millionen Spielern.

    Im Jahre 2010 (Entwicklung von Cataclysm) passierte etwas Erstaunliches Blizzard stellte 600 neue Mitarbeiter ein.

    Am 7. Dezember 2010 wird Cataclysm veröffentlicht.

    Im Jahre 2011 entlässt Activision Blizzard 300 Mitarbeiter.

    Im Jahre 2012 entlässt Activision Blizzard 600 Mitarbeiter.

    Am 25.12.2012 wird MoP veröffentlicht.

    Was wieder erstaunlich ist, dass die Chefentwickler alle ihre Posten behalten haben. Lediglich Greg Street ist angeblich freiwillig gegangen.

    Wie wir erkennen können ist ein deutlicher Zusammenhang mit dem Abstieg von WoW, was Qualität und Abozahlen angeht und der Fusionierung zwischen Activision und Blizzard, der Einstellung eines neuen Lead Designers namens Greg Street sowie die Einstellung eines neuen Geschäftsführers namens Robert Kotick festzustellen. Außerdem wurden vor Cata viele Leute eingestellt und in den Folgejahren viele entlassen. Und das müssen nicht die gleichen Leute gewesen sein. Möglich, dass man große Teile der Belegschaft ausgetauscht hat.

    Offensichtlich gibt es hier eine Korrelation.

  8. Wenns Free to Play wird spiel ich mit aber dauer zahlen kommt mir nicht in die Tüte. Kann gut drauf verzichten. Fussball wird auch nur in Sky übertragen weil so viele Idioten dafür bezahlen. ;D

    1. DAS BLIZZARD SO VIELE KUNDEN VERLIERT LIEGT DARAN DAS FAST ALLE GAMER MIT NEUEN PCs VON WINDOWS AUF LINUX UMGESTIEGEN SIND UND BLIZZARD BIS HEUTE NICHT IN DER LAGE WAR SOLCH EINEN CLINT ZUR VERFÜGUNG ZU STELLEN DARUM WANDERN GILDEN REIHENWEISE AB ZU EQ-EQ2 ODER ROM zudem wurden neue spieler in raids angelernt schon wurden wieder die talente geändert jetz dreht man ganz durch und bringt ein booster für 50€ stufe 90 end charakter was in anderen spielen als kostenloser service eh schon vorhanden ist früher war blizzard mal gut heute NEIN DANKE!

      1. “DAS FAST ALLE GAMER MIT NEUEN PCs VON WINDOWS AUF LINUX UMGESTIEGEN SIND”

        Das glaube ich kaum, allerdings bringt es auch nichts, Linux zu nutzen, aber dennoch ein Unternehmen, das mit Spyware auf deinen Rechner zugreifen und dafür auch noch die Rechte gesichert bekommen will, zu unterstützen…

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