Angespielt: Blackguards in der Vorabversion

Blackguards

Daedalic Entertainment haben sich in der Vergangenheit vor allem als Schöpfer hervorragender Adventures einen Namen gemacht. Jetzt versuchen sich die Entwickler an einem Rundenstrategiespiel in der Welt des Schwarzen Auges.

In Blackguards übernehmt ihr die Rolle eines unschuldig Angeklagten, der vor seinen Verfolgern aus der Hafenstadt Neetha im Horasreich flieht. Euch wird vorgeworfen, die Prinzessin ermordet zu haben. Schnell wird aber klar, dass es sich hier nur um eine Intrige handeln kann, in die euer Freund Lysander verwickelt sein muss. Der ist mysteriöserweise ebenfalls verschwunden, und so verfolgt ihr seine Spur in den unzivilisierten Süden Aventuriens.

Blackguards ist momentan als Early Access Version auf Steam erhältlich. Auch wenn ich persönlich nicht verstehe, warum sich jemand ein linear aufgebautes Spiel in unfertiger Fassung kaufen sollte, eignet sich die Veröffentlichung doch prima, um über den aktuellen Stand zu berichten.

Die Kämpfe machen den Hauptteil des Spiels aus. Auf einem klassischen Gitternetz manövriert ihr eure Heldengruppe durch Begegnungen mit Goblins, Wölfen und Banditen. Zug um Zug werden Fähigkeiten genutzt, Laufwege versperrt und Wuchtschläge in den Gegnerschädel platziert. DSA-Puristen werden bemängeln, dass das Regelwerk an einigen Stellen verändert wurde, so gibt es zum Beispiel in der aktuellen Version keine Passierschläge. Schwierig genug sind die Kämpfe mit zunehmendem Spielverlauf trotzdem, da ist es doch ganz praktisch, dass man zu Boden gegangene Helden mit einem einfachen Balsam wieder auf die Beine stellen kann. Zu Anfang könnt ihr Magier, Jäger oder Krieger als Heldenklasse wählen, auf eine Implementierung des umfangreichen Charaktersystems der vierten Edition wurde ebenfalls verzichtet.

[Blackguards-Teaser]

Geschichte und Flair werden in Blackguards in Zwischensequenzen und Dialogen präsentiert, eine gerenderte Welt zum Erforschen gibt es nicht. Von Punkt zu Punkt und damit von Kampf zu Kampf klickt man sich einfach über eine Landkarte. Zwischendurch werden noch Ausrüstungsgegenstände gefunden, Sonderfertigkeiten trainiert und Talente gesteigert. Trotzdem verstehen sich die Entwickler offensichtlich aufs Erzählen, denn nach einer kurzen Eingewöhnungsphase war ich so ins Spiel vertieft, dass ich mich geradezu vom Bildschirm losreißen musste. Erstaunlich, dass man mit so wenig erzählerischen Mitteln einen derart starken Effekt erzielen kann. Da könnten sich viele der großen Vollblut-RPGs durchaus mal eine Scheibe  abschneiden.

Offiziell erscheint Blackguards Ende Januar 2014 für PC & Mac. Der Preis für die Standard-Edition wird dann bei 39,99 € liegen. Wer schon per Early Access einsteigen möchte, spart 15 Euro und bekommt nach und nach Zugriff auf alle Kapitel des Spiels.

[Das Schwarze Auge – Blackguards]

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