Kintense – Kamera kann aggressives Verhalten erkennen

SecurityCam

Brauchen wir wirklich noch klügere Überwachungssysteme? Ein Team von Wissenschaftlern der Universität von Virginia hat eine Kamera gebaut, die aggressives Verhalten bemerkt und Alarm schlägt. Das Kintense-System wurde entwickelt, um Anstaltspfleger vor gewalttätigen Patienten zu warnen.

Wie der New Scientist berichtet, konstruiert Kintense aus den Analysedaten der aufgenommenen Personen in Echtzeit ein 3D-Skelett. Ein Algorithmus versucht dann, auf Grund der Bewegungen aggressives Verhalten wie Tritte oder Schläge vorherzusagen und zu erkennen. In Testläufen war die Erfolgsquote bei Tritten mit 90 % korrekter Erkennung am höchsten. Schläge und Würfe sind für das System weniger einfach zu entdecken. Anders als bei Microsofts Kinect, die als Inspirationsquelle für das Projekt diente, müssen die Menschen die Kamera nicht mehr direkt ansehen. Die Wissenschaftler planen eine Erweiterung des Systems, so dass auch verbale Aggressionen erkannt werden können.

Ein Problem der Technologie sind ihre möglichen Anwendungen. Wer garantiert uns, dass die Kamera in den Krankenhäusern bleibt, für die sie gebaut werden soll? Gerade mit dem geplanten Verbal-Update schieben sich da ganz schnell Überwachungsvisionen á la Person of Interest und Watch Dogs ins Bild. Es ist die Frage, ob die jetzt schon im Begriff befindliche Überwachung an öffentlichen Plätzen auch noch mit einem System ausgestattet werden muss, das bei “Fehlverhalten” einen Alarm auslöst.

[Kintense], via [New Scientist] / (Bild: shutterstock.com – igor.stevanovic)

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