Kaspersky: Russisches Atomkraftwerk über USB-Stick mit Stuxnet infiziert

Atomkraftwerk

Es ist ein weit verbreitetes Missverständnis, dass man mit dem Internet verbunden sein muss, um sich Schadsoftware einzufangen. Das ist nicht wahr und laut dem renommierten IT-Sicherheits-Experten Eugene Kaspersky bekamen das die Jungs aus einem russischen Atomkraftwerk auch zu spüren.

Bei einem Vortrag vor dem Canberra Press Club in Australien berichtete Kaspersky, dass ein russisches Atomkraftwerk durch einen infizierten USB Stick von dem berüchtigten Virus Stuxnet befallen war. Das Kraftwerk war zu dieser Zeit mit dem Internet verbunden, im Gegensatz zum iranischen Natanz Nuklearkomplex, welches 2010 von Stuxnet heimgesucht wurde. Ferner erfolgte die Infektion während der „Stuxnet Zeit“. Der Virus wurde im russischen Atomkraftwerk zunächst aber nicht aktiv. Kaspersky berichtete weiterhin, dass sogar die International Space Station „von Zeit zu Zeit“ mit Schadprogrammen infiziert werde – dank USB-Sticks, die von Wissenschaftlern mitgebracht werden.

Skeptiker werden sagen, dass es schwierig ist, Kasperskys Behauptungen über das Atomkraftwerk zu verifizieren. Allerdings ist sicher, dass die Reichweite des Wurms weit über den Iran hinaus reichte. Der Virus erstreckte sich über die ganze Welt, sogar auf die Vereingten Staaten, die das Ding angeblich gebaut haben. Außerdem ist bekannt, dass Viren mehrfach die ISS befallen haben.

Trotzdem scheinen die Hauptthesen Kasperskys einleuchtend. In dieser neuen, fortschreitenden Ära der Cyber-Bedrohungen ist keiner sicher: „Leider ist es möglich, dass andere Nationen, die nicht im Konflikt stehen, Opfer von Cyberattacken auf kritische Infrastruktur werden. Es ist der Cyberspace. [Es gibt] keine Grenzen.“

[via gizmodo.com]

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