Odón Device: Automechaniker entwickelt günstiges und simples Gerät für Geburtshilfe [Video]

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Der New York Times zufolge leiden weltweit etwa 10% der pro Jahr geborenen Babys an den Folgen von Komplikationen bei der Geburt. Weitere 5.6% werden stillgeboren oder sterben kurz nach der Geburt. Jorge Odón hat ein Gerät entwickelt, dass das ändern soll.

Die Idee kam dem Argentinier Odón, nachdem er sich ein YouTube-Video darüber ansah, wie man mit einer Plastiktüte einen in eine leere Flasche Wein gefallenen Korken herausbekommt:

Video angesehen, legte er sich später ins Bett und träumte (eigener Aussage zufolge) von einem Gerät zur Geburtshilfe. Wie ein guter Entwickler das so tut, schnappte er sich die Puppe seiner Tochter, stopfte sie in ein Glasgefäß und zog sie mit einem ersten Prototyp – einer normalen Plastiktüte – wieder heraus. Die Puppe überstand die Prozedur, jetzt hat eine amerikanische Firma das ausgearbeitete Produkt lizensiert und will das Odón Device auf den Markt bringen.

Beim Odón Device wird ein Plastikbeutel, der sich in einer gleitfähigen Kunststoffhülle befindet, in den Geburtskanal befördert. Wird der Beutel aufgeblasen, legt sich die Hülle um den Kopf des Babys, welches dann herausgezogen werden kann. Dr. Mario Merialdi von der Weltgesundheitsorganisation zeigt sich von der Erfindung begeistert:

Für dieses Problem brauchte es jemanden wie Jorge. Ein Geburtshelfer hätte versucht, Geburtszange oder Vakuumextraktor zu verbessern, ein Mechaniker kam da richtig. Vor zehn Jahren wäre das nicht möglich gewesen. Denn ohne YouTube hätte er das Video nie gesehen. [NY Times]

Bild: New York Times

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