Erster Achtkern-Prozessor von MediaTek

MediaTek

MediaTek hat einen Achtkernprozessor für Smartphones und Tablets vorgestellt. Der MT6592 genannte System on a Chip (SoC) entstand in Zusammenarbeit mit ARM und soll laut eigenen Angaben der erste echte Achtkernprozessor auf dem Markt sein. Trotzdem verbrauche der Chip angeblich 50 Prozent weniger Energie als aktuelle High-End-Chips.

Der mit einer Strukturbreite von 28 Nanometern gefertigte Prozessor weist einen Takt von bis zu 2 GHz auf. Die verwendete Architektur bezeichnet MediaTek als voll skalierbar, was bedeutet, dass der MT6592 Hintergrundprozesse und aufwendige Berechnungen gleichermaßen effektiv ausführen kann. Ein spezieller Algorithmus überwacht Temperatur und Stromverbrauch für eine optimale Performance.

Das Multimedia-Subsystem des SoC unterstützt Videowiedergabe in Ultra-HD, die Videocodecs H.264, H.265 und VP9, Kameras mit bis zu 16 Megapixeln Auflösung sowie Full-HD-Displays. Der Chip integriert zudem WLAN nach IEEE 802.11n, Bluetooth, GPS und ein UKW-Radio.

“MediaTek übernimmt mit dem MT6592 eine Vorreiterrolle, indem es erstmals ARMs energieeffizienten Cortex-A7-Prozessor in einer Achtkern-Konfiguration mit einer ARM-Mali-GPU nutzt”, wird Noel Hurley, Vizepräsident für Strategie und Marketing bei ARM, in einer Pressemeldung zitiert. “Der MT6952 bietet lange Akkulaufzeiten, kurze Reaktionszeiten und das bestmögliche Multimedia-Erlebnis”, ergänzt Jeffrey Ju, General Manager der Smartphone-Sparte von MediaTek.

Erste Geräte mit dem MT6592 werden MediaTek zufolge noch vor Jahresende in Kombination mit Android 4.3 Jelly Bean auf den Markt kommen. Smartphones mit Android 4.4 KitKat, die den Achtkern-Prozessor verwenden, sollen ab Anfang 2014 erhältlich sein.

Schon im Februar hatte ARM die Samsung-CPU Exynos 5 Octa demonstriert. Sie setzt sich aus vier Kernen vom Typ Cortex-A7 und vier Cortex-A15 zusammen. Im Juli verdoppelte Samsung zudem die Grafikleistung des Chips. Beide Varianten sind allerdings bisher kaum in Endgeräten zu finden.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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