Vint Cerf: Privatsphäre ist eine Anomalie

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Vint Cerf gilt als einer der Väter des Internets. Und als jemand, der sich nicht scheut, seine Meinung zu sagen. Jetzt hat er es wieder getan und verkündet, Privatsphäre sei so etwas wie eine Anomalie.

Eine nicht ganz uninteressante Aussage, ist der 70jährige doch seit 2005 Vize-Präsident von Google und beschäftigt sich dort als ‘Chief Internet Evangelist’ mit Fragen über die Zukunft des Internets.

Auf einer Veranstaltung der amerikanischen FTC bezeichnete Cerf Privatsphäre als ein relativ neues Konzept und eine möglicherweise nicht nachhaltige Entwicklung.

In einem Ort mit 3.000 Einwohnern gibt es keine Privatsphäre. Jeder weiß, was der andere macht. Es war die industrielle Revolution und das Anwachsen der städtischen Bevölkerung, die zu einem Gefühl der Anonymität beigetragen haben.

Zwar räumte er ein, es sich so etwas einfach zu machen, fügte aber hinzu, dass “es zunehmend schwierig für uns sein wird, Privatsphäre zu erlangen. Die Technologie, die wir heute nutzen, hat unsere sozialen Institutionen weit überholt. [Es müssen] soziale Konventionen entwickelt werden, die die Privatsphäre der Menschen mehr respektieren.”

In anderen Worten: Es war die Industrie, die uns Anonymität und Privatsphäre gab – und das Voranschreiten der technischen Entwicklungen nimmt sie uns heute wieder. Warum also aufregen, schließlich ist das Konzept von Privatsphäre erst einige Jahrzehnte als. Oder sollten wir doch wieder für mehr Anonymität kämpfen?

[Verge via gizmodo.com, Foto: Joi unter Creative Commons Lizenz]

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  1. Unfug! Auch in einem Ort mit 3.000 Einwohnern gab und gibt es Privatsphäre. Vielleicht weniger als in der Anonymität der Großstadt, aber keiner liest Deine Briefe oder hört Dir beim Telefonieren zu.

  2. Wenn ich von Google bezahlt werden würde, könnte ich auch solchen Mist erzählen.
    Die sind dafür da, dass unsere Privatsphäre erhalten bleibt!

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