Antivirus-Experten warnen vor Trojaner „Neverquest“

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Der russische Antivirus-Spezialist Kaspersky warnt vor einem neuen Banken-Trojaner, der sich nicht nur Zugriff auf die jeweiligen Konten verschafft, sondern auch mit dem sich darauf befindenden Geld spekuliert.

In einem Hacker-Forum ist das russische Softwareunternehmen Kaspersky auf einen fiesen Banken-Trojaner aufmerksam geworden. Neverquest (Trojan-Banker.Win32/64Neverques), wie der Trojaner genannt wird, hat weltweit schon tausende Computer, die für Online-Banking genutzt werden, attacktiert. Der Trojaner hat es auf Online-Banking und Online-Bezahldienste abgesehen. Ein User namens „bonaparte“ bietet in besagtem Forum ein Programm an, dass offenbar in der Lage ist, jede Bank in jedem Land, anzugreifen. Auch deutsche Ziele stehen auf der Angriffsliste. Sergej Golovanow, Kaspersky-Experte, rechnet weiterhin mit zahlreichen Angriffen. „Neverquest ist in der Lage, sich selbst zu replizieren und noch neu auf dem Markt“.

Der Trojaner kommt an die Nutzernamen und Passwörter von Bankkonten. Außerdem an Daten, die Anwender auf manipulierten Bank-Webseiten eingeben. Der Datendiebstahl wird durch spezielle Scripte der Browser „Internet Explorer“ und Firefox“ möglich, indem sie dem Schädling die Kontrolle über die Verbindung mit den Steuerungs-Servern der Hacker überlassen. Sobald Seiten aufgerufen werden, die auf der Liste der Cyberkriminellen stehen, geschieht dieser Vorgang. Hauptziel von Neverquest ist laut Kaspersky eine Plattform für Investmentfonds. Wenn die Hacker Zugang zu den an versierten Accounts bekommen, können sie dank des installierten Trojaners nicht nur Geldbeträge auf eigene oder andere gehackte Konten transferieren, sondern auch mit dem jeweiligen Guthaben an der Börse spekulieren.

Wie man sich richtig gegen Neverquest schützen kann, ist bisher absolut unklar. Sicher ist es gut, die gängige Software gegen Malware, Viren oder Trojaner zu installieren und aktuell zu halten. Oft verwendete Programme sind beispielsweise Kaspersky, AntiVir, Nod32 oder Norton. Hoffentlich nicht, aber  – Ist jemand von euch betroffen und kann Erfahrungen weitergeben?

[Quelle:n-tv.de]

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