Test: Sony PlayStation 4 angezockt

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Genau eine Woche nach der Xbox One bringt auch Sony seine Next-Gen-Konsole in den Handel. Die PlayStation 4 kostet hierzulande 399 Euro und ist damit 100 Euro günstiger als die Konsole des großen Rivalen. Im Gegensatz zu Microsoft, das sich bei der Xbox One verstärkt auf Unterhaltungs-Funktionen samt Live-TV-Integration und Bedienmöglichkeiten für das AV-Equipment konzentriert, rückt Sony weiterhin das Gaming in den Mittelpunkt.

Wir haben uns die Konsole genau angesehen und hatten auf Sonys Launch-Event in München die Möglichkeit, erste Eindrücke zu sammeln.

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Hardware & Design

Dank der x86-CPU von AMD mit acht “Jaguar”-Kernen, einer AMD-Radeon-GPU mit 18 Recheneinheiten und einer Speicherbandbreite von 1,84 Teraflops sowie 8 GByte DDR5-RAM hat die PS4 jede Menge Power unter Haube. In Sachen Leistung und Grafik hat sie im Vergleich mit der Xbox One knapp die Nase vorne. Fast alle Spiele stellt die PS4 mit einer Full-HD-Auflösung von 1080p dar. Auf der Xbox One laufen sie häufig nur mit 720p.

Die Festplatte ist mit 500 GByte genauso groß wie die der Xbox One. Sie lässt sich im Gegensatz zu Microsofts Konsole aber austauschen. Nutzer, denen der Speicherplatz nicht ausreicht, können einfach eine größere SATA-Festplatte (für Laptops) oder eine SSD einbauen.

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Als optisches Laufwerk kommt wie beim Vorgänger ein Blu-ray-Drive zum Einsatz. Die Schnittstellenausstattung umfasst drei USB-3.0-Ports, HDMI, einen analogen AV-Ausgang und einen optischen digitalen Audioausgang. An Verbindungsoptionen sind WLAN nach 802.11b/g/n, Ethernet und Bluetooth 2.1 vorhanden. Sony hat allerdings angedeutet, dass das meiste aktuelle Bluetooth-Zubehör – inklusive Headsets und älteren DualShock-3-PS3-Controllern – nicht mit der PS4 funktioniert. Die Ausnahme ist ein PlayStation-Move-Controller, falls Spiele diesen unterstützen.

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Die PS4 kann wie die Xbox One nur digital über den HDMI-Port angeschlossen werden. Composite- oder Component-Ausgänge für den Anschluss an einen älteren Standard-Definition-TV gibt es nicht.

Das Design der neuen PS4 erinnert mehr an die PlayStation 2 als an den direkten Vorgänger. Die schwarze Box ist wieder deutlich kantiger geworden und hat grob die Form eines Parallelogramms. Die Konsole misst in der Breite, Tiefe und Höhe 27,5 mal 30,5 mal 5 Zentimeter und ist damit deutlich kompakter als die Xbox One. Die Oberfläche der Konsole ist zu einem Drittel glänzend und zu zwei Drittel matt.

Im Gegensatz zur Xbox One, die nur in horizontaler Lage betrieben werden darf, kann die PS4 auch hochkant aufgestellt werden. Sony empfiehlt zwar den Standfuß zu verwenden, allerdings scheint die Konsole auch ohne das Zubehör sicher zu stehen.

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Die PlayStation-4-Eye-Kamera ist separat erhältlich. Sie kostet rund 50 Euro. Der Preisunterschied zur Xbox One kommt zum Teil auch dadurch zustande. Die Xbox One wird nämlich nur zusammen mit der Kinect-Kamera verkauft wird.

Die Eye Kamera wird auf den TV gelegt und kommuniziert mit PlayStation Move und dem DualShock 4 Controller, um die Bewegung der Spieler zu verfolgen. Sie verfügt jetzt über zwei Kameras, die alle Aktivitäten bis zu einem Winkel von 85 Grad erfassen können. Zudem bringt sie vier integrierte Mikrofone für Geräuscherkennung und –ortung mit.

Mit der Eye-Kamera können PS4-Besitzer die Konsole auch per Sprachsteuerung bedienen und sich per Gesichtserkennung einloggen – ganz ähnlich wie mit Microsofts Kinect-Kamera. Allerdings lassen sich bei der PlayStation 4 nur einige Schlüsselfunktionen steuern. Anwender können beispielsweise Spiele starten oder während des Zockens Screenshots per Sprachbefehl aufnehmen. Die Xbox One bietet in diesem Bereich jedoch weit mehr Möglichkeiten.

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Die PlayStation-Kamera hat daneben noch andere Funktionen. Zum Beispiel können Eye-Kamera-Besitzer die Livestreams ihrer Spiele auf Twitch oder UStream kommentieren oder sich mit dem Augmented-Reality-Spiel The Playroom vergnügen. Ohne Kamera gibt es diese Möglichkeiten nicht.

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Gameplay

Auf Sonys Launch-Event in München hatten wir die Möglichkeit, einige PS4-Launch-Games anzuzocken. Insgesamt ist das Line-up exklusiver Titel bei der PS4 schwächerer als bei XBox One. Abgesehen von Killzone: Shadow Fall ist, um ehrlich zu sein, kein wirklicher Knaller dabei. Cross-Plattform-Games wie FIFA 14, Assassin’s Creed IV: Black Flag, Call of Duty: Ghosts oder Battlefield 4 gibt es auch für die Xbox One sowie die Vorgänger-Konsolen.

Das Spielgefühl ist auch erst einmal ziemlich ähnlich wie beim Vorgänger. Die Spiele sehen aber dank der höheren Auflösung, detailreicheren Texturen und Lichteffekte sowie natürlicherer Farben grafisch merklich besser aus als noch auf der PlayStation 3. Der Fortschritt ist aber auf den ersten Blick nicht so groß wie beispielsweise beim Sprung von SD zu HD.

Bei Cross-Plattform-Games wie Assassin’s Creed IV: Black Flag, die nicht grundlegend für die Next-Gen-Konsole überarbeitet wurden, sind die Unterschiede nicht sehr groß. Eine Reihe an Multi-Plattform-Sportspielen wie FIFA 14, Madden 25 oder NBA 2K14 nutzen die neue Hardware zwar auch schon besser aus, doch auch diese hauen einen im Vergleich zum Gameplay auf der PS3 nicht unbedingt vom Hocker. Hier fehlt auf jeden Fall ein großes Kaliber wie GT6.

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Während des Zockens hat man die Möglichkeit, zurück ins Menü zu wechseln, ohne den aktuellen Spielstand zu verlieren. Drückt man den Home-Button zweimal, geht es wieder zurück zum Spielgeschehen. Nur wenn die Konsole ausgeschaltet wird, geht die aktuelle Session verloren.

Sony hat ein neues dynamisches Trophäen-System eingeführt, das die Auszeichnungen neben dem Schwierigkeitsgrad (Bronze, Silber, Gold oder Platinum) auch nach der Seltenheit einstuft. Wie selten eine Trophäe ist, das hängt von den anderen PlayStation-Spielern ab und wird immer wieder neu errechnet.

Spielstände speichert die PS4 lokal ab und synchronisiert sie auch mit der Cloud. So sind sie beispielsweise auch auf der Konsole eines Freundes zugänglich, solange eine Internet-Verbindung und eine PS-Plus-Mitgliedschaft vorhanden ist.

Besitzer einer PlayStation Vita können den tragbaren Handheld mit der PS4 verbinden und die Remote-Play-Funktion verwenden. So lassen sich Spielinhalte auf dem 5-Zoll-Bildschirm der Mobilkonsole wiedergeben. Eine ähnliche Lösung bietet Nintendo mit dem in den Controller der Wii U integrierten Display an. Die Installation ist recht einfach und funktioniert tatsächlich gut, die Leistung hängt aber maßgeblich von der Geschwindigkeit des Heimnetzwerks ab. Außerhalb des Netzwerks lässt sich das Feature nicht nutzen.

Wie die Xbox One ist auch die PS4 nicht abwärtskompatibel. Zumindest spielt sie alte Disks nicht ab. PS3-Spiele aus dem PlayStation-Store lassen sich laut Sony ebenfalls nicht übertragen. Allerdings erhalten Anwender über die PlayStation Cloud Streaming-Zugang zu Titeln der Vorgänger-Konsolen. Damit ist die PS4 im Prinzip doch abwärtskompatibel, obwohl sie selbst keine alten PS3-Datenträger unterstützt. Das Feature wird aber nicht vor 2014 verfügbar sein. Zudem wird Sony wohl nicht alle, sondern nur eine gewisse Auswahl an älteren Titeln als Streaming-Versionen anbieten.

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PS3-Besitzer, die auf die PS4 wechseln, erhalten übrigens für einen bestimmten Zeitraum signifikante Vergünstigungen beim Kauf eines PS4-Titels, den sie bereits für die alte Konsole erworbenen haben. Dies soll eine Belohnung für treue PlayStation-Anhänger sein, gilt aber nur für die Spiele Battlefield 4, Assassins Creed IV: Black Flag, Call of Duty: Ghosts, Injustice: Götter unter uns (Ultimate Edition) sowie NBA 2K14. Diese gibt es dann als Download-Versionen für die PS4 für knapp 10 Euro zu kaufen. Weitere Informationen hält Sony auf seiner Webseite bereit.

Controller

Einen äußerst positiven Eindruck hinterlässt der neue und verbesserte DualShock-4-Controller. Sony hat fast alle Mängel des Vorgänger-Controllers DualShock 3 beseitigt. Die Handauflagen sind deutlich größer, etwas abgerundeter und an der Unterseite griffiger als zuvor. Der Controller hat insgesamt auch etwas an Gewicht zugelegt, das ein wertigeres Gefühl aufkommen lässt. Zudem hat Sony die etwas rutschigen, kuppelartigen Auflagen der Analog-Sticks beim neuen DualShock 4 überarbeitet. Sie sind kleiner und kommen nun mit einer ähnlichen, griffigen Oberflächenstruktur wie die des Xbox-Controllers. Kleiner Tipp: Drückt man den rechten Stick während der Texteingabe, erscheint eine Tastatur, mit der das Tippen etwas schneller geht.

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Zwischen den Analog-Sticks sitzt wie üblich der vertraute PlayStation-Home-Button und ein Lautsprecher. Unterhalb der Home-Taste ist die Buchse für ein Headset (für Online-Chat oder Spielsound) und ein “EXT”-Anschluss verbaut. Der Controller verfügt jetzt auch über ein kleines Touchpad in der Mitte, einen Share-Button sowie eine Lichtleiste für Bewegungssteuerung. Letztere war bisher nur mit dem zusätzlichen Move-Controller möglich.

Das Touchpad sitzt zwischen der Share- und Options-Taste, ist klickbar und verarbeitet auch Multitouchgesten – ganz ähnlich wie bei einem Laptop. Wie es dann in Spielen zum Einsatz kommt, das hängt natürlich von den Entwicklern ab. In Killzone: Shadow Fall befehligt man beispielsweise die OWL-Drone oder ruft Menüs mit Hilfe des Pads auf. Mit dem Share-Button lassen sich mit einem Klick aufgenommene Spielszenen und Screenshots heraussuchen, zuschneiden und mit Freunden teilen. Dazu später mehr. Der Share- und Options-Button ersetzt übrigens die Select- und Menü-Taste.

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Die Lichtleiste auf der Rückseite dient nicht nur zur Bewegungssteuerung, sondern kann auch von Entwicklern in Spielen eingesetzt werden. So kann sie passend zur Atmosphäre der aktuellen Spielszene die Farbe wechseln. In Killzone: Shadow Fall vermittelt die Lichtleiste beispielsweise den Gesundheitszustand der Spielfigur.

Den L1-, L2-, R1- und R2-Knöpfen hat Sony ebenfalls ein neues Design verpasst. Davon profitieren besonders die L2- und R2-Trigger. Diese haben mehr Widerstand und bieten besseren Halt für den Finger.

Wie der DS3 kommt wie der DS4 mit einem Sixaxis-Bewegungssensor, einem Drei-Achsen-Gyroskop und einem dreiachsigen Beschleunigungsmesser. Die Präzision des Sensors hat Sony gegenüber dem letztjährigen Modell weiter verbessert.

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Darüber hinaus kommt der DualShock 4 mit zwei Vibrationsmotoren, die sich getrennt voneinander ansprechen lassen. Damit können Entwickler das Vibrations-Feedback noch kontextbezogener einsetzen.

Einzig und allein trübt die Akkulaufzeit des DualShock-4-Controllers das sonst positive Gesamtbild. Im Gegensatz zum Vorgänger ist diese ersten Eindrücken zufolge deutlich geringer. Aufgeladen wird der Controller über den Micro-USB-Port. Der DS4 lässt sich nun auch mit Strom betanken, wenn sich die Konsole im Standby-Modus befindet. Das klappte bei der PS3 nicht.

Der PS4-Controller soll sich übrigens auch mit der PS3 verwenden lassen. Allerdings sind dann nur die grundlegenden Funktionen verfügbar. Neue Features wie das Touchpad werden auf der alten Konsole nicht unterstützt.

Benutzeroberfläche

Die PlayStation-3-Xross-Media-Bar (XMB) hat sich bei der PS4 zum “Dynamic Menu ” weiterentwickelt, das die Menüführung vereinfacht und Inhalte logisch gruppiert. Es besteht im Wesentlichen aus zwei horizontalen Reihen. Am oberen Bildschirmrand finden Nutzer Symbole, über die sie beispielsweise Zugriff auf ihre Freunde, Trophäen und Einstellungen erhalten. Darunter zeigt die PS4 die letzten Aktivitäten des Spielers an. Zum Beispiel das letzte Spiel, das er gespielt hat, die zuletzt geteilten DVR-Clips, heruntergeladene Titel, Web-Zugriffe oder andere Inhalte. Wählt der Spieler eine Schaltfläche aus, zeigt das System Elemente aus dem PlayStation Network (PSN) mit relevanten Inhalten an. Themes gibt es ab Werk nicht mehr. Das Feature reicht Sony aber eventuell noch nach.

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Streaming

Während in den USA rund 14 Streaming-Dienste zur Verfügung stehen, haben deutsche PS4-Besitzer eine nicht ganz so große Auswahl. Hierzulande gehen neben Sonys eigenen Angeboten Music Unlimited und Video Unlimited Maxdome, Amazon Lovefilm, IGN, Videzone und Watchever an den Start. Ein Unterschied im Vergleich zur PS3 ist die fehlende Möglichkeit, Filme herunterzuladen. Sie lassen sich bei der PS4 nur streamen. Zudem hält das System regelmäßig Empfehlungen auf Basis der zuletzt angesehenen oder populärsten Inhalte bereit.

Ein cooles Feature ist die Möglichkeit, via Music Unlimited gestreamte Songs auch im Hintergrund während des Zocken anhören zu können. Die Xbox One bietet in diesem Bereich aber weit mehr. Mit der Snap-Funktion lassen auf der Microsoft-Konsole eine ganze Reihe an Anwendungen nebenbei betreiben. Ein Vorteil der PS4: Anwender können auswählen, ob nur die Musik, der Sound vom Spiel oder beides zu hören ist. Das klappt bei der Xbox zum Start noch nicht.

Daneben können PS4-Besitzer auch wieder Blu-rays oder DVDs abspielen. Ein Rückschritt ist im Vergleich zum Vorgänger aber die fehlende Möglichkeit, MP3-Files oder Audio-CDs abzuspielen. Die neue Konsole bietet nun auch keine DLNA-Unterstützung mehr. Das bedeutet, PS4-Besitzer können auch keine Media-Dateien mehr von einem PC über das Netzwerk via DLNA streamen – zumindest zu Beginn. Aufgrund heftiger Beschwerden der Fan-Gemeinde hat Sony angekündigt, das Feedback an das Entwickler-Team weiterzugeben und das Feature eventuell im Lauf der Zeit per Firmware-Update nachzureichen.

Eine Live-TV-Integration gibt es im Gegensatz zur Xbox One bei der PS4 nicht. Eine IR-Schnittstelle ist ebenfalls nicht vorhanden. Die Konsole empfängt also keine Infrarot-Befehle wie es bei der Xbox der Fall ist. Daher lässt sie sich auch nicht mit einer Universal-Fernbedienung bedienen, wenn man einen Film anschaut, und kann auch nicht den Fernseher oder die Heimkino-Anlage per Sprachsteuerung bedienen. Sony hat aber bestätigt, dass es an einer Bluetooth-Fernbedienung arbeitet. Einen Release-Termin gibt es für das Zubehör aber noch nicht.

In Sachen Unterhaltung hat die Xbox One damit auf jeden Fall mehr zu bieten. Aber das ist auch Teil von Sonys Strategie. Im Gegensatz zur neuen Xbox, die nicht mehr hauptsächlich eine reine Spielekonsole, sondern zum Mittelpunkt des Wohnzimmers – der ultimativen All-In-One-Gaming und -Home-Entertainment-Zentrale – werden soll, betont Sony, die PS4 vor allem für Gamer entwickelt zu haben.

PlayStation Network & PlayStation Plus

Anders als bei der Xbox, bei der eine Live-Goldmitgliedschaft im Prinzip für den Großteil aller coolen Features Pflicht ist, ist bei der PlayStation eine PS-Plus-Mitgliedschaft für deutlich weniger Funktionen nötig. Um die Entertainment-Dienste, Web-Browser, den Party-Chat oder den Game-DVR zu nutzen, ist sie beispielsweise nicht erforderlich. Allerdings steht der Online-Multiplayer-Modus nur noch PS-Plus-Mitgliedern zur Verfügung. Nur ausgewählte Free-to-Play-Games lassen sich ohne Abo im Multiplayer-Modus spielen. Eine Mitgliedschaft wird außerdem für automatisierte Updates von Spielen benötigt, die dann bereits im Standby-Modus im Hintergrund durchgeführt werden. Aktualisierungen der Firmware laufen aber auch ohne PS Plus selbstständig ab. Zahlenden PS4-Besitzern stellt Sony zudem 1 GByte Cloudspeicher für Spielstände zur Verfügung. Außerdem gibt es kostenlose und ermäßigte Games für alle Sony-Plattformen sowie Zugriff auf exklusive Demo-Versionen. Die kostenlosen Spiele sind allerdings nur solange verfügbar, solange auch die PS-Plus-Mitgliedschaft besteht. Eine bereits bestehende PS-Plus-Mitgliedschaft wird übrigens wie bei Microsoft auf die PS4 übertragen.

Alle PSN-Mitglieder müssen eine Konsole als primäres Gerät festlegen (lässt sich bei Bedarf ändern), können sich dann aber beispielsweise auch auf der PS4 eines Freundes einloggen, ihre bereits erstandenen Games herunterladen, installieren und dort spielen. Das klappt mit beliebig vielen Konsolen, solange man mit seinem Account angemeldet ist. Per Cloud-Zugriff können Spieler auch auf ihre Speicherstände zugreifen. Wie bereits erwähnt, ist das aber nur für PS-Plus-Mitglieder möglich. Gekaufte Download-Spiele können sogar auf zwei Konsolen gleichzeitig gezockt werden.

Die Konsole unterstützt zudem bis zu 16 lokale Konten. Das heißt, auch Familienmitglieder können beispielsweise die Games des Konsolen-Besitzers spielen, ohne sie selbst kaufen und sich mit dem primären Account einloggen zu müssen. Insgesamt können sich vier Nutzer gleichzeitig auf einer PS4 einloggen. Ist der primäre Halter ein PS-Plus-Mitglied, erhalten auch die anderen Gast-Spieler Zugang zum Multiplayer-Modus.

Eine Neuerung beim Herunterladen von Spielen über den PlayStation Store ist das Feature Play-as-you-Download. Das bedeutet, man kann ein Game bereits spielen, bevor der Download komplett abgeschlossen ist. Die restlichen Daten werden im Hintergrund heruntergeladen. Anfangs könnten einige Titel diese Funktion aber noch nicht unterstützten. Weiterhin haben Spiele-Entwickler nun die Möglichkeit, das Herunterladen von bestimmten Teilen des Spiels zu erlauben. Bei Call of Duty: Ghosts lässt sich auf der PS4 beispielsweise nur die Kampagne oder nur die Multiplayer-Komponente installieren.

Soziale Features

Die PlayStation 4 unterstützt nun auch Party-Voice- und Text-Chats. Wie auf der PS Vita können acht Personen gleichzeitig kommunizieren – natürlich auch während des Zockens. Dabei können sich nicht nur PS4-Besitzer untereinander verständigen, sondern sich auch mit den Handheld-Nutzern unterhalten. An PS3-Spieler lassen sich allerdings nur Textnachrichten verschicken. Das PS-Konto kann nun mit dem Facebook- oder Twitter-Account verknüpft werden und die Freundesliste erlaubt insgesamt 2000 Bekanntschaften. Bei der PS3 war sie noch auf 100 Einträge beschränkt. Wer möchte, kann nun auch seinen realen Namen verwenden.

Eines der coolsten sozialen Features dürfte wie auf der Xbox One der Game DVR sein, der es Spielern ermöglicht, Screenshots und Videos von Spielszenen aufzunehmen, auf der Festplatte abzuspeichern und mit Freunden beziehungsweise der PlayStation-Community zu teilen. Livestreams von Freunden lassen sich natürlich direkt über die PS4 anschauen. Dafür gibt es einen eigenen Menüpunkt.

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Grundlegend nimmt die PlayStation 4 maximal die letzten 15 Minuten des Spiels auf (Xbox maximal 5 Minuten). Die Auflösung beträgt 720p bei 30 Frames pro Sekunde. Screenshots speichert die Konsole in 1080p. Daneben lässt sich das Spielgeschehen auch in Echtzeit streamen. Hierbei gibt es auch keine Zeitbeschränkung.

Als Soziale Netze sind Facebook (Videos und Screenshots), Twitter (Screenshots), UStream und Twitch (Livestreams) unterstützt. Ein Upload der Clips auf Youtube ist beispielsweise nicht möglich.

Geteilt werden die Videos über den Share-Button. Solange man diesen nicht betätigt, belegt das aufgezeichnete Material auch keinen Speicher auf der Festplatte. Anwender können dann entscheiden, ob sie einen Clip oder einen Screenshot teilen beziehungsweise eine Live-Übertragung starten wollen. Clips lassen sich vor dem Teilen noch zurechtschneiden. Bei Livestreams können Spieler das Geschehen mit Hilfe eines Headsets kommentieren. Zudem kann das Bild der Eye-Kamera übertragen werden.

Das Teilen der Videos per Share-Button ist ab Werk erst einmal die einzige Möglichkeit, die Videos zu verbreiten. Sony will allerdings noch eine Funktion nachreichen, sodass man sie auch von der Festplatte der Konsole auf andere Medien kopieren kann. Zudem hat Sony angekündigt, dass Gameplay-Aufnahmen in Zukunft auch über den HDMI-Port möglich sind.

PlayStation-App

Mit PlayStation-App für iOS und Android können PS4-Besitzer beispielsweise von unterwegs auf ihre Profile zugreifen und sich die letzten Aktivitäten anzeigen lassen oder mit Freunden chatten. Das Smartphone oder Tablet dient zudem als zweiter Bildschirm in Spielen oder als Navigationshilfe. Anwender können durch das Menü scrollen oder das Smartphone für Tastatureingaben verwenden. Das ist beispielsweise bei der Eingabe von Codes, beim Twittern von Screenshots oder Kommentieren von Videos nützlich.

Setup

Bevor sich alle Features der neuen Sony-Konsole nutzen lassen, muss übrigens ein Update auf die Firmware-Version 1.51 heruntergeladen und installiert werden, sobald der PlayStation-3-Nachfolger daheim angeschlossen und mit dem Internet verbunden wurde. Das Update ist rund 300 MByte groß und schaltet eine Reihe an Funktionen frei, die ab Werk noch nicht verfügbar sind. Darunter den Online-Multiplayer-Modus, die Möglichkeit, Blu-rays oder DVDs anzuschauen, sowie die Features Remote-Play, Second Screen, Play-as-you-Download oder Multi-Login.

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Sollte keine Internetverbindung vorhanden oder die Server überlastet sein, besteht auch die Möglichkeit, das Update am PC herunterzuladen und per USB-Stick einzuspielen. Eine Anleitung hält Sony auf seiner Webseite bereit.

Vorläufiges Fazit

Die PlayStation 4 ist definitiv ein würdiger Nachfolger der PlayStation 3. Ein Fortschritt gegenüber dem Vorgänger ist neben der verbesserten Hardware der deutlich optimierte Controller und das verbesserte Interface. Wie bei fast jedem Start einer neuen Konsolengeneration gibt es aber anfangs noch nicht allzu viele Spiele, und die, die es gibt, nutzen auch teilweise die Fähigkeiten des neuen Systems noch nicht aus.

Hinzu kommen einige Einschränkungen gegenüber der PS3. Der Multiplayer-Modus ist beispielsweise nur noch für zahlende PS-Plus-Mitglieder verfügbar. Zudem hat Sony das Streamen von Inhalten per DLNA sowie die Wiedergabe von MP3s (bisher) nicht integriert.

Nicht ungewöhnlich sind auch kleinere Kinderkrankheiten bei Hardware, Software und Spielen (Blue Light of Death, Abstürze bei FIFA 14). Wer diesen anfänglichen Problemen aus dem Weg gehen will, findet durchaus Gründe, die dafür sprechen, mit dem Kauf der neuen Konsole noch zu warten – das gilt speziell für PS3-Besitzer. Wem mögliche anfängliche Schwierigkeiten nichts ausmachen und wer sich mit der bisherigen Spieleauswahl zufrieden gibt, der kann ohne Bedenken zuschlagen.

[Mit Material von Gizmodo.com & CNET.de]

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        1. Dann scheint dir die Konsole ja echt wichtig zu sein, wenn Sie wegen so einer Kleinigkeit ausscheidet.

  1. Aktuell spielt die PS3 auch keine 3D-Filme ab.
    Ist eine zukünftige Unterstützung definitiv? Wurde ein Zeitrahmen angegeben?
    Solange das Feature nicht unterstützt wird, kann die PS3 nicht ersetzt werden :/

      1. Hallo, das ist richtig. Das Feature soll aber per Firmware-Update nachgereicht werden. Eine offizielle Bestätigung sowie einen Termin für das Update gibt es bisher aber nicht.

        Beste Grüße,

        Christian Schartel, Gizmodo.de

  2. das folgende stellt nur meine meinung dar und darf nciht als generalisierung gesehen werden, danke.

    gegen die ps4 spricht für mich der ps-plus zwang, wenn ich fifa14 online zocken möchte. da ich aktuell e fast nur fifa zocke, ist das ein fettes NO GO. zudem erhöht ein fehlender dnla-client nicht gerade meine kauflaune.

    wirklich dafür spricht für mich der neue controller (abgesehen davon, wenn sein akku nicht genauso lange oder ähnlich lange wie der vom ds3 durchhält), bessere leistung und besser graphik bzw. die 1080p ausgabe.

    vieles weitere ist “nice to have”, aber sicher kein kaufgrund.

    diesen ganzen social-quatsch braucht doch keiner (oder zumindest kaum einer). gut, die möglichkeit, meinen kollegen unkompliziert ein geiles tor bei fifa zu schicken klingt nett, aber mal ehrlich, wie oft macht man das? und wie unkompliziert wirds dann wiklich?

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