Amazon will Mini-Drohnen einsetzen

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Amazon testet derzeit den Einsatz von Mini-Drohnen. Zukünftig sollen die kleinen Flugmaschinen Ware schneller zum Kunden bringen. Bereits in vier bis fünf Jahren könnte diese Versandart Realität werden.

Online-Versandhändler Amazon will in einigen Jahren bestellte Ware per Mini-Drohne zum Kunden bringen. Das Unternehmen, das in letzter Zeit wegen angeblich schlechten Arbeitsbedingungen und schlechter Bezahlung in die Kritik geraten ist, arbeitet an einigen Fluggeräten. Die Idee dahinter sei, dass die „Octocopter“ die vom Kunden bestellte Ware binnen 30 Minuten ausliefern. Allerdings handle es sich hierbei nur um erste Tests und die Zulassung der FAA (Luftfahrt-Behörde) sei ebenfalls notwendig. Gründer von Amazon, Jeff Bezos rechnet jedoch damit, diese Versand-Option in vier bis fünf Jahren anbieten zu können. Auch einen Namen hat sich Bezos bereits ausgedacht – „PrimeAir“ nennt er die neue Idee. Die Mini-Drohnen könnten, laut Bezos ein Gewicht von bis zu 2,5 Kilo transportieren und eine Wegstrecke von etwa 16 Kilometern zurücklegen. Also dürften diese Versandoptionen besonders eiligen Bestellungen im näheren Umkreis eines Versandzentrums vorbehalten sein.

Erinnert sich noch jemand an den Dönercopter?!

Die Zukunft von Mini-Drohnen könnte rosig aussehen. Auch als Pizzaboten, Wildhüter oder Fotografen eignet sich die kleine Luftmaschine demnach ebenfalls. In der freien Wirtschaft testet man bereits seit längerem den Einsatz von Mini-Drohnen. In Asien beispielsweise haben die Flugobjekte bereits einen festen Job – Elektronische Wildparkhüter, die mit zwei Kameras ausgestattet sind, überfliegen sie die schwer zugänglichen Dschungel-Gebiete. Mögliche Einsatzoptionen gibt es in jedem Fall ausreichend. Sei es die Unterstützung der Polizeistreife, als Fotografen für Werbeagenturen, oder die Instandhaltung von Gebäuden. Die Federal Aviation Administration, ihres Zeichen Amerikas zentrale Luftfahrtbehörde hat bereits damit begonnen, die Gesetze für zivile unbemannte Flugobjekte zu lockern.

Der Gedanke, sich von Amazon binnen einer halben Stunde eine Bestellung liefern zu lassen, oder die Pizza 10 Minuten früher auf dem Tisch zu haben, hat sicherlich etwas. Allerdings bleibt bei diesen Gedankenspielen wieder eine Sache, die einen faden Beigeschmack auslöst – wie viele Arbeitsplätze werden dafür wohl geopfert?

[Quelle:spiegel.de]

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  1. Die totale Überwachung! Natürlich werden die Dinger zugelassen. Damit wir uns daran gewöhnen und nicht so schreckhaft hoch gucken, wenn mal eine „Sicherheits“-Drohne vorbeischaut!

  2. „wie viele Arbeitsplätze werden dafür wohl geopfert?“
    Wie viele Arbeitsplätze werden denn durch diesen Industriezweig geschaffen?
    Entwicklung der Drohnen, Reparatur, etc. Insgesamt wird es in etwa ein Nullsummenspiel sein.
    Plus, normale Zulieferer müssen nicht um ihren Job bangen, 2,5 kg Tragekraft und eine Reichweite
    von 16 km ersetzt weder DHL Truck noch das Postauto.

    1. Nicht nur das!
      Die Leute die die Pakete ausliefern werden unterbezahlt.. wenn sie dann den Job deswegen verlieren, und dann als Reperatur / Mechaniker Typ arbeiten verdienen sie mehr. Deshalb ist es sogar sogesehen garnicht schlecht..^^

  3. Die Idee klingt auf den ersten Blick interessant. ich frage mich allerdings wie Amazon dann sicher stellen möchte das auch wirklich der Käufer das Paket erhält. Woher die Drohne weiss wo sie landen darf und wie sie in z.B. Hochhäusern zustellt.

    1. Vorallem aber – die Drohne legt das Paket einfach ab.. da kann jeder hingehen und es einfach nehmen.. da is keine Sicherheit gegeben das das Paket wirklich beim Empfänger ankommt. Zusätzlich kannst per Gps Spoofing ganz einfach die Drohne umleiten und „Drohnen-nappen“.

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