Gerücht: Samsung Galaxy S5 mit Iris-Scanner und QHD-Display

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Scannt das nächste Samsung-Flaggschiff Galaxy S5 das Auge des Nutzers zum Entsperren des Smartphones? Das zumindest behauptet eine koreanische Seite unter Berufung auf Unternehmensquellen. Außerdem soll das 2014 erscheinende Samsung Galaxy S5 über ein QHD-Display verfügen.

Apple machte den ersten Schritt in Richtung biometrischer Entsperrungstechniken indem sie bei iPhone 5S den Fingerabdrucksensor einführten. Laut ZDNet Korea soll Samsung nun statt dem Finger das Auge des Nutzers scannen um das Gerät zu entsperren. Ein entsprechendes von Samsung gesichertes Patent tauchte bereits Mitte November 2013 auf. Auch soll das Samsung Galaxy S5 über ein Display mit der Auflösung von 2.560 mal 1.440 Pixel verfügen und bereits zum Mobile World Congress (MWC) Ende Februar 2014 in Barcelona vorgestellt werden.

Der Iris-Scanner funktioniert dann wahrscheinlich ähnlich wie der Fingerabdruck-Scanner des Apple iPhone 5S. Neben dem Entsperren des Smartphones könnte er auch zum Einkaufen von Apps & Co. dienen. Ein zuverlässiger Augenscanner dürfte auch etwas schwerer zu täuschen sein als Apples Touch-ID-Fingerabdruckscanner, den Mitglieder des Chaos Computer Clubs (CCC) schon nach nur kurzer Zeit überlistet hatten. Datenschützer dürften aber auch bei Samsung-Technologie ihre Bedenken äußern.

Früheren Berichten zufolge soll das Samsung Galaxy S5 mit einem flexiblen OLED-Display mit einer Diagonale von 5 Zoll ausgestattet sein. Die Pixeldichte würde bei einer QHD-Auflösung rund 587 ppi betragen. Zum Vergleich: Der Full-HD-Screen des Galaxy S4 kommt auf 441 ppi. Das Display dürfte dann aber nur biegsam und nicht etwa faltbar sein. Das lässt sich aus Samsungs Roadmap für die kommenden Jahre ableiten, die das Unternehmen Anfang November veröffentlicht hat. Im Gegensatz zu einem gebogenen Display, wie es beispielsweise das Galaxy Round aufweist, könnten aber schon biegsame Bildschirme von Grund auf neue Anwendungs- und Bedienkonzepte ermöglichen. Bei gebogenen Anzeigen halten sich die Vorteile der neuen Display-Technologie noch in Grenzen.

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Unter der Haube des Samsung Galaxy S5 soll ein 64-Bit-Prozessor arbeiten, wie bereits Samsung-CEO Shin Jong-kyun im September gegenüber der Korea Times angekündigt hatte. Ihm sollen wie beim neuesten Galaxy-Note-Phabelt 3 GByte RAM zur Seite stehen. Wirklich benötigt werden 64-Bit-Prozessoren aber erst, wenn die Arbeitsspeichermenge von Mobilgeräten auf über 4 GByte steigt. Denn 32-Bit-CPUs können normalerweise maximal 4 GByte adressieren. Apples Vorstellung des iPhone 5S hatte im September allerdings für viel Aufsehen gesorgt und 64-Bit-Chips für Smartphones erstmals ins Gespräch gebracht, worauf Samsung prompt reagierte.

Mit an Bord ist vermutlich auch eine 16-Megapixel-Kamera. Das Galaxy S4 kommt mit einer 13-Megapixel-Knipse. Die Stromversorgung übernimmt angeblich ein riesiger 4000-mAh-Akku, der nicht nur stärker wäre als der des Vorgängers (2600 mAh), sondern auch die Kapazität der meisten Konkurrenten übertreffen würde. Aufgrund der noch höheren Pixelanzahl des Displays, dürfte das Samsung Galaxy S5 aber auch mehr Strom verbrauchen. Erscheinen soll das Galaxy S5 in zwei Varianten – mit Plastik-Chassis und alternativ mit Metallgehäuse. Zur Fertigung des Samsung Galaxy S5 Gehäuses soll sich Samsung an den Zulieferer von HTC und Apple gewandt haben, der für die Herstellung der Gehäuse des HTC One beziehungsweise des iPad Mini und MacBook Air verantwortlich ist.

Als Betriebssystem kommt voraussichtlich Android 4.4 zum Einsatz. Gerüchten zufolge könnte Samsung das Galaxy S5 alternativ auch mit Tizen OS ausstatten, das ebenfalls zu den Bereichen zählt, die Samsung im kommenden Jahr vorantreiben soll.

[Mit Material von Christian Schartel, CNet.de]

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  1. Es dürfte nicht schwer sein das Bild eines Gesichtes, oder gleich nur des Auges, vor die Kamera des Geräts zu halten. Damit sollte es genau so leicht zu umgehen sein wie der billige Fingerabdrucksensor des iPhones. Nehmt es hin, die Idee der biometrischen Erkennung war cool und sieht schick aus in Sci-Fi, die Realität holt diese Techniken aber auf den Boden der Tatsachen zurück. Nebenbei ist es unklug Biometrie als Zugangskennung zu verwenden, da man damit nur noch „ein Passwort“ für alle Geräte nutzt. Oder zumindest sehr viel weniger „Passwörter“. Setzt sich das durch ist es, ganz ohne Datenschutzbedenken, dann in Zukunft jedem Kiddi das mein Handy geknackt hat möglich in meine Wohnung und meine Rechner einzubrechen….

    1. Wenn Samsung was auf sich hält, wird der Scanner die Iris dreidimensional scannen. Das macht Betrug zwar nicht unmöglich, aber vorläufig etwas schwieriger.

      1. Wie soll Samsung das denn machen? Irisscanner ist eh nur ein Werbegag. Apples Fingerabdruckscanner funktioniert ohne dass sich was für den User geändert hat. Der Chaos Computer Club musste da ein ziemlich aufwendiges Verfahren anwenden um den zu knacken, das macht eh keiner so schnell. Das iPhone5s kann man im Dunklen freischalten, es funktioniert für Brillenträger und man braucht es nichtmal anschauen. Das ist das Problem mit dem Irisscanner. Selbst wenn du da die tollste Kamera verwendest und 3D Erkennung oder was nicht alles, du brauchst Licht, musst es erstmal einschalten und dann im geringen Abstand vors Auge halten. Vor allem muss dann wieder eine neue Kamera eingebaut werden, die eine höhere Brennweite hat als die, die man für Fotos und Videochats verwendet und dabei sehr Lichtstark ist. Ich glaub kaum dass das jemals rauskommt weil es Samsung mehr kosten wird als ein Alu-Gehäuse.

        1. „Aufwändiges Verfahren“ – Wtf?Was ist bitte aufwändig daran mit Klebstoff nen fingerabdruck zu erstellen..!
          Das ist auch nicht komplex zu knacken, sondern einfach und für jedes Kind machbar …
          Weiß ja nicht was du für ein Verständniss hast, aber das was der CCC machte war das einfachste was geht..

        2. @Cystasy
          Wie kommst du dan den Fingerabdruck, den du dann mit 1200dpi abfotografierst. Das verschmierte iPhone wo du hundertmal draufgedrückt hast kannst du für einen sauberen Abdruck nicht nehmen. Das was der CCC gemacht hat zeigt zwar, dass es technisch geht. Aber praktisch ist es nicht so einfach. Versuch es doch mal selbst, leih dir das iPhone von einem Bekannten und versuch es zu entsperren.

    2. „Damit sollte es genau so leicht zu umgehen sein wie der billige Fingerabdrucksensor des iPhones“
      Inwiefern ist es denn sooo leicht den Fingerabdruckscanner auszutricksen ?

  2. frontkamera abkleben, feature deaktivieren und fertig. Von der ausstattung her sehr interessant, vor allem weil es endlich eine non plastik variante geben soll.
    könnte android mich jetzt noch überzeugen, wäre das endlich mal eine echte iphone alternative für mich.

  3. Könnt ihr vielleicht mal dazuschreiben, was „QHD“ bitte in pixeln ist. Das ist zum einen nicht eindeutig, zum anderen kann sich kein Mensch die Kürzel merken und drittens wisst ihr es wohl selber nicht, oder?

    1. Klar bringt das was, wenn die HW 64bit-fähig ist. Wenn Android künftig 64bit kann, läufts auch auf dem Gerät, zur Not als CM.
      Wobei aktuell der Nutzen einer 64bit-Plattform für den Verbraucher natürlich äußerst fragwürdig ist..

      1. Wenn Du die nicht gerade wenigen NSA-Mitarbeiter zu den Verbrauchern zählst, lohnen sich 64 bit vielleicht schon … :-)

    2. 64 Bit mit 1 GB RAM bringen noch viel weniger, du Nase.

      Hast du Blitzbirne eigentlich inzwischen eine Begründung gefunden, warum der Performance-Sprung von Apples A5(x)-CPU (32 bit) zur A6(x)-CPU (32 bit) *deutlich größer* war als der von der A6(x)- (32 bit) zur A7-CPU (64 bit), wo doch der Performance-Sprung vom A6(x) zum A7 ganz eindeutig an der 64 BIT POWER TEKKNOLOTSCHIE liegt?

  4. 2.560 mal 1.440 Pixel ist nicht QHD sondern WQHD. Auf 5″ bedeutet das glatte 600 ppi, nicht 587.
    QHD hat eine Auflösung von lediglich 960 mal 540 Pixeln.
    http://members.ping.de/~sven/dpi.html
    Der Irisscanner kommt mit ziemlicher Sicherheit nicht, weil a) viel zu aufwendig und b) voll unpraktisch. Obwohl, hier geht’s ja um Samsung, da könnte es schon sein. LOL

    @BlaBlubSchwätzer
    „der billige Fingerabdrucksensor des iPhones“ WTF? Keine Ahnung, aber davon reichlich?

  5. Biometrischer Entsperrungstechniken in Geräten mit Internetanschluss stellen Risiko für den Schutz der biometrischen Daten.
    Schnüffler wie NSA, können (werden) diese ausspähen, und ggf., gegen das Opfer verwenden können !

    Apple hat mit den Zwangs- Fingerabdruck Scanner damit bei Smartphones angefangen.
    Zwangs- Fingerabdruck bei Apple, weil die Rück- Taste praktisch immer benutzt werden muss…

  6. Und im Gegensatz zu den perfiden Zwangs- Fingerabdruck- Scanner bei Apple,
    hätte der Anwender bei Samsung System mit Iris- Scanner,
    die Option nicht die Cam vor die Iris zu halten…

    1. Geile Sache, du hast es echt drauf! :-D Merkst du eigentlich, was du schreibst, oder liegt das an den Tabletten? Hast wohl kurz vor Weihnachten Ausgang? :-()

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