Redtube – Die Linke fragt bei der Bundesregierung nach

Netzrecht

Der Pornoskandal ums Redtube-Streaming führt den Beobachter ganz schnell zu einer Grundsatzfrage: Ist Streaming eine Vervielfältigung von Inhalten? Das will die Linksfraktion in einer Anfrage an die Bundesregierung herausfinden, wie die Sprecherin für Netzpolitik Halina Wawzyniak mitteilte.

Der wichtigste Punkt von insgesamt neun dürfte folgender sein: „Hält die Bundesregierung das reine Betrachten eines Videostreams für eine urheberrechtlich relevante Vervielfältigung?“ Der Rest des Textes schießt sich recht schnell auf die Frage ein, wie das Anwaltsbüro Urmann + Collegen überhaupt an die IP-Adressen gekommen sei, zu denen dann mit dem nicht eben sachkundigen Segen des Landgerichts Köln die Daten ermittelt worden waren.

Natürlich sind das nicht unbedingt die einzige Fragen, die es zum Thema zu stellen gibt. Man könnte auch mal über das deutsche Urheberrecht nachdenken, oder die Gesetze überprüfen, die solche Abmahnwellen überhaupt erst möglich machen. Trotzdem ist das Thema Streaming in Deutschland immer noch umstritten, und insofern die Frage nach einer Klärung interessant. Man darf gespannt sein, ob die Bundesregierung etwas zur Diskussion beizutragen hat.

[Die Linke, blog.wawzyniak] / (Bild: rangizzz, shutterstock.com)

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