EU beschließt einheitliche Ladegeräte für Smartphones und Tablets, früheste Einführung im März 2014

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Am vergangenen Donnerstag einigte sich die EU auf eine Reform der Richtlinien über Funkanlagen. Sie schreibt Smartphone- und Tablet-Herstellern unter anderem ab März 2014 einheitliche Ladestecker vor. Ziel der Richtlinie ist, dem Verbraucher Kosten zu ersparen und die Menge an Elektromüll zu reduzieren.

„Ich bin besonders froh, dass wir uns über die Einführung universeller Ladegeräte einigen konnten“, sagte Barbara Weiler, EU-Abgeordnete der SPD in einer Mitteilung des europäischen Parlaments. „Der Konsument wird davon profitieren.“

Auf detaillierte technische Vorschriften verzichtet die Reform, schreibt stattdessen nur eine Kompatibilität unter den Geräten vor. Ein HTC-Ladekabel versorgt also alsbald auch ein Samsung-Tablet mit Strom.

Bereits 2009 verpflichteten sich viele Hersteller freiwillig auf die Verwendung des Micro-USB-Anschlusses. Diese Vereinbarung jedoch lief Ende 2012 aus. Einen offiziellen Standard gibt es also nicht.

Die Reform der Richtlinie über Funkanlagen tritt voraussichtlich im März 2014 in Kraft. Vorher müssen EU-Rat, EU-Parlament und ein Ausschuss dem Vorschlag der Minister noch zustimmen. Ob jedoch bereits im März 2014 einheitliche Ladestecker im deutschen Einzelhandel ankommen, bleibt abzuwarten. Schließlich gewährt die EU ihren Mitgliedsstaaten zwei Jahre Zeit, eine Richtlinie in nationales Recht umzuwandeln. Danach dürfen sich die Hersteller nochmals ein Jahr Zeit lassen, um die Vorschriften in die Tat umzusetzen.

[Europäisches Parlament]

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  1. Bleibt zu hoffen, dass diese Richtlinie nicht Micro- oder Sonstwas-USB als Schnittstelle am Smartphone vorschreibt… für die Nutzer von Apple-Geräten mit Lightning-Schnittstelle wäre dies ein erheblicher Rückschritt.

    1. Ein vollwertiger USB 3.0 Anschluss würde vollkommen reichen, bzw. es wurde nicht gesagt, das Ladestecker und Datenübertragungsschnittstelle am selben Port sein müssen.

  2. Klasse, gerade erst wegen des Steckers vom iPhone 4S auf 5S umgestiegen, da mich das Kabelgewirr mit dem iPad mini gestört hat. Das heißt dann wohl wieder ein neuer Stecker im nächsten Gerät… Ich war eigtl. zufrieden. Micro-USB überall und Apple Lightning…

  3. „Member States will have two years to transpose the rules into their national law and manufactures will have an additional year to comply.“

    Dauert also noch mindestens 3 Jahre.

  4. Ein Schlag in das Gesicht der Wirtschaft und auch der Verbraucher. Sollte ein Unternehmen bessere Technik als die vorgeschriebene anbieten können so wird das durch die Richtlinie verhindert. Schlau wäre gewesen eine grundsätzliche Kompatibilität zu Convertern vorzuschrieben. Wozu muss ich mit MEINEM Ladekabel das Handy von xyz laden können? Zu jedem neuen Gerät bekomm ich ein neues Ladekabel…mega sinnlos das ganze. Außerdem werden Unternehmern wieder nur Vorschriften gemacht, Planwirtschaft ole!

    1. „Sollte ein Unternehmen bessere Technik als die vorgeschriebene anbieten können so wird das durch die Richtlinie verhindert.“
      Weil? So wie ich das verstanden hab, gehts nur um die Ladegeräte an sich; auf eine Schnittstelle wird man sich einigen (vermutlich irgendein USB-Gedöns, da Apple seinen Stecker nicht freigeben wird). Apple-Geräte werden dann halt mittels beigelegtem Adapter geladen.

      „Schlau wäre gewesen eine grundsätzliche Kompatibilität zu Convertern vorzuschrieben. “
      Ohne die Richtlinie gelesen zu haben: Wird ein Adapter explizit verboten?

      „Zu jedem neuen Gerät bekomm ich ein neues Ladekabel…“
      Genau das soll mit der Richtlinie vermieden werden. Man will ein einheitliches Ladegerät für Smartphones und Tablets mit definierter Schnittstelle. Wie das ganze an die Peripherie angeschlossen wird, ist Herstellersache. Künftig liegt dem iPhone/iPad halt kein Ladekabel mehr bei, sondern ein xUSB-Lighning-Adapter. Welcher natürlich ausschließlich laden kann.

  5. Wurde auch Zeit die Abzocke der Verbraucher zu beenden,
    durch nicht kompatible Standards mit eigenen stark überteuerten Steckverbindungen !

    Durch einheitliche patentfreie Ladegeräte und Stecker, können diese auch günstiger angeboten und mehrfach verwendet werden.

    Und der Umwelt nutzt weniger überflüssiger Elekrtonikschrott !

    Auch Reisegepäck wird bequemen,
    mit nur einen Steckerlader mit 4 USB- Buchsen,
    und nur einheitlichen Adapterkabel auf USB 3.0 micro und auf USB 2.0 micro.

    Und was kann USB 3.0 micro NICHT, was andere überteuerte Schnittstellen mehr können sollen?

    Auch die Apfel- Marke wird in EU nicht mehr aus der Norm tanzen können

    Als nächstes sollten auch genormte Akkugrößen und Anschlüsse kommen.

    Und den Verbraucher sollte bewusst gemacht werden, Produkte die durch überteuerte nicht kompatible Zubehörteile abzocken, zu meiden, und zu echten !

    1. Das war klar, SELL, dass so ein Unfug wieder von dir kommt. Wenn man keine Ahnung hat, sollte man einfach mal die Finger still halten, und dann sollte man sich mal anschauen, was der Unterschied zwischen Micro USB und Lightning ist. Und wo ist das Problem? Gibt doch Adapter, und schon ist das Problemn gelöst. Wenn du denkst, dass Apple deswegen auf Lghtning verzichtet, und auf USB setzen muß, dann hast du dich geirrt, wie immer. Außerdem meinst du bestimmt ächten, und nicht echten. Du müssen lernen Deutsch, Gump! :-D Und was für genormte Akkugrößen? Du hast wirklich keine Ahnung, davon aber leider reichlich.

  6. Cool, der Trabbi lässt grüßen!
    Er repräsentierte das Ende von Forschung und Fortschritt im zweiten sozialistischen Unrechtrregime auf Deutschen Boden.
    Politische Entscheidungsträger sind offensichtlich nicht in der Lage aus der Geschichte zu lernen. Zum Glück straft sie der gesunde menschliche Drang nach es-besser-zu-machen, vulgo fortschritt und Freiheit, sie gnadenlos ab.

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