Exklusiv: Gizmodo besucht Slingshot Channel Gründer Jörg Sprave

Slingshot

Seine Videos auf YouTube sind weltberühmt, die Person dahinter mittlerweile legendär - wir reden von Jörg Sprave, dem Gründer des Slingshot Channels. Gizmodo hat den Steinschleuder-Experten bei sich zu Hause besucht und eimal geschaut was hinter den Kulissen abläuft.

Vor allem in Brasilien und den USA, aber auch auf dem Rest der Welt kennen Millionen von Menschen den Slingshot Channel. lager Wir wollten wissen was sich eigentlich hinter der Kamera verbirgt und haben Jörg Sprave bei sich zu Hause in Oberfranken besucht.

So fing es an

Der gebürtige Dortmunder studierte Betriebswirtschaft und wurde vor einigen Jahren in die bayrische Provinz Oberfranken zum Fernsehhersteller Loewe gerufen. Nachdem er sich dort drei Jahre lang um den Bereich Home Entertainment kümmerte, widmete er sich bald mehr und mehr seinem Hobby, den Steinschleudern.

“Das Schöne an einer selbstgemachten Schleuder ist das erste Mal den Abzug zu betätigen und es funktioniert.”

Mittlerweile beschäftigt sich Jörg Sprave seit über fünf Jahren mit dem Slingshot Channel. In dieser Zeit hat er die schrägsten und ausgefallensten Ideen zu immer neuen Steinschleudern gehabt. Ob nun eine Zombie Apokalypse bevorstand oder die zerstörerische Kraft von Oreo Keksen entfaltet wurde.

Die traditionellen Steinschleudern sind Jörg Sprave noch immer am liebsten.

Die traditionellen Steinschleudern sind Jörg Sprave noch immer am liebsten.

Doch seine Arbeit kann auch durchaus mal gefährlich sein. Einmal konnte er knapp einer Schädelverletzung entgehen, nachdem sein Geschoss in die falsche Richtung losging.

Dennoch, trotz aller Gefahren beschäftigt Jörg sich jeden Tag mit dem Thema Steinschleuder. Er selbst sieht sich dabei als Künstler und arbeitet vor allem mit viel Liebe zum Detail an den traditionellen Steinschleudern. Sein neuestes Faible sind momentan Schleudern im Steampunk Stil.

“YouTube – Das Format der Zukunft”

YouTube ist ein hartes Pflaster meint Jörg Sprave. Die Zuschauer würden hohe Ansprüche an die Kanäle stellen und es sei mittlerweile kaum noch möglich einen großen Kanal zu etablieren. Deshalb ist der Dortmunder froh, dass er bereits vor fünf Jahren seinen Kanal gegründet hat. Doch die ersten drei Jahre hatte er mit wenig Views und einer geringen Bekanntheit zu kämpfen. Vor allem Websites wie Gizmodo verhalfen ihm dann zu seinem heutigen Erfolg – danke für die Schmeichelei!
slingshot Kopie
Nun freut sich Jörg über Millionen von Views und einen Platz unter den Top 50 der deutschen YouTube Kanäle. Eine eigene Beraterin von Google hat er mittlerweile auch. Doch bei dem ganzen Erfolg bleibt er weiter unabhängig und verzichtet auf Sponsoren. Denn als Betriebswirt sieht auch er immer mehr, dass Kanäle aufgekauft werden und an Netzwerke fließen. Damit gibt es weniger unabhängige Kanäle und immer mehr Umsätze. Deshalb spricht Jörg auch vom “Format der Zukunft”.

Woher kommen die Ideen zu neuen Schleudern?

Das Thema Steinschleudern ist ja wirklich kein großes Gebiet mit unerschöpflichen Ideen. Deshalb beschäftigt sich Jörg täglich mit der Suche nach neuen Modellen, Munition und Themen. Dafür durchsucht er das Internet nach aktuellen Trends, aber auch nach Evergreens wie Steampunk und überträgt diese auf seine Schleudern. Aber auch Fans liefern ihm immer wieder neue Ideen, welche er dann versucht umzusetzen oder abzuwandeln. Über die Kommentare erreichen ihn die meisten Vorschläge, wobei er die neue Kommentarfunktion noch sehr verbesserungswürdig findet.

Der schrägste Kommentar:

“Einer hat mal seine Freundin im Tausche gegen eine Schleuder angeboten.”

Es passiert eigentlich nie, dass Jörg einmal daneben schießt.

Es passiert eigentlich nie, dass Jörg einmal daneben schießt.

Und was passiert mit den Schleudern nach dem Dreh? Jörg meinte zu Gizmodo, dass er sie oft verschenkt. Manch außergewöhnliche Modelle behält er auch, denn ab und zu kommt ja das Fernsehen oder ein Reporter und dann kann er ihnen seine Gerätschaften zeigen. Einmal war sogar Paramount zu Besuch.

Grundlegend verliert er aber rasch das Interesse an der gerade fertiggestellten Schleudern. Das schönste Gefühl ist immer, wenn die gerade vollendete Steinschleuder funktioniert. Danach macht er sich aber schon wieder Gedanken um das nächste Modell.

Der Slingshot Channel wird von anderen Steinschleuderern nicht gerne gesehen

Zum Schluss unseres Gespräches berichtete uns Jörg noch etwas, was uns verwunderte. In der Szene der Steinschleuder-Aktivisten wird der Slingshot Channel nicht gerne gesehen. Viele hätten am liebsten, wenn der Kanal verschwindet. Denn dadurch, dass Jörg seine Schleudern als tödliche Waffen präsentiert, fürchten seine Gegner, dass der Staat reagieren könnte und die Handhabung mit Steinschleudern verstärkt reguliert. Bogenschützen und Gotcha-Spieler sind daher aus ganz ähnlichen Gründen mit Waffenvergleichen sehr vorsichtig. Doch Jörg steht dem Ganzen gelassen gegenüber. Er lacht dann und sagt:

“Jörg Sprave verändert Gesetze – so eingebildet bin ich dann doch nicht.”

Völlig von der Hand zu weisen ist das Argument seiner Gegner jedoch nicht. Denn wenn es Mal zu einer Straftat oder einem Amoklauf mit Steinschleudern käme, dann könnten seine Clips als zusätzlicher Auslöser oder Provokation gesehen werden.

Ein interessanter Tag

Am Ende waren wir fast drei Stunden bei Jörg Sprave. Auf seinem einsamen Anwesen am Berg überblickt er die ganze Stadt und hat seine Ruhe. Ob seine Nachbarn denken er sei verrückt? “Ja, das tun sie sicher, auch wenn sie wissen, was ich mache.” Doch der Bürgermeister steht hinter ihm, denn sonst wären die ganzen Drehgenehmigungen der Fernsehsender und Filmstudios überhaupt nicht möglich.

Hier geht es zum Slingshot Channel

In Zukunft will Jörg mehr Clips pro Woche herausbringen, denn der ursprünglich eine Clip reicht ihm nicht mehr. Und zu Silvester dürfen wir auch schon gespannt sein. Nur so viel: Es hat etwas mit Raketen zu tun.

werkstatt

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  1. Der Bericht klingt wie ein Artikel vom Schulausflug in der Schülerzeitung der 7. Klasse. Freut mich, dass es Euch gefallen hat, aber ich habe mich beim Lesen gelangweilt. Spannend waren nur die Schreibfehler. Wie gesagt: 7. Klasse.

    1. Du kleiner miesepetriger Troll. Wenn Du dich angweilst, brauchst Du andere nicht auch noch damit zu langweilen. Wie wäre es denn mit einem guten Vorsatz fürs neue Jahr: Wenn ich nichts psitives zu sagen habe, sag ich besser nichts. Beweg Deinen eigenen Hintern und interviewe jemanden, dann hast Du eventuell besser Aussichten für die Zeit nach Deinem Schulabschluss. Schreibfehler sind extra für Dich drin gelassen, damit Du im alten Jahr noch was zu tun hast.

  2. Ist das nicht der gleiche Typ der die Kugel selber an den Kopf bekommen hatte. Hatte so ein Video bei liveleak gesehen. Ziemlich blutig das ganze.

  3. “Völlig von der Hand zu weisen ist das Argument seiner Gegner jedoch nicht. Denn wenn es Mal zu einer Straftat oder einem Amoklauf mit Steinschleudern käme, dann könnten seine Clips als zusätzlicher Auslöser oder Provokation gesehen werden.”
    Mit dieser – leider gängigen – Argumentation sollten Clips mit Spazierstöcken schon mal vorsorglich gesperrt werden. Es könnte ja sein, dass mal jemand mit einem solchen Stock totgeprügelt wird.
    Wann kapieren wir endlch, dass nicht Waffen Leute umbringen, sondern Personen dies tun. Und dabei ist die Absicht entscheidend und nicht die Wahl des Mittels. Wenn einer ausrastet ist es doch völlig egal, ob er vorher ein Video über Steinschleudern oder Daunenkissen gesehen hat. Mit ersterem kann man schleudern mit letzterem jemand ersticken.
    Macht doch bitte nicht das Leben für jedermann zur Hölle, nur weil ein paar Gestörte gestört sind. Die absolute und überwältigende Mehrheit bringt niemanden mit Steinschleudern um, selbst wenn sie ale jemals produzierten Clips mit diesen “Waffen” gesehen hätten. Bezeichnen wir doch bitte solche Taten als as was sie sind – Ausnahmen – und erlauben wir es nicht weiterhin, dass solche Ausnahmen unser tägliches Leben ver-regeln.

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