So verwendet ihr eure neue Digitalkamera wie ein Profi

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Glückwunsch, wenn ihr zu Weihnachten eine neue Kamera bekommen habt. Wir haben die besten Tipps und Tricks zusammen gestellt, wie ihr das Meiste aus eurem neuen Begleiter heraus bekommt.

Egal ob ihr eine DSLR, eine spiegellose Systemkamera oder eine hochwertige Kompaktkamera verwendet – diese Tipps sollen euch helfen, die ersten Schritte zu unternehmen. Nur wer eine ganz einfache Kompaktkamera besitzt, wird hier vermutlich wenig mitnehmen können.

Welches Zubehör benötige ich?

Zusatzobjektive

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Die meisten DSLRs und Systemkameras werden mit einem Kit-Objektiv verkauft, das in der Regel eine KB-Brennweite von 18 bis 35 mm abdeckt. Größtenteils ist man mit diesen 3fach-Zooms für den Anfang gut bedient, auch wenn sie meist nicht sehr scharf sind.

Wer eine kleine spiegellose Systemkamera verwendet, sollte sich als erstes ein sogenanntes Pancake-Objektiv kaufen. Diese extrem flachen Objektive haben einen großen Vorteil: Sie verringern das Packmaß der Kamera deutlich. Wer eine neue DSLR kauft, kann sich mit einem relativ preiswertem 35mm oder 50mm Objektiv mit einer Anfangsblendenöffnung von mindestens f/2.0 eine Freude machen – und zumindest technisch bessere Fotos bei schlechterem Licht.

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Neuer Kameragurt

Die Gurte, die die Hersteller beilegen, sind vergleichsweise schlecht gegenüber denen, die man mit vergleichsweise wenig Geld dazu kaufen kann. Oder man verbessert seinen aktuellen Gurt mit dem Schulter-Pad von Domke. Gute Gurte gibt es von Black Rapid, Joby (Ultrafit Slingstrap). Wahren Luxus gibt es von Eddycam.

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Erlernt die Betriebsmodi und übernehmt die Kontrolle

Eure neue Kameras kennt zahlreiche Modi. Die Sony-Kompaktkamera, mit der ich gerade herumspiele, besitzt Dutzende von Szenen-Einstellungen für Laub, Kinder und Tiere, Feuerwerk, Schnee, Miniaturen und vieles mehr. Hört sich nach viel Spaß an, aber wer wirklich fotografieren lernen will, der sollte sich auf die vier Punkte P, S (Tv bei Canon), A (Av bei Canon) und M konzentrieren. Die Einstellungen bedeuten Programm, Verschlusspriorität, Blendenpriorität und Manuell.

Der Programm-Modus ist ein Automatikmodus mit ein paar Eingriffsmöglichkeiten hinsichtlich ISO oder der Verwendung des Blitzes. Wer draußen fotografiert, sollte fürs erste zwischen ISO 100 und 400 arbeiten und in der Wohnung mit ISO 800 bis 3.200.

Verschlusspriorität ist eine Halbautmomatik. Man wählt die Verschlussgeschwindigkeit und die Kamera nimmt die passende Blendenöffnung für ein korrekt belichtetes Bild. Der Modus ist für Situationen sinnvoll, in denen es sonst zu verwischten Konturen kommt, weil sich die Motive zu schnell bewegen. Wer den Wert auf über 1/100 setzt und den ISO-Wert erhöht, kann dieses Risiko minimieren.

Blendenpriorität ist ebenfalls eine Halbautomatik – und ratet mal, was sie tut? Man stellt die Blende ein und der Automat die Verschlusszeit. Wollt ihr einen schönen, unscharfen Hintergrund, dann stellt eine große Blende ein (wie zum Beispiel f/1,8 oder f/2,8). Im hellen Licht oder wenn ihr alles scharf haben wollt, dann wählt eine kleine Blende wie zum Beispiel f/8,0

Manuell – nun, hier stellt man eben alles von Hand ein.

Milwaukee Brewers first exhibition game at Miller Park

Zerstört eure Fotos nicht durch Blitzen

Eure Kamera besitzt einen eingebauten Blitz? Verwendet ihn nicht – außer ihr habt überhaupt keine andere Wahl. Wenn der Blitz verwendet werden muss, beherzigt folgende Tipps:

Reflektiert den Blitz oder setzt einen Diffusor ein. Das sorgt für ein etwas natürlicheres Licht.

Versucht eine langsame Blitzsynchronisation. Bei der Canon S110 heißt das Nachtmodus und tut genau das, was es soll. Es hellt den Vordergrund auf, aber der Hintergrund ist durch die lange Verschlusszeit trotzdem zu sehen.

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Bekämpft die Dunkelheit durch Selbstumarmungen

Wie kann man ohne Blitz fotografieren? Mit einem Stativ und einer langen Verschlusszeit zum Beispiel. Oder man schießt Fotos wie ein Scharfschütze. Haltet die Kamera ruhig. Ellenbogen an den Körper. Verwendet den Kameragurt als Stütze. Ausatmen. Auslösen.

Und natürlich sollte man einen hohen ISO-Wert einstellen. Bei neueren DSLRs kann man problemlos bis 3.200 oder gar 6.400 gehen, bevor die Qualität wirklich extrem schlecht wird. Bei guten Kompaktkameras wie der Sony RX100 und der Canon S110 sollte der ISO-Wert 1.600 nicht überschreiten.

Verwendet RAW und rettet Fotos am Rechner

Sollte eure Kamera mit Wechselobjektiven arbeiten oder über 400 Euro kosten, dann kann sie mit sehr großer Wahrscheinlichkeit RAW aufnehmen. Dieses Bildmaterial ist unkomprimiert und im Gegensatz zu JPEGS deutlich besser mit Programmen wie Adobe Lightroom oder Photoshop zu bearbeiten. Ihr werdet euch wundern, wie viel man aus einem RAW noch herausholen kann – und wo bei einem JPEG schon Ende ist. Das gilt besonders für die Aufhellung von Schatten oder die Korrektur fehlbelichteter Fotos. Auch bei Farbfehlern ist die Korrektur in RAW problemlos möglich, während bei JPEGs oft Hopfen und Malz verloren sind.

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Bevor ihr anfangt zu fotografieren, stellt die Kamera auf RAW oder auf RAW+JPEG. Die Dateien sind vergleichsweise groß, doch heutige Speicherkarten auch. Natürlich braucht man nicht zwangsläufig Photoshop. Lightroom oder Aperture von Apple sind erheblich preiswerter und ausschließlich auf Fotos fokussiert.

[Via gizmodo.com]

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  1. Ich (26) wage mich jetzt erst in die Welt der Fotographie. Mit meiner EOS 1100D (ich weiß, ist nicht die Beste, aber für den Anfang optimal) und einem 50 mm Festbrennweite Objektiv versuche ich meine Bilder nach und nach zu verbessern. Die verschiedenen Modi muss man zu beherrschen wissen. Nicht so leicht das ganze, aber es macht spaß :-)

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